Zwischenbilanz
Penalty-Fluch und Eigentor-Rekord: Diese Zahlen zur EM-Gruppenphase müssen Sie kennen

Kuriose Eigentore, verschossene Elfmeter, spektakuläre Tore, Rekorde. All das hat die EM-Gruppenphase geboten. Und in einem Statistikwert ist die Nati an der Spitze.

Gabriel Vilares
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Gareth Bale kann es nicht fassen: Der walisische Captain schiesst seinen Penalty gegen die Türkei übers Tor.

Gareth Bale kann es nicht fassen: Der walisische Captain schiesst seinen Penalty gegen die Türkei übers Tor.

Keystone

Was haben Gareth Bale, Alvaro Morata, Gerard Moreno, Ezgjan Alioski, Ruslan Malinowskyj und Pierre-Emile Höjbjerg gemeinsam? Genau, allesamt scheiterten sie mit ihren Strafstössen in der Gruppenphase der EM. Von 14 Penaltys konnten lediglich acht verwandelt werden. Die Quote der verwandelten Elfer liegt damit bei 57,14 Prozent. Gibt es an dieser Endrunde also so etwas wie einen Penalty-Fluch?

Zum Vergleich: Bei der EM 2016 wurde zehnmal auf den Punkt gezeigt (ohne Elfmeterschiessen nach Verlängerung). Lediglich Mesut Özil und Cristiano Ronaldo konnten damals nicht reüssieren. Die Trefferquote über alle Endrunden zwischen der EM 1960 und 2016 liegt bei 74 Prozent. Es sieht danach aus, als würde man 2021 deutlich unter diesem Wert bleiben. Übrigens: Der Tscheche Josef Vojta verschoss beim EM-Halbfinal gegen die Sowjetunion 1960 den allerersten Penalty.

Eigentore am Laufmeter

Martin Dubravka, der slowakische Schlussmann, kann einem so richtig leidtun. Der 32-Jährige bugsierte in der 30. Minute gegen Spanien das Leder über die eigene Linie. Ihm unterlief damit das wohl kurioseste Eigentor des Jahres. Es ist eines von acht Eigentoren, das in diesem paneuropäischen Turnier fällt. Rekord! Noch vor der K.o.-Phase fallen damit bereits so viele Eigentore wie an den Europameisterschaften von 2000, 2004, 2008, 2012 und 2016 zusammen. Das Skore im EM-Auftaktspiel wird bereits mit einem Treffer ins eigene Gehäuse vom türkischen Innenverteidiger Merih Demiral eröffnet.

Der bemitleidenswerte Martin Dubravka bugsiert den Ball ins eigene Tor.

Der bemitleidenswerte Martin Dubravka bugsiert den Ball ins eigene Tor.

David Ramos / AP

In den bisher gespielten 36 Partien fallen insgesamt 94 Tore. Damit zappelt das Netz 2,62 Mal pro Spiel. Im Schnitt darf man sich alle 34 Minuten über ein Tor freuen. In der Vorrunde 2016 durften die Fans nur 1,92 Treffer pro Partie bejubeln. Der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo führt die Torstatistik nach der Gruppenphase mit fünf Treffern an. Die holländische Nati hat acht Mal getroffen und damit am meisten Tore erzielt.

Und bei welcher Statistik haben die Schweizer die Nase vorn? Bei den Assists. Steven Zuber führt mit seinen drei Torvorlagen (alle im Spiel gegen die Türkei) zusammen mit dem Dänen Pierre-Emile Höjbjerg diese Wertung an.