1. August
Feuerwerk im Ausland kaufen: Was erlaubt ist und was nicht

Wer Feuerwerk in die Schweiz einführen will, muss einiges beachten. Da vor dem 1. August traditionell viele Raketen und Böller über die Grenze kommen, macht die Zollverwaltung auf Bedingungen aufmerksam.

Alice Guldimann
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In den Tagen vor dem 1. August wird jeweils einiges an Feuerwerk in die Schweiz importiert. (Symbolbild)

In den Tagen vor dem 1. August wird jeweils einiges an Feuerwerk in die Schweiz importiert. (Symbolbild)

Keystone

In der Schweiz werden jährlich rund 1700 Tonnen pyrotechnische Gegenstände oder Feuerwerkskörper verbraucht. Laut der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) werden 90 Prozent der Feuerwerkskörper aus dem Ausland importiert. Grundsätzlich braucht man eine Bewilligung des Bundesamts für Polizei, wenn man Feuerwerk in importieren will. Eine Ausnahme gibt es für Privatpersonen, die weniger als 2,5 Kilogramm Feuerwerk zu Vergnügungszwecken gekauft haben.

Weil in den Tagen vor dem 1. August jeweils viel Feuerwerk eingeführt werde, erinnert die Zollverwaltung an die geltenden Bestimmungen. Feuerwerk, das auf dem Boden explodiert, darf demnach grundsätzlich nicht importiert werden. Dasselbe gilt für «Lady-Crackers», die länger als 22 Millimeter sind und/oder einen Durchmesser von mehr als 3 Millimetern haben. Im Zweifelsfall könne die Ware am Zoll zur Beurteilung vorgelegt werden, schreibt die EZV.

Bei unerlaubter Einfuhr droht Anzeige

Werden bei der Einfuhr verbotene Feuerwerkskörper festgestellt, werden diese beschlagnahmt. Eine Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz werde zudem zur Anzeige gebracht.

In der Schweiz verkaufen nicht mehr alle Detailhändler vor dem 1. August Feuerwerk. Verschiedene Migros-Genossenschaften verzichten bereits seit Jahren komplett darauf, darunter die Migros Aare sowie die Genossenschaften in den Regionen Ostschweiz, Luzern, Basel und Zürich. Weiterhin zu kaufen gibt es Feuerwerk unter anderem in einigen Coop-Filialen, bei Aldi Schweiz und in verschiedenen Baumärkten.

Stadt Bern verbietet Feuerwerk in der Altstadt

Feuerwerke zum 1. August und zu Silvester gerieten in den vergangenen Jahren unter anderem aufgrund der hohen Feinstaubbelastung vermehrt auch öffentlich in Kritik. Verschiedene Städte und Gemeinden haben die Knallerei darum bereits verboten oder eingeschränkt.

Diese Woche wird sodann auch in der Stadt Bern ein neues Feuerwerksreglement in Kraft treten. Dieses verbietet das Abbrennen von Feuerwerk in der Altstadt und auf den angrenzenden Brücken. Unter dem Motto «Es Füür chunnt tüür» will die Stadtregierung die Bevölkerung sensibilisieren, teilt sie am Montag mit. Auf dem kompletten Stadtgebiet verboten ist künftig auch das Aufsteigen lassen von Himmelslaternen.