WM-Ticker
Argentinien gewinnt Penalty-Krimi und steht im Halbfinal ++ Renommierter US-Sportjournalist stirbt bei WM-Viertelfinale in Katar

News, Resultate und Bilder: Mit dem tagesaktuellen WM-Ticker bleiben Sie über das laufende Geschehen an der Fussball-WM in Katar stets informiert. Hier finden Sie sämtliche Infos zu Spielern, Mannschaften, Fans sowie zum WM-Turnier.

Sportredaktion
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Die Spiele vom Samstag

Viertelfinals:
16.00 Uhr: Marokko - Portugal 
20.00 Uhr: England - Frankreich 

Die Resultate vom Freitag

Viertelfinals:
Kroatien - Brasilien 4:2 i.P. (1:1)
Niederlande - Argentinien 3:4 i.P. (0:1)

Renommierter US-Sportjournalist stirbt bei WM-Viertelfinale in Katar

Der renommierte US-Sportjournalist Grant Wahl ist während des Viertelfinales zwischen Argentinien und den Niederlanden bei der Fussball-WM in Katar gestorben. Verschiedene US-Reporter, die in der Nähe des 48-Jährigen sassen, berichteten, Wahl sei am Freitagabend während der Verlängerung des Spiels im Lusail-Stadion von Doha auf der Medientribüne zusammengebrochen und habe nicht wiederbelebt werden können. Seine Frau Céline Gounder schrieb auf Twitter, sie stehe völlig unter Schock. Der US-Fussballverband erklärte auf seinem Twitter-Account: «Der ganzen US-Fussballfamilie ist das Herz gebrochen, als wir vom Verlust von Grant Wahl erfuhren.»

Wahl war bereits zum achten Mal Berichterstatter bei einer Fussballweltmeisterschaft. Er hatte laut Nachrichtenagentur AP am Montag geschrieben, er sei in einem Krankenhaus gewesen, weil ihn sein Körper im Stich gelassen habe. «Drei Wochen mit wenig Schlaf, viel Stress und viel Arbeit können einem das antun», schrieb Wahl. Covid habe er nicht gehabt. Im Krankenhaus habe man ihm gesagt, dass er wahrscheinlich eine Bronchitis habe. «Sie gaben mir ein Antibiotikum und einen starken Hustensaft, und ein paar Stunden später geht es mir schon etwas besser. Aber trotzdem: Nicht gut.» Wahl hatte unter anderem für «Sports Illustrated» und den Sender CBS gearbeitet.

Wahl selbst hatte am Freitagabend noch zum 2:2-Ausgleich der Niederländer getwittert: «Ein unglaublicher Treffer nach einer Standardsituation.» Die Argentinier hatten sich schliesslich nach einem packenden Spiel mit 4:3 im Elfmeterschiessen durchgesetzt.

Vor dem Vorrunden-WM-Spiel USA gegen Wales am 21. November war Wahl eigenen Angaben zufolge für 25 Minuten von Sicherheitskräften festgehalten worden, weil er ein T-Shirt in Regenbogenfarben trug, um seine Unterstützung für die LGBTQI*-Community zu demonstrieren. LGBT ist die englische Abkürzung für lesbisch, schwul, bisexuell und Transgender. Jeder Buchstabe steht für die eigene Geschlechtsidentität oder die sexuelle Orientierung. Homosexualität ist in Katar verboten und wird mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft. (dpa)

Argentinien gewinnt Penalty-Krimi und steht im Halbfinal

Argentinien steht an der WM im Halbfinal. Die Südamerikaner bezwingen die Niederlande mit 4:3 nach Elfmeterschiessen. Der Albiceleste reichte eine 2:0-Führung vorerst nicht zum Sieg in der regulären Spielzeit. Die Mannschaft von Louis van Gaal machte den Rückstand wett. Durch einen Treffer von Wout Weghorst rettete sich die Oranje in die Verlängerung, in welcher keine weiteren Tore fielen. Argentinien trifft nun im Halbfinal am Dienstag auf Kroatien. (swe)

Lionel Messi and Leandro Paredes feiern den Halbfinal-Einzug.

Lionel Messi and Leandro Paredes feiern den Halbfinal-Einzug.

Keystone

Die Niederländer retten sich in extremis in die Verlängerung

Was für eine Schlussphase: Die Niederländer erzielen in der 10. Minute der Nachspielzeit in extremis den Ausgleich. Nach einer einstudierten Freistoss-Variante trifft Wout Weghorst zum vielumjubelten 2:2. Argentinien wähnte sich bereits als Sieger. Die vermeintliche Vorentscheidung fiel nach 73 Minuten. Denzel Dumfries liess gegen Marcos Acuña das Bein stehen und brachte den Argentinier im Strafraum zu Fall. Lionel Messi verwandelte den fälligen Elfmeter. Doch die Mannschaft von Louis van Gaal konnte reagieren. Weghorst verkürzte in der 83. Minute auf 1:2. (swe)

Kein Halten mehr nach dem 2:2 in extremis bei den Niederländer.

Kein Halten mehr nach dem 2:2 in extremis bei den Niederländer.

Keystone

Trainer Tite bekräftigt: «Ende meiner Zeit mit der Nationalmannschaft»

Tite wird nach dem bitteren WM-Aus gegen Kroatien wie geplant sein Amt als brasilianischer Nationaltrainer niederlegen. «Auch wenn es schwer ist, ich bleibe dabei: Das ist das Ende meiner Zeit mit der brasilianischen Nationalmannschaft», sagte der 61-Jährige nach dem 2:4 im Elfmeterschiessen im Viertelfinale gegen Kroatien. «Wir sollten kein Drama daraus machen. Ich habe es lange angekündigt. Es gibt genug Leute, die mich ersetzen können.»

Er sei «stolz» auf die Leistungen seiner Mannschaft in Katar. Für das unerwartet frühe Scheitern sei er der «Hauptverantwortliche», führte Tite aus: «Es geht nicht um Held oder Bösewicht - das ist Fussball, manchmal gewinnen wir, manchmal verlieren wir.» Man müsse nun «willig sein, unsere Trauer zu teilen». 2016 übernahm er als Nationaltrainer die Nachfolge von Dunga. Bei Weltmeisterschaften scheiterte Tite mit der Mannschaft sowohl 2018 als auch 2022 im Viertelfinale, den einzigen Titel gab es 2019 bei der Copa America. (sid)

Tite wird nicht länger als Trainer der Brasilianer amten.

Tite wird nicht länger als Trainer der Brasilianer amten.

Keystone

Molina schiesst Argentinien in Führung

In einer äusserst dürftigen ersten Halbzeit konnte Argentinien nach 35 Spielminuten in Führung gehen. Nahuel Molina traf nach toller Vorarbeit von Lionel Messi für die Albiceleste. Das Spiel lässt angesichts der Affiche noch zu wünschen übrig. Beide Teams starteten verhalten in die Partie. Nun sind die Niederländer in Halbzeit zwei gefordert. Können sie eine Reaktion zeigen? (swe)

Können die Argentinier die defensiv starken Niederländer knacken?

Nach dem Aus von Brasilien verbleibt nur noch Argentinien als letzter Vertreter des südamerikanischen Kontinents. Die Albiceleste bekommt es mit den Niederlanden zu tun. Das Duell der beiden Schwergewichte ist ein echter WM-Klassiker. Fünfmal standen sich beide Teams auf der WM-Bühne bereits gegenüber. Das letzte Aufeinandertreffen ist Bondscoach Louis van Gaal noch in unschöner Erinnerung. Die Südamerikaner beendeten bei der WM 2014 im Halbfinale durch einen Sieg im Elfmeterschiessen die Oranje-Träume vom Titel. «Wir haben eine Rechnung zu begleichen», sagt van Gaal und betont: «Das Turnier beginnt jetzt richtig für uns.»

Soll das Weiterkommen gelingen, müssen sie Lionel Messi stoppen. Die fünfte WM ist bislang auch die beste des siebenmaligen Weltfussballers. Messi ist in Spiellaune wie selten bei einer Weltmeisterschaft, gegen Australien schoss er seinen ersten K.o.-Runden-Treffer. Nach der Auftakt-Pleite gegen Saudi-Arabien ist Argentinien in Fahrt gekommen. Können sie auch die defensiv starken Niederländer knacken? (swe)

Können die Niederländer auch Argentinien ein Bein stellen?

Können die Niederländer auch Argentinien ein Bein stellen?

Keystone

Kroatien schaltet Turnierfavorit Brasilien aus!

Die Überraschung ist perfekt: Brasilien, einer der heissesten Anwärter auf den WM-Titel, ist raus! Kroatien bewies aus elf Metern Nervenstärke und setzte sich – auch dank eines starken Goalies Dominik Livakovic – mit 4:2 im Penaltyschiessen durch. Gegen wen Kroatien im Semifinal antritt, entscheidet sich am Abend: Dann treffen die Niederlande und Argentinien aufeinander. (dur)

Dominik Livakovic hält den Elfmeter von Rodrygo.

