Raubtier
Wolf reisst in Elm sechs Schafe und verletzt zwei weitere Tiere

In der Nacht auf Samstag gab es in Elm (GL) einen Wolfsangriff auf Schafe. Dabei wurden sechs Tiere getötet und zwei verletzt. Fünf weitere Schafe werden noch vermisst. In Urnäsch AR wurde eine Ziege gerissen.

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Trotz Schutzmassnahmen reissen Wölfe in der Schweiz immer wieder Nutztiere. Zuletzt in Elm und Urnäsch. (Symbolbild)

Trotz Schutzmassnahmen reissen Wölfe in der Schweiz immer wieder Nutztiere. Zuletzt in Elm und Urnäsch. (Symbolbild)

Keystone

Die Schafe in Elm befanden sich beim Angriff auf einer eingezäunten Weide, teilte der Kanton Glarus am Montag mit. Die verbleibende Schafherde werde nun zurück in den Heimbetrieb gebracht. Noch ist unklar, ob der Angriff von einem Einzeltier oder durch ein vermutetes Rudel im Sernftal erfolgte. Gemäss Mitteilung werden nun die Möglichkeiten für einen Abschuss geprüft.

In der gleichen Nacht riss ein Wolf in Urnäsch (AR) eine Ziege. Das Tier sei nicht durch Herdenschutzmassnahmen geschützt gewesen, teilte der Kanton Appenzell Ausserrhoden ebenfalls am Montag mit. Im Sommer gab es im Toggenburg bereits mehrere Wolfsrisse. Nun wird mittels DNA-Analyse geprüft, ob es sich um das gleiche Tier handelt.

Die Thematik rund um den Wolf bleibt damit aktuell. Die Nachrichten über gerissene Tiere reissen nicht ab. So hat der Kanton Graubünden bereits im Juli angekündigt, einen Einzelwolf abschiessen zu wollen. Im Wallis erlegte Anfang August ein Wildhüter einen Wolf, weil er Schafe getötet hatte. Nun soll es auch Jungwölfen an den Kragen gehen. (abi)

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