Das Jahr in einem Wort
«Impfdurchbruch» Wort des Jahres 2021 – auf Platz 3 folgt «entfreunden»

Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften hat das Wort des Jahres 2021 erkoren. Es heisst «Impfdurchbruch». Auf Platz zwei und drei folgen «Starkregen» und «entfreunden».

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Als der Durchbruch nahe schien: Zivilschutzangehörige beim Transport des Pfizer/Biontech-Vakzins im Januar 2021.

Als der Durchbruch nahe schien: Zivilschutzangehörige beim Transport des Pfizer/Biontech-Vakzins im Januar 2021.

«Impfdurchbruch» ist in der Deutschschweiz Wort des Jahres 2021. «Die Impfung sollte den Durchbruch bei der Pandemie bringen und die Normalität wieder herstellen» , so die Begründung der Jury. Doch dann habe sich das Virus nicht einfach wegimpfen lassen, sondern sei in Form von Varianten und Impfdurchbrüchen wieder aufgetaucht. Die Reaktion darauf sei unterschiedlich: «Bei vielen beginnt Wut auszubrechen, einigen bricht der Boden unter den Füssen weg und sie geraten in eine Depression, während andere auf den Befreiungsschlag durch den Booster hoffen, der endlich den ersehnten Durchbruch bringen soll.»

Auf Platz drei – nach «Starkregen» – rangiert «entfreunden». Auch es steht für die Pandemie: «Plötzlich taten sich unüberwindbare Gräben auf zwischen Impfwilligen und Impfverweigerern», schreibt die Jury. Das italienische Wort des Jahres reflektiert ebenfalls das grosse Thema des Jahres: «Certificato».

In der Romandie ist das Wort des Jahres «iel», ein neu erfundenes genderneutrales Pronomen. Das Wort des Jahres wird seit 2017 von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) bestimmt. Aus einer Datenbank bestimmen Linguisten jeweils 300 Wörter aus, die im medialen Diskurs häufiger oder in einem anderen Sinn verwendet wurden als zuvor. Eine Jury wählt daraus ein Wort aus, um aufzuzeigen, für welche gesellschaftlichen Veränderungen es steht. (wap)