MeteoSchweiz
Neues Hitzewarnkonzept berücksichtigt auch Nachttemperaturen

MeteoSchweiz hat ihre Hitzewarnungen neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst. So werden neuerdings etwa auch die Nachttemperaturen in die Prognosen einfliessen.

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Altersheim in Hitzewelle: Das neue Warnsystem von MeteoSchweiz orientiert sich am Zusammenhang von Temperaturen und Sterblichkeit.

Altersheim in Hitzewelle: Das neue Warnsystem von MeteoSchweiz orientiert sich am Zusammenhang von Temperaturen und Sterblichkeit.

Keystone

In Zukunft dürften Hitzewellen in der Schweiz häufiger auftreten, länger dauern und intensiver ausfallen. Entsprechend wichtig sei eine adäquate Warnung der Bevölkerung, schreibt Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) in einer Mitteilung vom Montag. Die Hitzewarnungen seien deshalb dem neusten Stand der Wissenschaft angepasst worden. Dieser zeige, dass für die gesundheitliche Belastung des Körpers nicht nur die Temperaturspitzen am Tag ausschlaggebend seien. Ebenso bedeutsam sei die Nachttemperatur. Kühlt es nachts nicht richtig ab, kann sich der Körper nicht genügend erholen. So könnten sich auch kurze Hitzeperioden negativ auf die Gesundheit auswirken, warnt MeteoSchweiz.

Das neue Warnsystem beruht deshalb auf den prognostizierten Tagesdurchschnittstemperaturen. Das heisst, auch die Nachttemperatur fliesst neu in die Bewertung ein. Dabei wird berechnet, wie sich die Hitze auf die Sterblichkeit in der Bevölkerung auswirkt. Ab sofort wird die Warnstufe 2 zudem neu auch bei kurzen Hitzeperioden bis zwei Tagen mit einer Tagesmitteltemperatur von über 27 Grad ausgegeben werden. Die Warnstufen 3 und 4, die auch an die kantonalen Behörden gemeldet werden, gelten ab einer Dauer von mindestens drei Tagen.

Bisher kannte das Schweizer Hitzewarnkonzept nur zwei Gefahrenstufen. Eingeführt worden sind die Hitzewarnungen 2005. Das neue Konzept gilt ab morgen Dienstag. Die Hitzewarnungen können als Push-Mitteilungen über die App MeteoSwiss abonniert werden. (wap)