Fiese masche
4,5 Millionen Franken: Die grosse Liebe vorgespielt und grosse Summen ergaunert

Mit Schmetterlingen im Bauch investierte eine vermögende Dame in eine Firma. Das Geld wanderte aber in die Taschen des Besitzers und eines Helfers. Nun wurde Anklage erhoben.

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Die beiden Beschuldigten sind gegenüber den Solothurner Strafverfolgungsbehörden nicht geständig. (Symbolbild)

Die beiden Beschuldigten sind gegenüber den Solothurner Strafverfolgungsbehörden nicht geständig. (Symbolbild)

Keystone

(mg) Liebe macht bekanntlich blind. Und teilweise auch etwas ärmer: 4,5 Millionen Franken hat eine vermögende Frau in die Firma eines Schweizers investiert. Dieser habe das Geld aber unmittelbar nach Eingang auf andere Konten weitergeleitet. Damit er es für sich, einen weiteren Beschuldigten und für Dritte verwenden konnte, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn am Donnerstag mitteilte. Konkret soll ein heute 36-jähriger Schweizer im Frühjahr 2012 Kontakt zu der Frau aufgenommen und ihr die grosse Liebe vorgespielt haben. Die Frau fiel darauf rein.

In der Folge hat sich der mutmassliche Liebesgauner zusammen mit dem weiteren Beschuldigten das Vertrauen erschlichen und die Dame davon überzeugt, dass sie in die Firma des zweiten Verdächtigen – ein heute 42-jähriger Schweizer – investieren soll. Dabei sollen die beiden Beschuldigten die Geschädigte «arglistig über den tatsächlichen Wert einer Aktie, über die Zukunftsaussichten des betroffenen Unternehmens sowie über den Verwendungszweck des Kaufpreises getäuscht haben». Das wirkte bei der Frau: Insgesamt 4,5 Millionen hat sie «investiert».

3,3 Millionen Franken konnten die Strafverfolgungsbehörden mittlerweile sicherstellen. Gegen die beiden Beschuldigten wurde Anklage wegen mehrfachen Betrugs und weiterer Delikte erhoben. Für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Sie sind nicht geständig.