Unwetter in der Zentralschweiz
Zwei Lager evakuiert und in Zivilschutzanlage untergebracht

Wegen heftiger Unwetter mussten in der Nacht auf Sonntag in den Kantonen Nidwalden und Schwyz zwei Ferienlager evakuiert werden, in Wolfenschiessen rund ein Dutzend Einwohner.

Peter Walthard
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Schwere Unwetter in Nidwalden: Strassen gesperrt, dutzende Personen evakuiert

Silja Hänggi/Video Unit

Am Samstagabend suchten heftige Unwetter die Zentralschweiz heim. In Oberrickenbach im Kanton Nidwalden musste ein Pfadilager mit 44 Personen evakuiert werden, wie die Kantonspolizei Nidwalden am Sonntagmorgen meldete. Die Personen seien in einer Zivilschutzanlage untergebracht worden. Auch die Kantonspolizei Schwyz meldete am Sonntag, dass in Steinerberg ein Jungwachtlager evakuiert und die Teilnehmer in eine Zivilschutzanlage gebracht worden seien.

Besonders schwer getroffen wurde das Engelbergertal. In Wolfenschiessen musste rund ein Dutzend Einwohner ihre Wohnungen verlassen und in der Zivilschutzanlage übernachten. Die Kantonsstrasse in Richtung Engelberg wurde vom über die Ufer getretenen Eltschenbach verschüttet. Die Ablagerungen sein zwei bis drei Meter hoch, sagte der Chef Gemeindeführungsstab Wolfenschiessen, Christof Näpflin, am Sonntag gegenüber Radio SRF 1.

In Wolfenschiessen wurde die Kantonsstrasse teilweise zwei bis drei Meter hoch verschüttet.

In Wolfenschiessen wurde die Kantonsstrasse teilweise zwei bis drei Meter hoch verschüttet.

BRK News

Sämtliche Verkehrsverbindungen nach Engelberg waren bis Sonntagmorgen unterbrochen. Seit 09.00 Uhr ist die Strasse nach Engelberg laut Kantonspolizei wieder befahrbar, allerdings mit Einschränkungen. So werde der Verkehr über eine Umleitung geführt und nur Fahrzeuge mit einem Gewicht bis 3,5 Tonnen zugelassen. Der Bahnverkehr bleibe den ganzen Tag unterbrochen, so die Kantonspolizei.

Ebenfalls geräumt worden ist in der Zwischenzeit die Strasse nach Oberrickenbach. Es ist aber weiter mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. In der Region wurden wegen Rutschungen ausserdem mehrere Wanderwege unpassierbar.

Video: PilatusToday