Tierwelt
«Dolce far niente»: Zürcher Nashornbulle Rami zieht es nach Italien

Nashornbulle Rami verlässt den Zoo Zürich und geht nach Turin. Er ist in Zürich mit den weiblichen Nashörnern zu eng verwandt. Dafür kommt mit Kimba schon bald ein anderer Bulle in die Limmatstadt.

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Rami zieht um nach Italien und lebt dort erst mal den Traum vom «Dolce far niente».

Rami zieht um nach Italien und lebt dort erst mal den Traum vom «Dolce far niente».

Keystone

(abi) Der Traum vom «Dolce far niente» ruft: Rami verlässt den Zoo Zürich im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in Richtung Italien. Der Grund: Der Nashornbulle ist mit den weiblichen Nashörnern des Zoos Zürich eng verwandt und kommt somit für eine Zucht nicht infrage. Das teilte der Zoo Zürich am Donnerstag mit.

In seiner neuen Heimat, dem Zoo «Zoom Torino», trifft Rami, der mit knapp viereinhalb Jahren noch ein Teenager ist, auf ein anderes junges Männchen. Beide werden gemeinsam aufwachsen, bevor sie mit weiblichen Tieren zusammenkommen. Rami brauche noch einige Jahre, bis er selbst züchten könne.

Rami tritt seine Reise nach Turin an.

Zoo Zürich, Nicole Schnyder

Rami kam im Dezember 2019 zusammen mit den Weibchen Tanda, Talatini und Theshi aus Israel nach Zürich. Damit wurden sie Teil des Erhaltungszuchtprogramms für Breitmaulnashörner in europäischen Zoos. Von Anfang an sei klar gewesen, dass Rami als Zuchtbulle in Zürich nicht infrage komme. Trotzdem soll auch er in Zukunft einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine gesunde und stabile Ersatzpopulation der in der Wildnis potenziell bedrohten Breitmaulnashörnern zu gewährleisten, heisst es.

Als Ersatz für Rami kommt Kimba nach Zürich. Kimba ist zwölf Jahre alt, kommt aus dem deutschen Zoo Schwerin und soll in Zürich für Nachwuchs sorgen.