Huttwil
Corona-Test-Truck: Verdächtiger Gegenstand löst Grosseinsatz aus

An einem geplanten Standort für einen Corona-Test-Truck in Huttwil BE wurde ein Rucksack mit angehefteter Drohung entdeckt. Die Polizei rückte mit einem Grossaufgebot aus.

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Die Kantonspolizei Bern stand wegen eines verdächtigen Rucksacks im Einsatz.

Die Kantonspolizei Bern stand wegen eines verdächtigen Rucksacks im Einsatz.

Symbolbild: Keystone

(abi) Der Rucksack wurde am Samstagmorgen um etwa 6 Uhr auf einem Parkplatz in Huttwil gefunden, wie die Berner Kantonspolizei mitteilte. Ursprünglich war geplant gewesen, dass der mobile Covid-19-Test-Truck des Kantons Bern gleichentags dort seinen Betrieb aufgenommen hätte. Die Polizei sperrte das Gebiet grossräumig ab. Später stellte sich heraus, dass der Inhalt des Rucksacks ungefährlich war, wie es weiter heisst. Das Testmobil konnte seinen Betrieb an einem anderen Standort in Huttwil aufnehmen.

Wie die Polizei weiter mitteilt, seien seit Anfang der Woche mehrere Meldungen zu verdächtigen Briefen eingegangen. Diese waren an verschiedene Behörden und Institutionen in der Region Bern adressiert. Die Briefe enthielten pulverartige, zunächst unbekannte Substanzen, die sich später als ungefährlich herausgestellt haben. Derzeit bestehen keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem Fall in Huttwil, wie es weiter heisst.

Die Kantonspolizei Bern hat die Ermittlungen aufgenommen, Strafverfahren werden eröffnet. Sie warnt zudem: Urhebern von Drohnungen und solcher Briefe oder anderen ähnlichen Postsendungen, die eine potenzielle Gefahr suggerieren wollen, drohen neben strafrechtlichen Konsequenzen auch hohe Kosten. «Die Kantonspolizei Bern nimmt solche Ereignisse immer ernst und sämtliche Einsatzkräfte gehen solange von einer Gefahr oder einer Gefährdung von Menschenleben aus, bis das Gegenteil gesichert ist oder die Gefahr abgewehrt ist.»