Dominik Livakovic hält den Elfmeter von Rodrygo.

Keystone

Das Duell geht ins Penaltyschiessen

Nicht zu fassen – Kroatien und Brasilien gehen mit einem 1:1 nach 120 Minuten ins Elfmeterschiessen. Dabei hatte Neymar die Brasilianer bereits jubeln lassen: Der 30-Jährige umkurvte am Ende einer feinen Kombination Goalie Dominik Livakovic und schoss zum vermeintlichen 1:0-Siegtor gegen Kroatien ein (105.+1). Die Seleção war zuvor vergebens gegen den wacker kämpfenden Vizeweltmeister von 2018 angerannt. Doch wer glaubte, Brasilien sei nun im Ziel angekommen, sah sich wenig später getäuscht: Die Europäer kamen durch Bruno Petkovic noch zur unverhofften Antwort (117.). (dur)

Der vermeintliche Siegtreffer: Neymar umkurvt Dominik Livakovic und trifft zur Führung.

Der vermeintliche Siegtreffer: Neymar umkurvt Dominik Livakovic und trifft zur Führung.

Keystone

Brasilien rennt ohne Erfolg an – es geht in die Verlängerung

Das erste Viertelfinal-Duell zwischen Kroatien und Brasilien geht torlos in die Verlängerung. Die favorisierte Seleção trat in der zweiten Halbzeit zwar deutlich zwingender auf und erspielte sich – im Gegensatz zu den ersten 45 Minuten – gefährliche Torchancen, liess aber die nötige Kaltschnäuzigkeit im Abschluss vermissen. Weil die kämpferisch überzeugenden Kroaten sich mit fortschreitender Matchdauer immer weiter zurückzogen, verlagerte sich die Partie mehr und mehr in die Hälfte der Europäer. Jedoch bislang ohne Folgen. (dur)

Kroatien liefert Brasilien einen harten Kampf.

Kroatien liefert Brasilien einen harten Kampf.

Keystone

Keine Tore zur Pause: Brasilien tut sich gegen Kroatien schwer

Kroatien erweist sich für Brasilien bis anhin als hartnäckiger und unbequemer Widersacher. Treffer sind nach 45 Minuten Fehlanzeige, Torraumszenen Mangelware. Will die Seleção ihrer Favoritenrolle gerecht werden, muss sich das Team von Trainer Tite im zweiten Durchgang noch gehörig steigern. (dur)

Harter Einsatz: Kroatiens Marcelo Brozovic im Zweikampf mit Superstar Neymar.

Harter Einsatz: Kroatiens Marcelo Brozovic im Zweikampf mit Superstar Neymar.

Keystone

«Enfant terrible» Mario Basler äussert sich zur WM

Mario Basler ist zweifacher deutscher Meister und ist sich eigentlich für nichts zu schade. Mit Worten dribbelt er um sich wie mit dem Ball auf dem Fussballplatz. Gespielt hat Basler auch schon für eine katarische Mannschaft. Wie steht der 53-Jährige also zur diesjährigen WM? Dies hat er in einem kurzen Interview in Rorschach (SG) verraten. (Video: Sarah Wagner)

Portugal-Coach Santos verteidigt CR7: «Lasst ihn in Ruhe»

Portugals Nationaltrainer Fernando Santos hat seinen Captain Cristiano Ronaldo nach dem Wirbel der vergangenen Tage entschlossen verteidigt. «Lasst ihn in Ruhe, das hat er nicht verdient nach allem, was er für den portugiesischen Fussball getan hat», sagte der 68-Jährige mit Blick auf die Berichte zu Ronaldos angeblicher Abreise-Drohung. «Er hat mir zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass er die Mannschaft verlassen wird», sagte Santos, nachdem der Verband bereits am Donnerstag die Gerüchte zurückgewiesen hatte. «Wir müssen aufhören mit dieser Polemik», forderte er vor dem WM-Viertelfinale gegen Marokko am Samstag. Ob CR7 in die Startelf zurückkehren wird, liess Santos offen. Ronaldo hatte im Achtelfinale gegen die Schweiz erstmals seit 2008 wieder bei einem grossen Turnier nicht von Beginn an gespielt. (sid)

Trainer Fernando Santos nimmt Cristiano Ronaldo in Schutz.

Trainer Fernando Santos nimmt Cristiano Ronaldo in Schutz.

Keystone

Kroatien und Brasilien eröffnen die Viertelfinals

Es wird ernst in Katar – nur mehr acht Teams sind im Kampf um den WM-Titel verblieben. Den Viertelfinal-Auftakt machen am Nachmittag Kroatien und Brasilien. Das südamerikanische Starensemble geht dabei als Favorit ins Rennen. Dass sich das Team von Trainer Tite so leichtfüssig durchtänzelt wie im Achtelfinal gegen Südkorea, darf aber bezweifelt werden: Immerhin stellt sich ihnen mit Kroatien, das sich im Penaltyschiessen gegen Japan durchgesetzt hat, der amtierende Vizeweltmeister entgegen. An einer WM trafen die beiden Teams letztmals im Eröffnungsspiel 2014 aufeinander: Der damalige Gastgeber Brasilien gewann in São Paulo mit 3:1. (dur)

Kroatische und brasilianische Fans im Vorfeld der Partie.

Kroatische und brasilianische Fans im Vorfeld der Partie.

Keystone

Die Nati ist zurück in der Schweiz

Die Schweizer Nati ist nach dem Achtelfinal-Out an der WM in die Heimat zurück. Die Landung am Flughafen Zürich erfolgte um kurz nach 15 Uhr. Für die Spieler geht es nun wieder zurück zu ihren Klubs. Erst Ende März steht nun wieder das nächste Länderspiel an, wenn die Schweiz im Rahmen der EM-Qualifikation auf Belarus trifft. (dur)

Murat Yakin (Bild) und sein Team sind inzwischen zurück in der Schweiz.

Murat Yakin (Bild) und sein Team sind inzwischen zurück in der Schweiz.

Freshfocus

Spanischer Verband entlässt Nationaltrainer Luis Enrique – Nachfolger steht schon fest

Luis Enrique darf nach dem frühen WM-Aus nicht als Nationaltrainer von Spanien weitermache. Dies teilte der spanische Fussball-Verband RFEF am Donnerstag mit. «Sowohl Präsident Luis Rubiales als auch Sportdirektor José Francisco Molina haben dem Trainer diese Entscheidung mitgeteilt», heisst es in einer Pressemitteilung. Auch sein Nachfolger steht schon fest: Luis de Fuente, bisheriger Coach der U21, übernimmt neu das Amt des Nationaltrainers.

Luis Enrique war bei der Weltmeisterschaft in Katar im Achtelfinale mit dem Titelkandidaten Spanien im Elfmeterschiessen an Marokko gescheitert. Der frühere Nationalspieler hatte das Amt 2018 angetreten. 2019 pausierte er mehrere Monate, nachdem seine Tochter Xana an Krebs erkrankte und mit neun Jahren starb. (dpa/dur)

Luis Enrqiue ist nicht mehr spanischer Nationaltrainer.

Luis Enrqiue ist nicht mehr spanischer Nationaltrainer.

Keystone

England wieder mit Sterling

Wenn England am Samstag zu seinem mit Spannung erwarteten Viertelfinal gegen Frankreich antritt, dürfte Raheem Sterling wieder mit von der Partie sein. Der Offensivspieler kehrt am Freitag zum Team von Gareth Southgate zurück, wie der englische Fussballverband FA am Donnerstag bekanntgab. Sterling war am Sonntag zu seiner Familie gereist, nachdem publik geworden war, dass in seinem Haus in London ein mutmasslich bewaffneter Überfall stattgefunden hatte. (dur)

Raheem Sterling kehrt am Freitag zum englischen Nationalteam zurück.

Raheem Sterling kehrt am Freitag zum englischen Nationalteam zurück.

Keystone

Portugal-Duo verlässt WM-Quartier

Die an Verletzungen laborierenden Nuno Mendes und Danilo Pereira haben bereits vor dem Viertelfinal gegen Marokko das portugiesische WM-Quartier verlassen. Das Duo, das bereits den Achtelfinal gegen die Schweiz verpasst hatte, haben die Heimreise zu seinem Verein Paris Saint-Germain angetreten. Dies bestätigte der Fussballverband FPF am Donnerstag. (dur)

Der an einer Muskelverletzung leidende Nuno Mendes ist bereits aus Katar ausgereist.

Der an einer Muskelverletzung leidende Nuno Mendes ist bereits aus Katar ausgereist.

