Gesundheitswesen: Migrantinnen brauchen mehr niederschwellige Angebote

Die Universität Bern hat untersucht, wie gut der Zugang von Migrantinnen zum Schweizer Gesundheitssystem ist. Die Gruppe sei unterversorgt, kommt die Studie zum Schluss.

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Migrantinnen gehen seltener zur Früherkennung.

Migrantinnen gehen seltener zur Früherkennung.

Hannes Thalmann

(wap) Migrantinnen gehen seltener zur Früherkennung als andere Bevölkerungsgruppen, und sie leiden häufiger an chronischen Krankheiten. In einer internationalen Studie untersuchte die Universität Bern, wie Migrantinnen das Schweizer Gesundheitssystem erleben und wie es verbessert werden könnte. Beteiligt waren auch die Universitäten Genf, Tübingen und Istanbul. Am Montag publizierte die Uni Bern die Resultate, zusammen mit zehn Handlungsempfehlungen.

Demnach hapert es bei der Information. Für neu in der Schweiz angekommene chronisch kranke Frauen sei die Informationslage ungenügend. Hier brauche es niederschwellige Informationsangebote in Gemeinden und Quartieren. Weiter empfiehlt die Studie Selbsthilfegruppen und ein sozial- und gesundheitsförderliches Umfeld auf Quartierebene sowie mehr Weiterbildungen beim Gesundheitspersonal.