Fahrrad-Boom
Steigende Tendenz bei Velounfällen und weiterhin tiefe Helmtragequote

Rund 21'000 Velounfälle zählen die Versicherer in der Schweiz jährlich. Bei den Unfällen ist immer häufiger Alkohol im Spiel. Dies kann weitreichende Konsequenzen mit sich ziehen.

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Die Versicherer beobachten eine steigende Tendenz bei den Velounfällen in der Schweiz. Zudem ist immer häufiger Alkohol im Spiel. (Symbolbild)

Die Versicherer beobachten eine steigende Tendenz bei den Velounfällen in der Schweiz. Zudem ist immer häufiger Alkohol im Spiel. (Symbolbild)

Keystone

Die Schweiz erlebt zurzeit einen Veloboom. In der Coronapandemie ist die Nachfrage nach den Zweirädern stark angestiegen. Dementsprechend häufen sich auch die Velounfälle. Aktuell zählen die Versicherer jährlich rund 21'000. Die Tendenz sei steigend, heisst es dazu in einer Mitteilung der Suva vom Mittwoch.

Bei 50 Prozent der polizeilich erfassten Velounfälle sind Velolenkende Hauptverursachende des Unfalls. Das zeigt die aktuellste Auswertung der Strassenverkehrsunfall-Statistik des Bundesamtes für Strassen. 6,5 Prozent dieser Unfälle ereignen sich zudem unter Alkoholeinfluss. Was viele nicht wissen: Auch auf dem Fahrrad darf der Wert von 0,5 Promille im Blut nicht überschritten werden. Ansonsten drohen ebenfalls Führerausweisentzug, strafrechtliche Konsequenzen und Leistungskürzungen der Versicherung.

Passend zum Thema Sicherheit auf dem Velo hat der TCS am Mittwoch auch die Resultate zu Tests der 14 meistverkauften Velohelme in der Schweiz publiziert. Alle Helme konnten in der Gesamtwertung laut Mitteilung mindestens ein «empfehlenswertes» Resultat erzielen. Damit ein Helm seine Wirkung überhaupt erst entfalten kann, müsse dieser aber getragen werden, heisst es weiter. Die Tragequote liegt laut TCS derzeit aber nur gerade bei etwas über 50 Prozent. (gav)