Ferien
Selbstfahrendes Mini-Postauto bringt in Ferienort das Gepäck ins Hotel

Was ist gelb, klein und kurvt durch Saas-Fee? Robi! Mit diesem neuen Service wollen Post, Gemeinde und Tourismusorganisation die autofreie Gemeinde noch autofreier machen.

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Auch die Skis finden auf Robi ihren Platz.

Auch die Skis finden auf Robi ihren Platz.

Saastal Tourismus

Robi. Auf diesen nicht sonderlich originellen Namen haben die Verantwortlichen bei der Post, der Gemeinde Saas-Fee und Saastal Tourismus ihre neuste Errungenschaft getauft. Robi steht für Roboter. Also genauer ist Robi ein Gepäckroboter. Robi kommt dann zum Einsatz, wenn die Reisenden mit Sack und Pack am Bahnhof oder der öV-Haltestelle stehen und zu ihrer Unterkunft – oder natürlich umgekehrt– müssen.

Robi übernimmt dann die Rolle des Lastesels. Bepackt mit Koffern, Ski und Einkäufen folgt er seinen Kundinnen und Kunden auf Schritt und Tritt. Laut Mitteilung von Postauto vom Freitag ist Robi «intelligent»und «selbstfahrend». Er solle dabei helfen «den Gästekomfort zu erhöhen» und «gleichzeitig den Verkehr mit Elektrofahrzeugen im Dorf zu reduzieren». Saas-Fee, wo Robi seine Dienste leisten wird, ist eine autofreie Gemeinde. Heute erfolgt der Gepäcktransport deshalb meist von Hand oder per allerlei Minifahrzeugen.

In der Testphase fährt Robi gratis

Die Testphase von Robi läuft bereits. Diese dauert noch bis am 10. November. Dabei bekommen die Robi-Belader noch eine weitere Begleitperson. Diese «diene der Sicherheit», wie es in der Mitteilung heisst. Nach der Pilotphase soll dann in der kommenden Sommersaison keine Begleitung mehr nötig sein. Robi würde dann von «einem Teleoperateur aus der Ferne überwacht». Bis dahin solle auch «an der Technik und am Businessmodell gefeilt» werden.

Bisher gründet das «Businessmodell» von Robi auch auf Bundesgelder. Er kommt in den Genuss von Unterstützung aus Innotour, dem Tourismusförderungs-Instrument des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Auch daher ist der Service Robi in der Pilotphase kostenlos. Sollte er sich in Saas-Fee bewähren, ist auch eine Expansion in der ganzen Schweiz denkbar. Dann wäre ein Einsatz von Brüdern und Schwestern von Robi auch in Städten möglich und würden etwa beim Transport von Einkäufen helfen. (mg)

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