Sie erleichterten Zürcher um 500'000 Franken: Cyberkriminelle in den Niederlanden festgenommen

In einer international koordinierten Aktion gelang es der Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft Zürich, zwei Cyberkriminelle ausfindig zu machen. Mit Real-Time-Phishing hatten die beiden 500'000 Franken gestohlen.

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Die mutmasslichen Täter operierten von Amsterdam aus.

Die mutmasslichen Täter operierten von Amsterdam aus.

Erwin Wodicka

(wap) Die mutmasslichen Täter sollen ihr Unwesen vom März 2019 bis heute getrieben haben, melden die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft Zürich am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung. Mit Spam-Mails hätten sie ihre Opfer auf eine komplett gefälschte Einstiegsseite eines Online-Banking-Portals gelockt. Die Zugangsdaten der Opfer wurden sofort abgegriffen und Zahlungen auf Konten von sogenannten Money-Mules ausgelöst. Die Deliktsumme beträgt rund 500'000 Franken.

Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen, die international koordiniert wurden, konnten nun in den Niederlanden zwei Verdächtige festgenommen worden. Sämtliche Datenträger seien in Amsterdam sichergestellt und würden nun auf dem Weg der internationalen Rechtshilfe in die Schweiz übermittelt, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich will nun beim Bundesamt für Justiz beantragen, die Auslieferung der Täter in die Wege zu leiten.

Der Erfolg der Fahndungsaktion basiert gemäss der Mitteilung auf der engen Zusammenarbeit von Kantonspolizei und Staatsanwaltschaft einerseits und der Unterstützung durch die niederländischen Behörden andererseits. Auch Onlinebanking-Spezialisten verschiedener Schweizer Banken hätten mitgeholfen.

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