Suva
Unfälle mit Tieren nehmen stärker zu als andere Freizeitunfälle

Seit 2015 beobachtet die Unfallversicherung Suva eine Zunahme der Unfälle mit Tieren. Am häufigsten sind dabei «Insektenunfälle» wie etwa Zeckenbisse.

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Die Opfer sind meist weiblich: Katzen verursachen 11 Prozent der Freizeitunfälle mit Tierbeteiligung. (Symbolbild)

Die Opfer sind meist weiblich: Katzen verursachen 11 Prozent der Freizeitunfälle mit Tierbeteiligung. (Symbolbild)

Keystone

Zeckenstiche und andere Unfälle, die auf Insekten zurückgehen, machten mit 22'000 Fällen pro Jahr mehr als die Hälfte der jährlich 40'600 Freizeitunfälle mit Tieren aus, so eine am Dienstag veröffentlichte Auswertung der Unfallversicherung Suva. Die Kosten seien mit 800 Franken pro Unfall aber relativ tief. Insgesamt verursachen Freizeitunfälle mit Tieren jährlich Kosten in der Höhe von rund 105 Millionen Franken.

Am teuersten sind dabei Unfälle mit Pferden. Bei jährlich 6000 Fällen verursachen sie Kosten von 37 Millionen Franken. In 60 Prozent der Fälle handle es sich dabei um einen Sturz der Reiterin oder des Reiters. Diese seien oft gravierend, so die Suva: «Fast die Hälfte dieser Unfälle haben längerfristige Arbeitsausfälle und somit Taggeldleistungen zur Folge», wird Suva-Statistikexpertin Sandra Degen in der Mitteilung zitiert.

Hunde sind für Unfallkosten von jährlich 24 Millionen Franken verantwortlich, Katzen dagegen für 11 Prozent der Unfälle mit Tieren in der Freizeit. Von letzteren sind laut Suva vor allem Frauen betroffen: Rund zwei Drittel der Katzenunfallopfer sind weiblich. (wap)