Studium
Comparis-Vergleich: Studenten zahlen je nach Hochschule über viermal höhere Gebühren

Die Semestergebühren an den Schweizer Universitäten und Hochschulen weisen grosse Unterschiede auf. Zudem werden ausländische Studierende zum Teil stärker zur Kasse gebeten.

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Der Campus der Università della Svizzera italiana (USI): Wollen Studenten hier studieren, müssen sie was hinblättern.

Der Campus der Università della Svizzera italiana (USI): Wollen Studenten hier studieren, müssen sie was hinblättern.

USI

Je nachdem welche Universität oder Hochschule Studierende in Schweiz besuchen wollen, müssen sie tief in die Taschen greifen. Beispielsweise bezahlen Studierende der Università della Svizzera italiana (USI) in Lugano fürs Grundstudium mit 2000 Franken pro Semester über viermal so viel wie ihre Kommilitonen an den Universitäten Neuenburg (425 Franken) und Genf (435 Franken), wie der Online-Vergleichsdienst Comparis am Mittwoch mitteilt.

Die hohen Gebühren liessen sich nicht mit der akademischen Reputation erklären, zitiert die Mitteilung Comparis-Gebührenexperte Leo Hug: «Die teuersten Universitäten finden sich in den Universitätsrankings nicht zwingend unter den besten wieder.» Die für Schweizer Verhältnisse teure Universität in Lugano liege im weltweiten Uni-Ranking von Quacquarelli Symonds auf Platz 273. Die ETH Zürich belege dagegen weltweit Platz 8 und verlange eine Semestergebühr von 730 Franken.

Ausländer bezahlen zweieinhalbmal höhere Gebühren

Der Vergleichsdienst zeigt ebenfalls auf, dass Studierende aus anderen Ländern im Vergleich zu ihren Schweizer Kommilitonen teilweise stärker zur Kasse gebeten werden. An der Universität St.Gallen bezahlen ausländische Bachelor-Studierende 3129 Franken Semestergebühren. Schweizer Studierende zahlen mit 1229 Franken zweieinhalbmal weniger. An der Università della Svizzera italiana bezahlen ausländische Studierende gar das Doppelte (4000 Franken).

Der Comparis-Experte erklärt diesen Unterschied folgendermassen: «Die Universitäten erhalten jeweils Beiträge von den Herkunftskantonen der Studierenden. Bei ausländischen Studierenden fehlen diese Beiträge und werden zum Teil voll auf ihre Semestergebühren überwälzt.» Allerdings verlangten die ETH und EPFL sowie die Universitäten Genf, Lausanne und Basel keinen Ausländerzuschlag. (dpo)

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