Fluchtversuch
Polizistin überfahren: 20-Jähriger wegen versuchtem Mord angeklagt

Er hat eine Strassensperre durchbrochen und eine Polizistin lebensgefährlich verletzt. Nun sind die Ermittlungen gegen den Täter abgeschlossen.

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Die Kantonspolizei Zürich konnte den Mann nach einer Verfolgungsjagd schliesslich verhaften.

Die Kantonspolizei Zürich konnte den Mann nach einer Verfolgungsjagd schliesslich verhaften.

Keystone

Plötzlich gab er doch noch Gas: Im Oktober 2019 wollte sich ein damals 20-jähriger Schweizer nicht von der Polizei kontrollieren lassen. Diese hatte eine Strassensperre errichtet, da sie den Mann suchte. Er hatte das Auto, in dem er sass, wenige Stunden zuvor geklaut. Beim Durchbrechen der Strassensperre rammte er eine 39-jährige Polizistin. Die Frau wurde mehrere Meter durch die Luft geschleudert und verletzte sich dabei lebensgefährlich. Auch dieser Unfall bewegte den Mann nicht zum Halten: Er fuhr einfach weiter.

Lange blieb er aber nicht auf freiem Bleifuss. Die Kantonspolizei verhaftete den Mann kurze Zeit später in Hofstetten nach einer Verfolgungsjagd. Seither sitzt der Mann in Haft. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Untersuchung abgeschlossen und Anklage gegen den Mann erhoben, wie sie in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Und zwar wegen versuchtem Mord und verschiedener weiterer Delikte. So wird dem Mann auch zur Last gelegt, dass er diverse gröbere Verkehrsdelikte in der Zeit zwischen Diebstahl und Verhaftung begangen haben soll. Welches Strafmass dem Mann droht, wird an der Verhandlung bekannt. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. (mg)