Archäologen finden bei Ausgrabungen 2500 Jahre alten keltischen Ohrring aus Gold

Bei Ausgrabungen im Seeland ist ein keltischer Ohrring aus Gold entdeckt worden. Der Grabhügel im Seeland, wo das Schmuckstück lag, zeugt laut dem Kanton Bern von der hochentwickelten Kultur der Kelten.

Merken
Drucken
Teilen
Nach Jahrhunderten ans Licht gezerrt: Der goldige Ohrring von Kallnach.

Nach Jahrhunderten ans Licht gezerrt: Der goldige Ohrring von Kallnach.

HO

(dpo) Bevor im Challnechwald beim Dorf Kallnach im Seeland Kies abgebaut wird, untersuchte der Archäologische Dienst des Kantons Bern (ADB) mehrere keltische Grabhügel. Diese sogenannten Fürstengräber zeugten von der hoch entwickelten Kultur der Kelten vor über 2500 Jahren, teilte der ADB am Freitag mit. Die weithin sichtbaren Grabhügel seien in der frühen Eisenzeit, also etwa 800 bis 450 v. Chr., entstanden.

Die zum Teil ausgesprochen kunstvollen Beigaben in den Grabhügeln zeugten vom hohen sozialen Status der Bestatteten. Wie der ADB weiter mitteilt, war der Goldohrring von Kallnach Bestandteil der Tracht einer Person, die um 550 v. Chr. begraben wurde. Nach der Bergung sei der Fund in einem Labor freigelegt, konserviert und dokumentiert worden.

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern zeigt sich in einer Mitteilung zudem erfreut, dass er zu seinem 50-jährigen Bestehen ein derart kunstvolles Schmuckstück habe bergen können.