Grenze
Zweiter Fall von Vogelgrippe in Bodenseeregion nachgewiesen

Bei einer Krähe im deutschen Radolfzell wurde das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen. Es handelt sich um den zweiten Fall nahe der Schweizer Grenze. Der Bund ordnet Massnahmen für Geflügelhalter an.

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Das Vogelgrippe-Virus wurde bei einer Krähe festgestellt. Bislang gibt es keine Hinweise für eine Übertragbarkeit auf Menschen. (Symbolbild)

Das Vogelgrippe-Virus wurde bei einer Krähe festgestellt. Bislang gibt es keine Hinweise für eine Übertragbarkeit auf Menschen. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) In den Kontrollgebieten rund um den Bodensee müssen Geflügelhalter dafür sorgen, dass die Tiere nur in solchen Stallungen gefüttert und getränkt werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind. Zudem müssen die Auslaufflächen mit Netze abgedeckt werden, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Freitag mitteilte.

Diese und weitere Vorschriften gelten vorläufig bis Mitte März für die Gebiete rund um den Bodensee sowie entlang des Rheins. Das BLV mahnt die Geflügelhalter den Gesundheitszustand ihrer Tiere genau zu beobachten. Personen, die auf Kadaver von Wildvögeln stossen, sollen diese nicht berühren und den Fund der Polizei oder der Wildhut melden, heisst es.

Bislang gibt es laut dem BLV keine Hinweise für eine Übertragbarkeit des Virus auf den Menschen. Zudem hält das Bundesamt eine schweizweite Ausbreitung für unwahrscheinlich. Die Wildwasservögel, die in der Schweiz überwintern, seien in ihren Winterquartieren angekommen und blieben stationär. Das BLV hatte bereits vergangene Woche einen Vogelgrippe-Fall in der Bodenseeregion bei einem toten Schwan gemeldet.