Kriminalität
Gesprengter Bankomat in der Ostschweiz: Nun wird die Bundesanwaltschaft aktiv

Erstmals reicht die Bundesanwaltschaft eine Anklage wegen eines gesprengten Bankomaten in der Schweiz ein. Der beschuldigte 30-jährige Rumäne soll dadurch knapp 130'000 Franken erbeutet haben.

Drucken
Teilen
Die Sprengung verursachte massive Schäden an dem Gebäude.

Die Sprengung verursachte massive Schäden an dem Gebäude.

Kapo SG

Die Bundesanwaltschaft (BA) wirft dem Mann Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht, qualifizierter Diebstahl und qualifizierte Sachbeschädigung vor. Es ist das erste Mal, dass die BA eine Anklage einreicht, wie sie am Donnerstag bekannt gab. Derzeit führt sie Strafverfahren zu rund 30 Fällen von Bankomatensprengungen in der Schweiz. Sie ist immer dann zuständig, wenn bei Angriffen auf Bankomaten Sprengstoff zum Einsatz gelangt.

Gemäss Anklage soll der Mann im Dezember 2019 einen Bankomaten in Sevelen SG gesprengt und Bargeld in der Höhe von 126'600 Franken entwendet haben. An der betroffenen Liegenschaften entstand ein Sachschaden von rund 100'000 Franken.

Mit dem Zünden des Sprengstoffes an einem Bankomaten an der Aussenfassade eines Wohn- und Geschäftshauses habe der Beschuldigte Verletzungen von Personen und Schäden an fremdem Eigentum «zumindest billigend in Kauf» genommen und dabei «wissentlich und willentlich in verbrecherischer Absicht» gehandelt, schreibt die BA weiter. (rwa)

Aktuelle Nachrichten