starke Gewitter
Heftige Unwetter hielten Einsatzkräfte auf Trab

Am Donnerstagabend zogen abermals heftige Gewitter über Teile der Schweiz. Dabei kam es teilweise zu Überschwemmungen und Erdrutsche. Besonders betroffen waren die Kantone Bern und Aargau sowie der nördliche Teil des Kantons Luzern.

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In Langnau bei Reiden, im Norden des Kantons Luzern, trat der Dorfbach über Ufer.

In Langnau bei Reiden, im Norden des Kantons Luzern, trat der Dorfbach über Ufer.

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Am Donnerstag schüttete es wieder vielerorts wie aus Kübeln. Zu den am stärksten betroffenen Gebieten zählte der Kanton Bern. Entsprechend oft klingelte der Notruf bei den Einsatzkräften.

Zwischen 15 Uhr und Mitternacht gingen bei der Kantonspolizei 250 Meldungen ein. Zwischen 17.30 und 20 Uhr kamen die Meldungen gar im Minutentakt, wie die Kantonspolizei auf Twitter mitteilt. Wassereinbrüche, Überschwemmungen und verschüttete Strassen wurden dabei vor allem aus dem Emmental, Berner Oberland und Oberaargau gemeldet.

Alleine in der Gemeinde Huttwil im Oberaargau registrierte der Wetterdienst MeteoNews am Donnerstagabend einen Tageswert von über 70 Millimeter Niederschlag:

Aufgrund von Erdrutschen kam es auch zu Störungen im Bahnverkehr zwischen Spiez, Interlaken und Brienz. Laut Angaben von SBB muss mit Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden. Die Dauer der Einschränkungen sei noch unbekannt.

Auch im Aargau hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun: Über 180 Feuerwehreinsätze zählte die Kantonspolizei Aargau. Dabei handelte es sich mehrheitlich um Wassereinbrüche in Kellern oder überflutete Strassen, wie die Polizei mitteilt. Das Untergeschoss des Bahnhofs Aarau war dabei zeitweise überflutet. Die Nationalrätin und Aargauer SP-Präsidentin Gabriela Suter postete am Donnerstagabend ein Bild auf Twitter, auf dem zu sehen ist, wie die Bahnhofsunterführung und der Eingang zur dortigen Coop-Filiale zentimetertief unter Wasser stehen.

In Luzern setzten die Unwetter vor allem den Gemeinden im nördlichen Teil des Kantons zu. Insgesamt gingen bei der Luzerner Polizei über 190 Meldungen ein, wie es in einer Mitteilung von Donnerstagabend heisst. Auch hier kam es hauptsächlich zu überschwemmten Strassen, Unterführungen und Wassereinbrüchen in Häuser. (dpo)