Keystone

Tod eines Bauarbeiters in Katar während der WM

Ein offenbar von den Philippinen stammender Arbeiter hat während der Fussball-Weltmeisterschaft in Katar sein Leben verloren. Der Mann sei infolge eines Unfalls bei Reparaturarbeiten im Teamhotel der saudi-arabischen Delegation gestorben, berichtete die US-Sportnachrichtenseite «The Athletic». Die Fifa bestätigte den Bericht auf dpa-Anfrage am späten Mittwochabend. Der Weltverband sei «zutiefst betrübt über diese Tragödie», die «Gedanken und unser Mitgefühl sind bei der Familie des Arbeiters», teilte ein Sprecher mit. Weitere Aussagen über den Unfall könne man erst treffen, wenn mehr Informationen bekannt seien. «The Athletic» zufolge ermittelte in dem Fall die katarische Regierung.

Die Sportnachrichtenseite hatte berichtet, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Mann namens Alex handele, der auf Anfang 40 geschätzt wird. Er soll demnach in einen Unfall mit einem Gabelstapler verwickelt gewesen sein. Beim Sturz von einer Rampe sei er mit dem Kopf auf Beton aufgeschlagen, heisst es weiter. Einen Sicherheitsgurt habe der Mann nicht getragen - warum, sei nicht bekannt. (dpa)

Während der WM ist ein weiterer Bauarbeiter in Katar verstorben. Das bestätigt die Fifa. (Symbolbild)

Während der WM ist ein weiterer Bauarbeiter in Katar verstorben. Das bestätigt die Fifa. (Symbolbild)

Keystone

Flick bleibt DFB-Coach

Hansi Flick bleibt trotz des blamablen WM-Vorrundenaus Trainer der deutschen Fussball-Nationalmannschaft. Das teilt der Deutsche Fussball-Bund (DFB) am Mittwoch nach einer Krisensitzung in Frankfurt mit. Der Kontrakt des 57-Jährigen läuft noch bis nach dem nächsten grossen Turnier. «Mein Trainerteam und ich blicken optimistisch auf die Europameisterschaft im eigenen Land. Wir als Mannschaft können viel mehr erreichen, als wir in Katar gezeigt haben. Wir haben dort eine grosse Chance verpasst. Daraus werden wir unsere Lehren ziehen», so Flick. Oliver Bierhoff, der Nationalmannschafts-Direktor, war hingegen zuvor nach 18 Jahren beim DFB aus der sportlichen Leitung ausgeschieden. (gav)

Hansi Flick bleibt Trainer der deutschen Fussball-Nationalmannschaft.

Hansi Flick bleibt Trainer der deutschen Fussball-Nationalmannschaft.

Keystone

Serbischer Verband kassiert Busse

Die Disziplinarkommission der Fifa hat gegen den serbischen Fussballverband eine Busse von 20'000 Franken verhängt. Der Weltverband sanktionierte Geschehnisse rund um das erste Gruppenspiel gegen Brasilien (0:2). In der Kabine der Serben wurde eine nationalistische Fahne aufgehängt. Dort waren Umrisse des Kosovo in serbischen Farben mit der Aufschrift «keine Kapitulation» versehen. Serbien betrachtet den Kosovo als Teil seines eigenen Staatsgebiets. Ein Grossteil der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen anerkennen jedoch die seit 2008 ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovo. Noch nicht abgeschlossen wurde das Verfahren gegen den serbischen Fussballverband rund um die Vorkommnisse aus der Partie gegen die Schweiz. (gav)

Diese Fahne hängte in der serbischen Kabine vor dem ersten Gruppenspiel gegen Brasilien.

Diese Fahne hängte in der serbischen Kabine vor dem ersten Gruppenspiel gegen Brasilien.

Twitter

Yakin: «Uns hat die Frische gefehlt»

Einen Tag nach der 1:6-Achtelfinalpleite gegen Portugal nehmen die Verantwortlichen des Schweizerischen Fussballverbands Stellung.

Nati-Coach Murat Yakin: «Die Tore, die wir erhalten haben, sind keine Frage des Systems. Da waren wir einfach nicht organisiert. Zudem hat uns im Gegensatz zum Gegner sicher die Frische gefehlt.» Der 48-Jährige will sich nicht aus der Verantwortung stehlen, gibt zu, auch Fehler begangen zu haben. «Das Weiterkommen muss man sich verdienen. Das haben wir am gestrigen Tag nicht.» Einen Umbruch sieht er trotz schwacher Leistung nicht vonnöten. Bei den Portugiesen habe man den 39-jährigen Verteidiger Pepe bestaunen dürfen, der noch auf einem Toplevel agiere. «Auch deswegen bin ich überzeugt, dass wir noch lange an unseren Spielern Freude haben werden.»

Nati-Direktor Pierluigi Tami: «Wir haben unser ambitioniertes Ziel leider verpasst. Trotzdem war es richtig, mit grossen Erwartungen nach Katar zu reisen. Leider waren wir in einem Achtelfinal mal wieder nicht bereit. Die Mannschaft wollte, konnte aber nicht. Im Nachhinein wäre es gut gewesen, wenn wir gegen Serbien ein weiteres Tor erzielt hätten und mit Südkorea auf einen Kontrahenten getroffen wären, der auch eine gewisse Müdigkeit in den Beinen hatte.»

SFV-Präsident Dominique Blanc hebt hervor, dass sich die Nati zum fünften Mal in Serie für eine K.o.-Phase an einem grossen Turnier qualifizieren konnte. Der 72-Jährige zeigt sich enttäuscht, sagt aber: «Wir konzentrieren uns nun auf die EM-Qualifikation.» (gav)

Nati-Coach Murat Yakin zieht einen Tag nach der Achtelfinal-Pleite ein WM-Fazit.

Nati-Coach Murat Yakin zieht einen Tag nach der Achtelfinal-Pleite ein WM-Fazit.

Keystone

1,3 Millionen Menschen verfolgten die Schweizer Nati

Durchschnittlich 1,3 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, genauer gesagt 1'313'000, haben den WM-Achtelfinal der Schweizer Nati gegen Portugal im TV verfolgt. Dies entspricht einem Marktanteil von 64,5 Prozent, dem bis anhin höchsten Wert an der laufenden WM. Dies teilte SRF am Mittwoch mit. In der Spitze sahen 1,49 Millionen Zuschauer und Zuschauerinnen die deutliche 1:6-Niederlage des Teams von Murat Yakin. Zum Vergleich: Den Schweizer Match gegen Serbien hatten zuvor im Mittel gut 1,2 Millionen Menschen (Marktanteil: 61,1 Prozent) verfolgt, in der Spitze indes mehr als 1,5 Millionen. (dur)

Die Fans der Nati litten in grosser Zahl mit dem Team mit.

Die Fans der Nati litten in grosser Zahl mit dem Team mit.

Freshfocus

Hazard tritt aus Nationalteam zurück

Belgiens Kapitän Eden Hazard hat seine Nationalmannschaftskarriere nach dem WM-Vorrundenaus in Katar beendet. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler von Real Madrid verkündete den zuvor bereits erwarteten Rücktritt am Mittwoch via Instagram. «Danke für das ganze Glück seit 2008. Ich habe mich entschieden, meine internationale Karriere zu beenden. Die Nachfolger stehen bereit. Ich werde euch vermissen», schrieb der Bruder von Borussia Dortmunds Thorgan Hazard.

Dem belgischen Team, das 2018 in Russland noch WM-Dritter geworden war, steht ein grosser Umbruch bevor. Trainer Roberto Martínez hatte bereits unmittelbar nach dem letzten Gruppenspiel gegen Kroatien (0:0) sein Ende als Coach der Rode Duivels verkündet. Zudem war das Team in Katar überaltert und zerstritten. Es werden weitere Rücktritte erwartet. (dpa)

Eden Hazard setzt einen Schlussstrich unter seine Karriere in der belgischen Nationalmannschaft.

Eden Hazard setzt einen Schlussstrich unter seine Karriere in der belgischen Nationalmannschaft.

Keystone

Infantino begeistert von «bester Gruppenphase aller Zeiten»

Im Vorfeld des Turniers in Katar hatte Fifa-Präsident Gianni Infantino die «beste WM aller Zeiten» prophezeit – und hat offenbar wie von Zauberhand recht behalten. Denn die Gruppenphase sei die «beste aller Zeiten» gewesen, liess der streitbare Walliser Fussballfunktionär vollmundig verlauten. Dies ging am Mittwoch aus einer Mitteilung des Weltverbands hervor. «Die Spiele in den wunderschönen Stadien waren sehr, sehr hochklassig, das war bereits klar», liess sich der 51-Jährige im Communiqué zitieren. Und auch das Publikum in den Spielen sei «unglaublich» gewesen: «Der Zuschauerschnitt beträgt mehr als 51'000.»

