Drohende Einstellung wegen Corona: Jetzt ist der «Frutigländer» doch noch gesichert

Die Regionalzeitung «Frutigländer» kann weiterhin publiziert werden, obwohl die Schliessung aufgrund der Folgen der Coronakrise bereits angekündigt war.

Merken
Drucken
Teilen
Der «Frutigländer »wird weiter bestehen.

Der «Frutigländer »wird weiter bestehen.

Mark Pollmeier

(agl) Der «Frutigländer» wird mit dem «Frutiger Anzeiger» auch nach dem 30. Juni weiter erscheinen, mit leicht geändertem Erscheinungsbild und neuem Konzept. Nachdem am 29. Mai die Einstellung der Regionalzeitung verkündet wurde, sei die Betroffenheit in der Bevölkerung gross gewesen, heisst es auf der Website des «Frutigländers». Die Einwohnergemeinde Frutigen (BE) habe daraufhin ein Treffen mit allen Frutigländer Gemeinden einberufen und eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

Eine Lösung habe sich schliesslich mit den Verlegern Frank und Richard Müller gefunden, die unter anderem den «Anzeiger von Saanen» herausgeben und den «Frutigländer» vor 15 Jahren mit ins Leben gerufen haben. Ab sofort wird Richard Müller als Verleger die Arbeit aufnehmen, schreibt die Zeitung weiter, und ein neues, wirtschaftlich tragbares Konzept für den «Frutigländer» entwickeln.

Die Zeitung wäre die erste in der Deutschschweiz gewesen, die wegen der Coronakrise eingestellt worden wäre. In der Westschweiz sind bereits «Micro» und «le Régional» der Krise zum Opfer gefallen.