Dargebotene Hand: Corona-Krise gefährdet die psychische Gesundheit

Das Corona-Virus und die Beschränkung des sozialen Lebens rufen bei vielen Menschen Ängste und Sorgen hervor. Die Telefonseelsorge Dargebotene Hand will deshalb ihre Kapazitäten ausbauen.

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Die Freiwilligen der «Dargebotenen Hand» haben sich bereit erklärt, die Zahl der Schichten um 17 Prozent zu erhöhen.

Die Freiwilligen der «Dargebotenen Hand» haben sich bereit erklärt, die Zahl der Schichten um 17 Prozent zu erhöhen.

Reto Martin

Über 1700 Personen haben in den letzten zwei Wochen die Nummer 143 angerufen, um über das Corona-Virus zu sprechen, schreibt die Telefonseelsorge Dargebotene Hand am Freitag in einer Mitteilung. Im Schnitt führt sie täglich 500 Gespräche. Jedes Fünfte davon dreht sich um das Virus.

Personen, die durch die Corona-Krise ihr Einkommen und ihre Struktur verloren haben, aber auch ältere Menschen, die ihre Sozialkontakte nicht mehr wahrnehmen können, würden sich bei der Dargebotenen Hand melden. Diese will deshalb in den nächsten Wochen ihre Kapazitäten ausbauen. «Da viele der bei ‹Tel 143› tätigen Freiwilligen zurzeit aufs Hüten von Enkeln und auf soziale und kulturelle Aktivitäten verzichten müssen, besteht die Bereitschaft, die Zahl der Schichten um bis zu 17 Prozent zu erhöhen», heisst es weiter.