Infantino verwies ferner auf «die zwei Milliarden Zuschauer» im Fernsehen. Insgesamt seien 2,45 Milliarden Zuschauerinnen und Zuschauer während der Vorrundenspiele anwesend gewesen, fügte die Fifa an. «Ich bin sicher, dass wir noch die Marke von fünf Milliarden Zuschauern weltweit knacken werden», blickte der schweizerisch-italienische Doppelbürger voraus – und freut sich womöglich bereits auf die zu generierenden Einnahmen. (dur)

Daumen hoch: Gianni Infantino ist voll des Lobes für die WM in Katar.

Daumen hoch: Gianni Infantino ist voll des Lobes für die WM in Katar.

Freshfocus

Die Schweiz scheidet mit einer 1:6-Klatsche aus dem Turnier aus

Marokko knallt Favorit Spanien aus dem WM-Turnier

Welch bitterer Abnützungskampf für die favorisierten Spanier. Das so hoch gelobte spanische Mittelfeld mit Gavi (18), jüngster WM-Spieler in einer K.o.-Partie seit Pele 1958, Pedri (20) und Routinier Sergio Busquets fand keine Lücke in der dicht gestaffelten, gut organisierten Defensive der Marokkaner. 70 Prozent Ballbesitz, aber praktisch keine Torchancen. Marokko gewann zwei Drittel der Zweikämpfe und konterte durchaus gefährlich - immer wieder über Sofiane Boufal auf der linken Seite. Eines schaffte die Passmaschine aber: Der Aussenseiter wurde vom ewigen Hinterherlaufen müde. Ein Tor fiel dennoch nicht. 

Es kam zum Elfmeterschiessen und auch das endete ohne Tor für die Spanier: 1:0 Sabiri, Sarabia schiesst an den Pfosten, 2:0 Ziyech, Bono hält gegen Soler, Unai Simon hält gegen Benoun, Bono hält gegen Busquets, 3:0 Hakimi.

Die Marokkaner treffen nun Portugal. (keg)

Spanien - Marokko: Es kommt zum Penaltyschiessen!

Es war ein bitterer Abnützungskampf zwischen den Spaniern und den Marokkanern. Nach der Verlängerung steht es 0:0 - es kommt zum Penaltyschiessen! 

Erste Hälfte der Verlängerung ohne Tor

Auch die erste Hälfte der Verlängerung zwischen Spanien und Marokko brachte kein Tor. Die Spanier wurden allerdings vermehrt stärker und fanden immer wieder Lücken in der Defensive der Marokkaner. Die grösste Chance hatte in der 105. Minute der Marokkaner Ounahi, der dann allerdings an Spaniens Keeper Simon scheiterte. (keg)

Spanien und Marokko müssen in die Verlängerung 

Der Kampf zwischen Spanien und Marokko muss in die Verlängerung! Es wird 2x15 Minuten nachgespielt. 

Keine Tore zur Halbzeit zwischen Marokko und Spanien

Der Gruppensieg vor Kroatien und Belgien scheint Marokko gehörig Selbstvertrauen verliehen zu haben. Marokko schlägt sich in einer torlosen ersten Halbzeit gegen Mitfavorit Spanien äusserst wacker. Die Nordafrikaner spielten in der ersten Halbzeit mutig auf und sorgten immer wieder für Gefahr vor dem spanischen Tor. Wie gewohnt stand die marokkanische Defensive äusserst kompakt, sodass es rund eine halbe Stunde dauerte bis auch die Spanier erste Akzente in der Offensive setzten. (tga)

Keine Tore zur Halbzeit zwischen Marokko und Spanien.

Keine Tore zur Halbzeit zwischen Marokko und Spanien.

Petr David Josek / AP

Marokko und Spanien duellieren sich um das Viertelfinal-Ticket

Bevor es heute Abend für die Schweizer-Nati ernst gilt, fordern sich im ersten Achtelfinal des Tages Marokko und Spanien heraus. Der Gewinner dieser Affiche wäre der allfällige Gegner der Schweiz im Viertelfinal, sofern der Coup über Portugal gelingen sollte. Marokko platzierte sich in seiner Gruppe überraschend auf dem ersten Rang vor Kroatien und Belgien. Die Nordafrikaner wussten dabei defensiv zu überzeugen, gegen Kroatien und Belgien liessen sie keine Tore zu. Weil Spanien die Gruppe E hinter Japan auf dem zweiten Platz abschloss, bekommen es die «Löwen vom Atlas» trotz des Gruppensiegs mit einem undankbaren Gegner zu tun. Die Spanier starteten zwar mit einem 7:0 über Costa Rica fulminant ins Turnier, liessen dann aber etwas federn. Titelhoffnungen hegt man auf der iberischen Halbinsel aber trotzdem noch. (tga)

Um die 25'000 heissblütige marokkanische Fans werden im Stadion erwartet.

Um die 25'000 heissblütige marokkanische Fans werden im Stadion erwartet. 

Francisco Seco / AP

Eklat: Samuel Eto'o streckt Youtuber nieder

Der ehemalige Weltklasse-Stürmer Samuel Eto'o hat bei der Fussball-WM in Katar für einen Eklat gesorgt. Der 41-jährige Kameruner, der inzwischen Verbandspräsident seines Heimatlandes ist, streckte am Montagabend vor dem Stadion 974 in Doha einen Mann mit seinem Knie nieder. Das zeigt ein Video der grössten spanischsprachigen Zeitung der USA «La Opinión».

Nach der WM-Achtelfinalpartie zwischen Brasilien und Südkorea (4:1) posierte Eto'o zunächst für Selfies mit Fans. Ein Mann verfolgte den ehemaligen Fussballer mit einer Kamera und redete auf diesen ein. Der 41-Jährige reagierte erbost, liess sich zunächst noch zurückhalten, riss sich dann aber frei uns streckte den Mann nieder. Gemäss Informationen des algerischen Fussball-Portals «DZ foot» soll es sich beim angegriffenen Mann um einen algerischen Youtuber handeln.

Der Youtuber soll den Ex-Fussballer zum umstrittenen WM-Playoff-Spiel zwischen Algerien und Kamerun befragt haben. Die Kameruner hatten sich in dieser Partie dank eines Treffers in der letzten Minute das WM-Ticket gesichert. (gav)

Südkorea-Coach verkündet den Rücktritt

Nach der 1:4-Niederlage im WM-Achtelfinal gegen Brasilien hat der Trainer der südkoreanischen Nationalmannschaft, Paulo Bento, seinen Rücktritt verkündet. «Meine Zukunft wird nicht in Südkorea sein, ich mache eine Pause», so der 53-jährige Portugiese. Bento hatte den zweifachen Asienmeister im Sommer 2018 übernommen und zum dritten Mal in ihrer Geschichte in ein WM-Achtelfinal geführt. «Es ist eine Entscheidung, die ich schon im September gefällt habe.» (gav)

Paulo Bento verlässt das südkoreanische Nationalteam.

Paulo Bento verlässt das südkoreanische Nationalteam.

Keystone

Das bringt der Dienstag

Wie gut sind die Spanier wirklich? Über diese Frage wird das Achtelfinale gegen Marokko (ab 16.00 Uhr) Aufschluss geben. Der Trend ist negativ. Dem fulminanten 7:0 gegen Costa Rica folgte ein 1:1 gegen Deutschland und zum Vorrunden-Abschluss ein 1:2 gegen Japan. Auf der anderen Seite steht mit Marokko eines der Überraschungsteams. Es hat Topteams wie Kroatien und Belgien hinter sich gelassen. Die Stars des Underdogs sind allesamt in Europa beschäftigt. Viele Experten sehen Marokko deswegen nicht chancenlos.

Um 20.00 Uhr steigt dann auch für die Schweiz das Achtelfinale – gegen Portugal. Bei den Iberern wird die Personalie von Cristiano Ronaldo heiss diskutiert. Spielt er oder spielt er nicht? Das dürfte den Schweizer Trainer Murat Yakin indes wenig kümmern. Er will mit seine Mannschaft in den ersten WM-Viertelfinal seit 1954 führen. Yakin: «Es ist eine einmalige Chance und darauf freuen wir uns.» (dpa/cri)

Der Deutsche Fussball-Bund zieht erste Konsequenzen aus WM-Debakel

Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) zieht die ersten Konsequenzen aus dem WM-Debakel. Wie schon 2018 in Russland mussten die Deutschen auch in Katar bereits nach der Gruppenphase von der Weltmeisterschaft abreisen. Oliver Bierhoff verlässt den DFB nach 18 Jahren. Die Vertragsauflösung gab der DFB am Montagabend bekannt. Bierhoff war beim Verband zuletzt «Geschäftsführer Nationalmannschaften und Akademie». Über die Nachfolgeregelung sollen die DFB-Gremien beraten. Bierhoffs Vertrag lief bis 2024. (tga/sid)

Oliver Bierhoff verlässt den DFB nach 18 Jahren.

