seltene art
Alte Fischsorte neu entdeckt: Die «Nase» ist zurück im Zürichsee

Früher kam die «Nase» in Schweizer Gewässern massenhaft vor. Inzwischen ist sie nur noch äusserst selten anzutreffen. Doch nun sind erste Exemplare im Zürichsee wieder ins Netz gegangen.

Drucken
Teilen
Chondrostoma nasus: Der einst in Schweizer Gewässern weit verbreitete Fisch «Nase» ist heute vom Aussterben bedroht.

Chondrostoma nasus: Der einst in Schweizer Gewässern weit verbreitete Fisch «Nase» ist heute vom Aussterben bedroht.

WFN

(wap) Diesen Winter wurden im Zürichsee erstmals wieder vereinzelt Exemplare der «Nase» gefunden - eine Fischart, die in der Schweiz heute als sehr selten gilt. Wie die Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee am Montag mitteilte, soll nun herausgefunden werden, auf welchem Weg die seltenen Fische in den Zürichsee gelangten.

In der Limmat habe der Nasenbestand dank Fördermassnahmen in den letzten Jahren zwar wieder zugenommen. Im Rahmen des Hochwasserschutzprojekt Linth 2000 sei ausserdem der Linthkanal so aufgewertet worden, dass er wieder als Laichgrund für «Nasen» infrage komme. Das Fischereikonkordat will jedoch nun mit genetischen Untersuchungen herausfinden, ob die «Nasen» im Zürichsee aus der Limmat oder der Linth eingewandert sind.

Früher war die «Nase» im Mittelland einer der häufigsten Fische, der «Nasenzug» mit hunderten Fischen dieser Art ein bekanntes Phänomen. Die Nase laicht in Mittellandflüssen auf Kiesgründen. Diese Lebensräume fielen aber vielerorts Gewässerkorrektionen zum Opfer.