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60 Jahre Amnesty: «Wir sind kein bisschen leise»

Amnesty International feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Die Menschenrechtsorganisation gelobt sich weiterhin entschieden für verfolgte Menschen weltweit und die Wahrung ihrer Grundrechte einzusetzen.

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Aktivisten von Amnesty bei einer Aktion am 3. Februar 2017 in Bern.

Aktivisten von Amnesty bei einer Aktion am 3. Februar 2017 in Bern.

Keystone

Vor 60 Jahren veröffentlichte der britische Rechtsanwalt Peter Benenson einen Artikel in der britischen Zeitung «The Observer». Der Artikel und die daraus resultierende Briefaktion für politische Gefangene gilt laut eigenen Angaben als Geburtsstunde von Amnesty International.

Sechs Jahrzehnte nach der Gründung steht die Menschenrechtsorganisation vor nie dagewesenen Herausforderungen, wie sie in einer Mitteilung am Samstag schreibt. «Wir sehen uns nationalistischen und populistischen Kampagnen gegenüber, die Menschen ausgrenzen und ihre Gleichheit in Frage stellen», lässt sich Amnesty-Generalsekretärin Agnès Callamard zitieren.

Doch Amnesty gibt sich kämpferisch. «Auch nach 60 Jahren sind wir kein bisschen leise. Wir setzen uns kompromisslos für diejenigen Menschen ein, die wegen ihrer Meinung, ihrer Herkunft oder ihres Geschlechts verfolgt und bedroht werden – wie jetzt in Afghanistan», lässt sich Alexandra Karle, Geschäftsleiterin der Schweizer Sektion von Amnesty, zitieren. Darüber hinaus werde der Einsatz für den Schutz der Meinungs- und Versammlungsfreiheit für Menschen weltweit eine der vordringlichen Aufgaben der NGO bleiben. (dpo)

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