Oliver Bierhoff verlässt den DFB nach 18 Jahren.

Ronald Wittek / EPA

Brasilianische Samba-Tänzer lassen Südkorea keine Chance

Es war eine regelrechte Machtdemonstration, was die Brasilianer im Achtelfinal zeigten. Die «Seleçao» fertigt Südkorea mit 4:1 ab. Der fünffache Weltmeister überrollte die Südkoreaner in den Startminuten regelrecht. Nach 13 Minuten netzte Neymar per Elfmeter bereits zum 2:0 ein – zuvor eröffnete Vinicius Junior (7.) das Skore der Partie. Auch nach der frühen Führung hörten die Brasilianer nicht auf zu tanzen. Allen voran Richarlison. Der Tottenham-Stürmer jonglierte den Ball gleich viermal auf dem eigenen Kopf, bevor er in Position lief und zum 3:0 einschob. Auch beim 4:0 durch Lucas Paqueta in der 37. Minute, zauberte sich der Mitfavorit auf den Titel durch die koreanische Hintermannschaft. Im zweiten Umgang kamen die stets bestrebten Südkoreaner durch Seungho Paik noch zum sehenswerten Ehrentreffer und verlassen die WM würdevoll. Für Brasilien ist Kroatien im Viertelfinal die nächste Hürde auf dem Weg zum sechsten Weltmeistertitel. (tga)

Die Brasilianer ziehen mit einem 4:1-Sieg in den Viertelfinal und strotzen vor Spielfreude.

Die Brasilianer ziehen mit einem 4:1-Sieg in den Viertelfinal und strotzen vor Spielfreude.

Manu Fernandez / AP

4:0 zur Pause: Brasilien gibt sich gegen Südkorea keine Blösse

Die «Seleçao» führt zur Pause gleich mit 4:0. Der fünffache Weltmeister überrollte die Südkoreaner in den Startminuten regelrecht. Nach 13 Minuten netzte Neymar per Elfmeter bereits zum 2:0 ein – zuvor eröffnete Vinicius Junior (7.) das Skore der Partie. Auch nach der frühen Führung hörten die Brasilianer nicht auf zu tanzen. Allen voran Richarlison, der seinen wunderschön herausgespielten Treffer selbst eingeleitet hat. Der Tottenham-Stürmer jonglierte den Ball gleich viermal auf dem eigenen Kopf, bevor er in Position lief und zum 3:0 einschob. Ähnlich sehenswert war auch das 4:0 durch Lucas Paqueta in der 37. Minute. (tga)

Neymar zurück in der Startelf Brasiliens

Südkorea, das sich in extremis für die K.o.-Phase qualifiziert hat, fordert im Achtelfinal Titelfavorit Brasilien (20 Uhr). Während die «Seleçao» sich bereits nach zwei Partien die K.o.-Spiele sicherte, standen die «Taegeuk Warriors» vor dem letzten Gruppenspiel mit dem Rücken zur Wand. Mit einem Sieg über Portugal, bei dem die Koreaner einen 0:1-Rückstand wettmachten, sicherten sich die Asiaten den Achtelfinal-Einzug in extremis.  Brasilien kann im Achtelfinal wieder auf die Dienste seines Superstars Neymar zählen. Der 30-Jährige hat seine Knöchel-Verletzung auskuriert und rückt sogleich in die Startelf des fünffachen Weltmeisters. (tga)

Neymar ist nach seiner Knöchel-Verletzung wieder einsatzbereit.

Neymar ist nach seiner Knöchel-Verletzung wieder einsatzbereit.

Andre Penner / AP

Kroatien steht nach Penalty-Krimi im Viertelfinal

Kroatien setzt sich im Achtelfinal gegen Japan denkbar knapp durch. Die Südosteuropäer mussten dabei über die volle Distanz. Die Kroaten entschieden die Partie erst im Penaltyschiessen. Torhüter Livakovic wurde zum entscheidenden Faktor, gleich drei Elfmeter parierte der 27-Jährige. Die Japaner können sich für einen beherzten Auftritt nicht belohnen.

Japan konnte zunächst in Führung gehen. Daizen Maeda traf zwei Minuten vor dem Pausentee für die Asiaten. Japan lancierte immer wieder gefährliche Angriffe. Die Kroaten ihrerseits hatten vorerst wenig entgegenzusetzen. Nach der Pause konnte Ivan Perisic (55.) etwas entgegen dem Spielverlauf ausgleichen. Der Spieler von Tottenham verwertete eine Flanke von Dejan Lovren per Kopf. In der Verlängerung fielen keine Tore mehr. Im Viertelfinal treffen die Kroaten am Freitag auf Brasilien oder Südkorea, die sich heute Abend (20.00 Uhr) begegnen. (swe)

Dominik Livakovic parierte drei Elfmeter und sicherte Kroatien den Einzug ins Viertelfinal.

Dominik Livakovic parierte drei Elfmeter und sicherte Kroatien den Einzug ins Viertelfinal.

Ricardo Mazalan / AP

Das Penaltyschiessen ist Tatsache

Das Spiel ist aus. Es geht ins Elfmeterschiessen. Welcher der beiden Torhüter wird zum Matchwinner? Kroatiens Livakovic oder Japans Gonda? (swe)

Wem gelingt der Lucky-Punch?

Wir steuern auf das Penaltyschiessen zu. In der Verlängerung fielen bisher keine Tore. Die beiden Teams neutralisieren sich. Das Spiel dauert nur noch wenige Minuten. (swe)

1:1 nach 90 Minuten: Japan – Kroatien geht in die Verlängerung

Die WM hat die erste Verlängerung. Nach 90 Minuten steht es zwischen Japan und Kroatien 1:1. Daizen Maeda brachte Japan zwei Minuten vor der Pause verdient in Führung. Nach der Pause konnte Ivan Perisic (55.) etwas gegen den Spielverlauf für Kroatien ausgleichen. Nach einer unterhaltsamen ersten Halbzeit flachte das Spiel nach dem Ausgleich der Kroaten etwas ab. Die Verlängerung oder das Elfmeterschiessen muss die Entscheidung herbeiführen. (swe)

Perisic bringt Kroatien zurück ins Spiel

Die Reaktion der Kroaten lässt vorerst zu wünschen übrig. Japan hat das Zepter in der Hand, agiert mit viel Freude und Spielwitz. Die Kroaten sind zu harmlos und hinten anfällig. Etwas aus dem Nichts gelingt ihnen der Ausgleich (55.). Lovren flankt den Ball in den Strafraum, dort steht Perisic der frei köpfeln kann. Der Kopfball findet den Weg ins japanische Tor. Wem gelingt der Siegtreffer? Oder geht es in die Verlängerung? (swe)

Ivan Perisic erzielt den schmeichelhaften Ausgleich.

Ivan Perisic erzielt den schmeichelhaften Ausgleich.

Keystone

Japan geht kurz vor der Pause in Führung

Beide Nationen kennen kein Abtasten zu Spielbeginn. Die Japaner suchten sogleich ihre Möglichkeiten in der Offensive. Nach einer schönen Hereingabe verpasste Taniguchi per Kopf nur knapp die Führung der Asiaten. Die Kroaten verzeichneten in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz, doch die Japaner brachten mit ihren schnellen Flügelspielern die Kroaten immer wieder gehörig unter Druck. Die beste Chance auf Seiten Kroatien, hatte Kramaric nach 28 Spielminuten, der jedoch den Ball am langen Pfosten knapp verpasste. In der Folge waren es wieder die Japaner, die immer wieder gefährliche Angriffe lancierten. Mit Erfolg: Maeda brachte Japan zwei Minuten vor der Pause nicht unverdient in Führung. Die erste Halbzeit bot viel Unterhaltung. Können die Kroaten in Halbzeit zwei reagieren? (swe)

Selbstbewusste Japaner fordern im Achtelfinal Kroatien

Japan, welches sich überraschend auf dem ersten Rang seiner Gruppe klassierte, trifft um im Achtelfinal auf Kroatien. Die Asiaten dürften nach den Siegen über Deutschland und Spanien gehörig Selbstvertrauen für die K.o.-Phase getankt haben. Das vor dem Turnier ausgegebene Ziel Viertelfinale ist greifbar. Kroatien beendete seine Gruppe auf dem zweiten Rang hinter Marokko. Die Südosteuropäer zählten dabei auf eine zuverlässige Defensive, lediglich ein Tor haben die Kroaten in den ersten drei Spielen zugelassen. Borna Sosa fällt für das Spiel aus. Der Linksverteidiger des VfB Stuttgart ist erkrankt und hatte am Wochenende Fieber. (tga/swe)

Fans beider Lager posieren vor dem Spiel.

Fans beider Lager posieren vor dem Spiel.

