Chancy GE
Zwei 20-jährige Raver auf Drogen aus reissender Rhone gerettet

Im Kanton Genf wollten zwei Partygänger auf Drogen die Rhone durchqueren, um an einen Rave zu kommen. Sie wurden vom Fluss mitgerissen und mussten gerettet werden.

Lea Durrer
Drucken
Teilen
Mit Booten konnten die beiden Raver schlussendlich gerettet werden.

Mit Booten konnten die beiden Raver schlussendlich gerettet werden.

SIS

Am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr läutete das Telefon bei der Genfer Alarmzentrale: Laut Teilnehmern eines Raves würden zwei andere in Schwierigkeiten stecken – und zwar in der Rhone.

Eine 20-jährige Frau und ein Mann im gleichen Alter hatten versucht, den durch die Regenfälle stark angeschwollenen Fluss zu durchschwimmen, berichtet «20 Minutes». Die Rhone führte zu diesem Zeitpunkt um die 850 Kubikmeter Wasser; die beiden Schwimmer wurden mitgerissen.

Die Rettungskräfte aus dem Kanton Genf zogen ihre französischen Kollegen hinzu, weil nicht klar war, wo sich die Personen befanden. Feuerwehr, Polizei, Rettungsflugwacht, Boote, Taucher und Suchhunde standen im Einsatz. Total waren es 45 Retter.

Die Frau wurde um 8.30 Uhr vom Helikopter aus entdeckt. Und zwar rund einen Kilometer unterhalb der Stelle, wo sie und der andere Raver ins Wasser gegangen waren. Offenbar konnte sie das Ufer erreichen, von dort aber nicht wieder weg. Sie wurde mit einer leichten Unterkühlung – das Wasser war knappe 17 Grad warm – in ein Polizeiboot geholt und anschliessend ins Spital gebracht.

Ihr Kollege wurde 15 Minuten später aufgespürt und ebenfalls gerettet. Laut «20Minutes» litt er unter starker Hypothermie. Er befand sich in lebensbedrohlichem Zustand. Beide Raver sollen unter psychedelischen Drogen gestanden haben.