Sucht schweiz
Alkohol in Schwangerschaft schädigt jährlich 1700 Neugeborene

Zum Welttag des alkoholgeschädigten Kindes ruft Sucht Schweiz dazu auf, die Schwangerschaft ohne Alkohol aktiv zu unterstützen. Pro Jahr seien mindestens 1700 Kinder hierzulande von einer Fetalen Alkoholspektrumstörung betroffen.

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Eins bis vier Prozent der Neugeborenen sind laut Sucht Schweiz vom Fetalen Alkoholspektrumstörung betroffen. (Symbolbild)

Eins bis vier Prozent der Neugeborenen sind laut Sucht Schweiz vom Fetalen Alkoholspektrumstörung betroffen. (Symbolbild)

Keystone

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist ein Gesundheitsrisiko für das ungeborene Kind. Aus wissenschaftlicher Sicht sei es nicht möglich, eine risikofreie Trinkmenge oder einen risikofreien Zeitraum in der Schwangerschaft zu bestimmen, bei dem Alkohol sicher keine negativen Auswirkungen hätte, schreibt Sucht Schweiz.

Deshalb ruft die Organisation zum Welttag des alkoholgeschädigten Kindes am Donnerstag dazu auf, die Schwangerschaft ohne Alkohol aktiv zu unterstützen. Nur so könnten Beeinträchtigungen beim Kind sicher vermieden werden, heisst es in einer Mitteilung.

Dabei sollten die Menschen im nahen Umfeld der schwangeren Frauen diese unterstützen. «Auch die Gesellschaft muss sich verantwortlich fühlen und sich fragen, welchen Stellenwert sie dem Alkohol einräumt», zitiert die Mitteilung Rachel Stauffer Babel, Projektleiterin bei Sucht Schweiz.

Bis zu vier Prozent der Neugeborenen ist beeinträchtigt

Sucht Schweiz startet eine Informationsoffensive zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft. Denn aktuell seien die Botschaften dazu nicht immer einheitlich oder breit bekannt. «Viele werdende Eltern sind verunsichert ob der zum Teil widersprüchlichen Hinweisen, mit denen sie konfrontiert sind», so Stauffer Babel.

Auf der neuen Website schwangerschaft-ohne-alkohol.ch wird für die Gesunheitsrisiken sensibilisert. Zudem finden werdende Eltern Tipps, wie sie alkoholfrei durch die Schwangerschaft gehen können. Frauen, denen es schwer fällt auf Alkohol zu verzichten, rät Sucht Schweiz über ihre Schwierigkeiten zu sprechen und Unterstützung zu suchen.

Die sogenannte Fetale Alkoholspektrumstörung ist gemäss der Hilfsorganisation die häufigste angeborene Behinderung. Schätzungen zufolge seien in der Schweiz eins bis vier Prozent der Neugeborenen davon betroffen. Das seien pro Jahr mindestens 1700 Kinder, möglicherweise sogar bis zu 4000 Kinder. Diese Kinder können Wachstumsstörungen, geistige Behinderungen und Gesichtsveränderungen haben.

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