Keystone

Portugiesen erwarten ein Spiel auf Augenhöhe: «Details werden den Unterschied ausmachen»

Einen Tag vor dem Achtelfinal-Spiel zwischen der Schweiz und Portugal, blicken Spieler und Trainer an der Medienkonferenz auf die bevorstehende Partie. Die Portugiesen lassen dabei durchblicken, dass sie ein äusserst schwieriges Duell gegen die Schweizer erwarten. Verteidiger Rúben Dias sagt: «Es gibt keinen Favoriten. Es ist ein 50:50-Spiel. Die Schweiz hat individuell sehr starke Spieler.» Der Spieler von Manchester City erwartet ein Spiel «auf hohem Niveau». Und sagt: «Wir dürfen uns nur wenige Fehler erlauben.» Mit dem Gegner möchte er sich nicht allzu gross befassen. Er sagt: «Wir konzentrieren uns auf uns und nicht auf die Schweiz. Wir haben einen Game-Plan und wollen diesen umsetzen.»

Auch Trainer Fernando Santos zollt der Schweiz grossen Respekt. «Sie sind sehr gut organisiert. Wir fokussieren uns auf Details, denn diese werden den Unterschied ausmachen», ist er überzeugt. Beide Teams hätten die Fähigkeiten, das Spiel zu gewinnen. Die Favoritenfrage entgegnet Santos so: «Die bisherige WM hat gezeigt, dass diese Frage wenig bringt», und führt weiter aus: «Wir kennen uns. Denn wir spielen nicht zum ersten Mal gegeneinander.» Bereits in der Nations League im Sommer duellierten sich die beiden Nationen zwei Mal (je ein Sieg).

Ein grosses Thema derzeit ist Cristiano Ronaldo. Der Superstar steht unmittelbar vor einem Engagement in Saudi-Arabien. Trainer Santos nahm dieser Thematik den Wind aus dem Segel. «Das ist seine Entscheidung. Wir fokussieren uns auf die WM. Wir haben bisher nicht über seine Zukunft gesprochen», so der Trainer. Der Deal mit Al-Nassr FC sei laut der spanischen Zeitung «Marca» beschlossene Sache. (swe)

Trainer Fernando Santos und Verteidiger Rúben Dias zollen der Schweiz Respekt.

Trainer Fernando Santos und Verteidiger Rúben Dias zollen der Schweiz Respekt.

Keystone

Fifa eröffnet Verfahren gegen Serbien

Die Disziplinarkommission der Fifa hat ein Verfahren gegen den serbischen Fussballverband eröffnet. Es werden mögliche Verstösse gegen Artikel 12 (Fehlverhalten von Spielern und Teamoffiziellen), 13 (Diskriminierung) und 16 (Ordnung und Sicherheit bei Spielen) untersucht. Dabei handelt es sich um Vorfälle, die im Zusammenhang mit dem Gruppenspiel gegen die Schweiz stehen. Klar ist nun auch, dass der Weltverband kein Strafverfahren gegen Nati-Captain Granit Xhaka eröffnen wird. (gav)

Gegen den serbischen Fussballverband wird ein Verfahren eröffnet. Granit Xhaka (rechts) kommt ohne Strafe davon.

Gegen den serbischen Fussballverband wird ein Verfahren eröffnet. Granit Xhaka (rechts) kommt ohne Strafe davon.

Ricardo Mazalan / AP

Bis zu 1,54 Millionen sahen Nati-Achtelfinaleinzug

Der WM-Achtelfinaleinzug der Schweizer Nati stiess beim Deutschschweizer TV-Publikum auf grosses Interesse: Bis zu 1,54 Millionen Personen verfolgten das dritte Gruppenspiel gegen Serbien am Freitagabend auf SRF zwei. Im Durchschnitt erreichte die Partie 1’219’000 Zuschauende und einen Marktanteil von 61,1 Prozent. Das teilt das Schweizer Fernsehen am Montagvormittag mit.

Zum Vergleich: Die vorherigen elf WM-Gruppenspiele, die am Hauptabend um 20.00 Uhr auf SRF zwei zu sehen waren, verfolgten durchschnittlich 404’000 Personen aus der Deutschschweiz. Dieser Wert entspricht einem Marktanteil von 28,4 Prozent. (gav)

Bis zu 1,54 Millionen verfolgten das Nati-Spiel in der Deutschschweiz gegen Serbien.

Bis zu 1,54 Millionen verfolgten das Nati-Spiel in der Deutschschweiz gegen Serbien.

Keystone

England-Star nach Einbruch abgereist

Der englische Stürmer Raheem Sterling war am Sonntag beim 3:0-Sieg über Senegal kein Teil des Kaders. Der 27-jährige Chelsea-Spieler war aus Katar abgereist, nachdem seine Familie Opfer eines bewaffneten Einbruchs wurde. Gemäss übereinstimmenden Medienberichten sollen sich seine Angehörigen zum Zeitpunkt des Überfalls im Haus befunden haben. «Wir müssen ihm Zeit geben, das Problem zu lösen oder für seine Familie da zu sein. Das ist zu diesem Zeitpunkt das Wichtigste, also werden wir ihm diesen Raum geben. Die Familie geht vor», so der englische Nationalcoach Gareth Southgate am Sonntagabend. Ob Sterling, der in den ersten beiden Gruppenspielen in der Startaufstellung figurierte, im Hinblick auf den Viertelfinal gegen Frankreich wieder zurückkehren werde, liess Southgate offen. (gav)

Raheem Sterling ist aus Katar abgereist. Ob er wieder zurückkehrt, ist noch unklar.

Raheem Sterling ist aus Katar abgereist. Ob er wieder zurückkehrt, ist noch unklar.

Abbie Parr / AP

Sommer nach der WM zu Manchester United?

Verabschiedet sich Yann Sommer nach über acht Jahren von Borussia Mönchengladbach? Gemäss einem Bericht der «Bild» soll der 33-jährige Nati-Goalie vor einem Wechsel zu Manchester United stehen – und zwar bereits nach der WM. Der Kontrakt des Nati-Goalies läuft im Sommer des nächsten Jahres bei den Fohlen aus. So würde Gladbach immerhin noch eine Ablöse für Sommer kassieren. Bei den Red Devils soll der Schweizer Nachfolger von David de Gea werden, dessen Vertrag im Sommer ausläuft und nicht verlängert werden soll. (gav)

Spielt Yann Sommer bald für Manchester United?

Spielt Yann Sommer bald für Manchester United?

Laurent Gillieron / EPA

Montag: Titelfavorit Brasilien und WM-Zweiter Kroatien im Einsatz

Er ist zurück. Superstar Neymar kann nach seiner Fussverletzung aus dem Auftaktspiel gegen Serbien (2:0) wieder dabei sein. Ob es für einen Platz in der Startelf reicht, ist noch unklar. An anderer Stelle plagen den Titelfavoriten Verletzungssorgen - gerade in der Abwehr. Durch die Verletzungen von Alex Telles und Alex Sandro hat Trainer Tite keinen Linksverteidiger mehr im Kader. Trotzdem: Brasilien geht als klarer Favorit gegen Südkorea ins Spiel.

Neymar, gut gelaunt, im Abschlusstraining der Brasilianer.

Neymar, gut gelaunt, im Abschlusstraining der Brasilianer.

EPA

Nach den Siegen über die Ex-Weltmeister Deutschland und Spanien ist den Japanern viel zuzutrauen. Das ausgegebene Ziel Viertelfinale ist greifbar. Vize-Weltmeister Kroatien hingegen wird sich steigern müssen, der Einzug in die K.o.-Runde gelang nur mit viel Glück. Trainer Zlatko Dalic warnte seine Spieler vor den unangenehmen Japanern: «Wir werden jeden Gegner respektieren. Wenn wir jemanden unterschätzen, sind wir sofort raus. Japan hat zwei Ex-Weltmeister geschlagen. Das sagt alles.» (dpa)

England folgt Frankreich souverän in den Viertelfinal

England ist seiner Rolle als WM-Mitfavorit gerecht geworden und ist Frankreich in den Viertelfinal gefolgt. Das Team von Trainer Gareth Southgate setzte sich ungefährdet und souverän mit 3:0 gegen den Senegal durch. Dabei hatten die Westafrikaner zunächst den spritzigeren und gefährlicheren Eindruck hinterlassen – und hatten zu Beginn auch über die besseren Chancen verfügt. Doch gegen Ende der ersten Halbzeit verschärften die spielbestimmenden «Three Lions» das Tempo – und wurden durch Treffer von Jordan Henderson (38.) und Harry Kane (45.+1) gleich doppelt belohnt. Nach dem Seitenwechsel machte sich der Qualitätsunterschied zwischen beiden Teams weitaus klarer bemerkbar; die englische Führung geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Bukayo Saka (57.) schraubte das Resultat noch ein wenig in die Höhe.

