Streit um Bergrennen
Walliser Regierung will zwischen Armee und «Patrouille des Glaciers» vermitteln

Die Organisatoren der Patrouille des Glaciers wollen nicht mehr mit der Schweizer Armee zusammenarbeiten. Das schreckt die Walliser Regierung auf. Nun will sie zwischen den Streithähnen vermitteln.

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Start zu einer Patrouille des Glaciers vor zwei Jahren im Wallis. Die nächste soll in einem Jahr stattfinden – ohne Armee.

Start zu einer Patrouille des Glaciers vor zwei Jahren im Wallis. Die nächste soll in einem Jahr stattfinden – ohne Armee.

Keystone

(sat) Der Verein zur Unterstützung, Führung und Förderung der Patrouille des Glaciers will für das Alpine Rennen nicht mehr mit der Schweizer Armee zusammenarbeiten. Das kündigte der Verein am Freitag in einer Mitteilung an, wie verschiedene Medien berichten. Der Streit zwischen der Sponsoringorganisation des grössten Skitouren-Wettkampfs der Welt und dem Eidgenössischen Verteidigungsdepartement (VBS) schwele schon seit Monaten.

Wie die Walliser Kantonsregierung am Freitag in einer Mitteilung schreibt, will sie nun zwischen den Streithähnen vermitteln. Konkret hat Frédéric Favre als Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport die Organisatoren der Patrouille des Glaciers und das VBS zum Gespräch eingeladen. «Die verschiedenen Parteien stimmten diesem Vorschlag zu», teilt der Kanton weiter mit. Die Patrouille des Glaciers sei für das Wallis sowohl in militärischer und sportlicher Hinsicht als auch wirtschaftlich und touristisch von grosser Bedeutung.

Der nächste Skitouren-Wettkampf ist laut Homepage für kommendes Jahr vorgesehen. 2020 wurde der Anlass wegen der Coronapandemie abgesagt. Erstmals fand die Patrouille des Glaciers 1943 statt. Anders als früher steht heute traditionell ein Vertreter des Militärs an der Spitze der Organisation.