In der nächsten Runde wartet für die erfolgshungrigen Engländer ein veritabler Prüfstein auf dem Weg zum ersehnten zweiten WM-Titel nach 1966. Mit Frankreich wartet im Klassiker am Samstag kein Geringerer als der amtierende Titelträger. (dur)

Harry Kane (links) und Phil Foden in Feierlaune: England feierte einen letztlich ungefährdeten Sieg gegen Senegal.

Harry Kane (links) und Phil Foden in Feierlaune: England feierte einen letztlich ungefährdeten Sieg gegen Senegal.

Keystone

Henderson und Kane schiessen England in Front

England steht dank zweier Treffer von Jordan Henderson und Harry Kane mit einem Fuss im WM-Viertelfinal. Die Three Lions führen zur Pause mit 2:0 gegen den Senegal. Wirklich abgezeichnet hatten sich die Tore kurz vor Ende des ersten Durchgangs indes nicht: Zwar hatte England insgesamt mehr vom Spiel. Die besseren Chancen waren aber lange Zeit den Westafrikanern vorbehalten gewesen. (dur)

Jordan Henderson hat England eine 1:0-Pausenführung beschert.

Jordan Henderson hat England eine 1:0-Pausenführung beschert.

Keystone

England und Senegal duellieren sich um nächstes Viertelfinal-Ticket

Auf wen Frankreich in seinem WM-Viertelfinal trifft, entscheidet sich ab 20 Uhr. Dann treffen in Doha England und der Senegal aufeinander. Die «Three Lions» haben sich in der Vorrunde souverän als Gruppensieger für die K.o.-Phase qualifiziert, derweil sich der Senegal, seines Zeichens amtierender Afrikameister, durch einen Sieg gegen Ecuador am letzten Spieltag das Achtelfinal-Ticket sicherte. (dur)

Der Senegal gegen England: Beide Fangruppen sind bereit für den Match.

Der Senegal gegen England: Beide Fangruppen sind bereit für den Match.

Keystone

Giroud und Mbappé schiessen Frankreich in den Viertelfinal

Der amtierende Weltmeister Frankreich ist auf dem Weg zur Titelverteidigung einen Schritt weitergekommen. «Les Bleus» gewannen den Achtelfinal gegen Polen mit 3:1. Olivier Giroud (44.), der sich zum alleinigen französischen Rekordtorschützen krönte, und Kylian Mbappé (76./90.+1) erzielten die Treffer des Favoriten. Per Handspenalty gelang Robert Lewandowski (90.+9) immerhin noch das polnische Ehrentor. (dur)

Olivier Giroud ebnete Frankreich den Weg – mit seinem Rekordtor.

Olivier Giroud ebnete Frankreich den Weg – mit seinem Rekordtor.

Keystone

Zum ausführlichen Spielbericht:

Giroud bringt Frankreich gegen couragierte Polen in Front

Titelverteidiger Frankreich hat die Tür zum WM-Viertelfinal weit aufgestossen. «Les Bleus» führen gegen Polen standesgemäss mit 1:0 – taten sich gegen einen couragiert auftretenden Underdog aber schwer. Die Polen hatten wenige Minuten vor dem Führungstreffer durch Olivier Giroud (44.) gar selbst die grosse Chance gehabt, in Front zu gehen. Giroud krönte sich durch das Tor zum französischen Rekordtorschützen. (dur)

Olivier Giroud (Nummer 9) hat Frankreich gegen Polen in Führung geschossen.

Olivier Giroud (Nummer 9) hat Frankreich gegen Polen in Führung geschossen.

Keystone

Nur zwei deutsche Spieler waren für die Mund-zu-Geste

Aus sportlicher Sicht konnte die deutsche Nationalelf bei der WM in Katar nicht für Aufsehen sorgen – zumindest nicht im positiven Sinne. Mit ihrem Mannschaftsfoto vor dem Auftaktspiel gegen Japan sorgte die Nationalmannschaft aber dennoch für ein Bild, das Eindruck bei der WM hinterliess. Mit der Mund-zu-Geste, die die Spieler dabei zeigten, setzten sie nach der vorangegangenen «One Love»-Debatte ein Zeichen, das um die Welt ging. Die Geste wurde aber offenbar nicht nur extern viel diskutiert, sondern war auch mannschaftsintern ein Streitthema. Wie die ARD berichtet, sollen sich mit Manuel Neuer sowie Leon Goretzka lediglich zwei Profis für diese Geste eingesetzt haben. Ihre Teamkollegen hätten dagegen lieber auf die Aktion verzichtet und wie die anderen ursprünglich in die «One Love»-Aktion involvierten Nationen nichts unternehmen wollen.

Ein Grossteil der Mannschaft hätte sich «instrumentalisiert» gefühlt, als nach dem Verbot der «One Love»-Binde nach einer alternativen Geste gesucht worden sei. Das Thema habe die Spieler «belastet» und «genervt». Sich beim Mannschaftsfoto den Mund zuzuhalten, soll laut ARD dann innerhalb der Mannschaft als kleinster gemeinsamer Nenner akzeptiert worden sein. (watson)

Deutschland mit der Geste vor der Partie gegen Japan.

Deutschland mit der Geste vor der Partie gegen Japan.

Keystone

Mbappé gegen Lewandowski: Titelverteidiger Frankreich trifft auf Polen

Kylian Mbappé gegen Robert Lewandowski: Der erste von zwei rein europäischen Achtelfinals der laufenden WM ist auch das Kräftemessen der Stürmerstars. Das von zahlreichen Verletzungen geplagte Frankreich bekommt es auf seinem steinigen Weg zur Titelverteidigung mit Polen zu tun, das sich erstmals seit 1986 wieder für eine WM-K.o.-Runde qualifiziert hat. Trotz aller Ausfälle gehen «les Bleus» als recht eindeutiger Favorit ins Rennen. Der Sieger der Partie trifft im Viertelfinal entweder auf England oder den Senegal. (dur)

Will Frankreich erneut den WM-Pokal in die Höhe recken, dürfte es auch auf die Leistungen von Kylian Mbappé (Bild) ankommen. Im Achelfinal geht es gegen Polen.

Will Frankreich erneut den WM-Pokal in die Höhe recken, dürfte es auch auf die Leistungen von Kylian Mbappé (Bild) ankommen. Im Achelfinal geht es gegen Polen.

Keystone

Sommer und Elvedi wieder im Training – Schär erkältet

Es sind gute Nachrichten, die am Sonntag aus dem Schweizer Lager kommen. Goalie Yann Sommer und Verteidiger Nico Elvedi haben wieder das Training aufgenommen und die Übungseinheiten voll mitgemacht. Zuletzt waren beide Spieler stark erkältet und verpassten deshalb das dritte WM-Gruppenspiel gegen Serbien. Derweil muss nun aber Fabian Schär im Training passen - eine Vorsichtsmassnahme. Der Ostschweizer, der gegen Serbien anstelle Elvedis gespielt hatte, ist erkältet. Wenngleich er nur leichte Symptome hat. Vorerst ist es also eher als eine Vorsichtsmassnahme zu werten. (cbr)

Eray Coemert und Yann Sommer im Training.

Eray Coemert und Yann Sommer im Training.

Freshfocus

Das steht am Sonntag auf dem Programm

In den beiden Achtelfinalpartien vom Sonntag stehen an der Weltmeisterschaft gleich zwei Mannschaften auf dem Platz, die zu den grössten Titelanwärtern zählen. Um 16 Uhr spielt der amtierende Weltmeister Frankreich im Al Thumama Stadion gegen Polen. Auch wenn die Franzosen als klarer Favorit in die Partie gehen, warnt Trainer Didier Deschamps: «Es kann durchaus weitere Überraschungen geben.» Um eine ernsthafte Gefahr für Frankreich darzustellen, müsste Polen seine Leistung, im Gegensatz zum letzten Gruppenspiel gegen Argentinien (0:2), deutlich steigern. 

In der zweiten Partie des Tages steht mit England ein zweiter Titelfavorit auf dem Platz. Die «Three Lions» empfangen im Al Bayt Stadion Senegal, das ohne den verletzten Sadio Mané antreten wird. Die Senegalesen überzeugten in allen drei Gruppenspielen. Nach der unglücklichen Niederlage gegen die Niederlande (0:2) gab es Siege gegen Gastgeber Katar (3:1) und Ecuador (2:1). Doch die Engländer sind sich ihrer Aufgabe gewusst und rechnen mit einem starken Gegner, wie Stürmer Harry Kane verrät: «Das wird ein harter Test. Aber hier spielst du nun mal gegen die besten Teams der Welt.» (ldm/dpa)

Harry Kane wird am Sonntagabend mit England gegen Senegal spielen.

Harry Kane wird am Sonntagabend mit England gegen Senegal spielen.

Frank Augstein / AP

2:1 gegen Underdog Australien: Argentinien eine Runde weiter

Argentinien hat glanzlos sein Ticket für den Viertelfinal gelöst und damit Hoffnungen auf einen dritten WM-Titel nach 1978 und 1986 genährt. Die «Albiceleste» setzte sich im Achtelfinal gegen Aussenseiter Australien knapp mit 2:1 durch – gab seine sichere Führung in der Schlussphase dabei aber fast noch aus der Hand. Der spielfreudige Superstar Lionel Messi hatte die zu Beginn uninspiriert auftretenden Argentinier nach 35 Minuten in Front gebracht, ehe ein kapitaler Fehler von Goalie Matthew Ryan zum 2:0 durch Julián Álvarez (57.) führte.

In der Folge frönten die Südamerikaner der eigenen Spielkontrolle, verpassten aber das dritte Tor – und mussten am Ende unerwartet zittern. Wie aus dem Nichts fälschte Enzo Fernández einen Schuss von Craig Goodwin (77.) unhaltbar ins eigene Tor ab. Und Aziz Behich sowie Garang Kuol vergaben im Anschluss riesige Chancen zum Ausgleich. Doch das Ergebnis blieb bestehen – und die argentinischen Titelhoffnungen leben. Im Viertelfinal treffen Messi und Co. auf die Niederlande, die sich zuvor gegen die USA durchgesetzt hatten. (dur)

Lionel Messi (rechts) war für Australien kaum zu stoppen.

Lionel Messi (rechts) war für Australien kaum zu stoppen.

Keystone

Messi sorgt für argentinische Pausenführung

Wer, wenn nicht Lionel Messi? Der siebenmalige Weltfussballer schoss Argentinien in der 35. Minute in Front – und sorgte damit gleichsam für eine Erlösung. Denn zuvor hatte sich die klare Favoritenrolle der Gauchos nicht auf die Kräfteverhältnisse auf dem Platz niedergeschlagen: Australien bot den offensiv harmlosen Südamerikanern weitgehend Paroli. Entschieden ist trotz der 1:0-Pausenführung mithin noch nichts. (dur)

Lionel Messi (Nummer 10) schiebt den Ball flach zur Führung ein.

Lionel Messi (Nummer 10) schiebt den Ball flach zur Führung ein.

Keystone

David Australien will Goliath Argentinien ausschalten

In der zweiten Achtelfinal-Partie des Samstags sind die Rollen recht eindeutig verteilt: Argentinien geht gegen Australien als klarer Favorit ins Rennen. Ein Selbstläufer wird der Match freilich nicht – Australien, das sich in Katar als starkes, erfolgshungriges Kollektiv präsentiert, ist nicht leicht zu knacken. Das nach einem WM-Titel lechzende Argentinien dürfte zudem nicht zuletzt durch die überraschende Auftaktpleite gegen Saudi-Arabien gewarnt sein. (dur)

Lionel Messi will sich mit Argentinien zum Weltmeister krönen. Dafür muss sein Team zunächst einmal an Australien vorbei.

Lionel Messi will sich mit Argentinien zum Weltmeister krönen. Dafür muss sein Team zunächst einmal an Australien vorbei.

Keystone

Katar plant offenbar auch Olympia-Bewerbung

Katar scheint Gefallen an der Ausrichtung von internationalen Sport-Grossanlässen gefunden zu haben. Nach der Fussball-WM plant das Emirat offenbar, sich auch für die Austragung von Olympia zu bewerben. Dies berichten die Nachrichtenagentur «Reuters» sowie die britische Zeitung «The Guardian». Konkret geht es um die Sommerspiele 2036. 

Die Medienberichte berufen sich auf eine angeblich vertraute Quelle. «Der bisherige Erfolg der WM» versetze Katar «in eine starke Position», wird die Quelle zitiert, die ferner die bereits vorhandene Infrastruktur im Wüstenstaat anführt. Aufgrund der unerträglichen Temperaturen im Sommer würden die Spiele auf den Herbst verlegt. (dur)

Katar will nach der WM offenbar auch Olympia ausrichten.

Katar will nach der WM offenbar auch Olympia ausrichten.

Keystone

Effiziente Niederländer stehen nach Sieg gegen die USA im Viertelfinal

Effizienz schlägt Ballbesitz: In fast allen Statistiken lagen die USA im Achtelfinal-Duell gegen die Niederlande vorn. Bloss in der entscheidenden nicht – den Toren. Die wenig glanzvoll auftretende, auf Effizienz getrimmte «Oranje» sicherte sich durch einen 3:1-Erfolg das erste Viertelfinal-Ticket. Memphis Depay (10.) und Danny Blind (45.+1) ebneten dem Team von Louis van Gaal schon vor der Pause den Weg. Die USA rissen vor allem in der ersten Hälfte das Spieldiktat an sich, blieben aber über weite Strecken zu ungefährlich – und liessen zu viele der ihnen sich bietenden Gelegenheiten ungenutzt. Mehr als der Anschlusstreffer durch Haji Wright (76.), der den Ball mit einen missglückten Hackentrick kurios im Netz unterbrachte, gelang ihnen nicht mehr. Denzel Dumfries (81.) machte wenig später alles klar. (dur)

Denzel Dumfries feiert sein Tor zum 3:1-Endstand.

Denzel Dumfries feiert sein Tor zum 3:1-Endstand.

Keystone

Serbien-Spiel erzielt hohe TV-Quote

Die Schweizer Nati konnte sich mit einem 3:2-Erfolg gegen Serbien für die Achtelfinals qualifizieren. Das dritte Gruppenspiel verfolgten bei SRF 2 im Durchschnitt 1’219’000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Dies entspricht einem Marktanteil von 61,1 Prozent. Als Spitzenwert registrierte der Sender bis zu 1,54 Millionen Zuschauende (Marktanteil 70,8 Prozent). Diese Partie erzielte bei SRF das bislang grösste Interesse an der WM in Katar. (swe)

Bis zu 1,54 Millionen verfolgten das Duell Schweiz - Serbien.

Bis zu 1,54 Millionen verfolgten das Duell Schweiz - Serbien.

Keystone

Niederländer führen zur Pause mit 2:0

Die Niederlande stehen mit einem Bein im WM-Viertelfinal. Die effiziente «Elftal» führt zur Pause mit 2:0 gegen die USA, die ihr optisches Übergewicht nur selten in konkrete Torgefahr zu übersetzen vermochten. Die Niederländer überliessen den Amerikanern das Spieldiktat, konnten aber aus dem Nichts gefährlich werden – um durch Memphis Depay (10.) und Danny Blind (45.+1) zweimal eiskalt zuzuschlagen. (dur)

Weston McKennie (links) im Duell mit dem niederländischen Torschützen Memphis Depay.

Weston McKennie (links) im Duell mit dem niederländischen Torschützen Memphis Depay.

Keystone

Niederlande und USA eröffnen die K.o.-Phase

Die Vorrunde ist vorbei – nun geht es erst recht um alles oder nichts. Die Niederlande und die USA bestreiten in ar-Rayyan den ersten Achtelfinal. Die «Elftal» geht als Gruppensieger und damit als leichter Favorit ins Rennen, während sich die Amerikaner nur hauchdünn in die K.o.-Runde gerettet haben – und dennoch keinesfalls zu unterschätzen sind. (dur)

Die beiden Fangruppen im Vorfeld des Duells.

Die beiden Fangruppen im Vorfeld des Duells.

Keystone

Sorge um Fussball-Legende: Pelé spricht nicht mehr auf Chemotherapie an

Die brasilianische Fussball-Legende Pelé (82) spricht einem Medienbericht zufolge nicht mehr auf die Chemotherapie an. Die Krebsbehandlung im Hospital Albert Einstein in São Paulo sei ausgesetzt worden, Pelé erhalte nur noch palliative Pflege, berichtete die brasilianische Zeitung «Folha de S. Paulo» am Samstag. Er erhalte beispielsweise Medikamente gegen die Schmerzen und die Kurzatmigkeit. Die Palliativmedizin umfasst die Behandlung von Menschen mit fortgeschrittener Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung.

Pelé war am Dienstag ins Krankenhaus gebracht worden. Seine Tochter Kely do Nascimiento teilte mit, es werde lediglich die Medikation ihres Vaters neu eingestellt. Aus dem Krankenhaus hiess es, Pelé habe die volle Kontrolle über seine Vitalfunktionen und sei in einem stabilen klinischen Zustand. Der Sportsender ESPN Brasil hingegen berichtete, Pelé habe Schwellungen am gesamten Körper. Am Freitag wurde eine Atemwegsinfektion bei Pelé diagnostiziert, die mit Antibiotika behandelt wurde. Im September vergangenen Jahres war Pelé ein Tumor am Dickdarm entfernt worden, den Ärzte bei einer Routineuntersuchung entdeckt hatten. (dpa)

Der Gesundheitszustand von Pelé gibt dieser Tage grossen Anlass zur Sorge.

Der Gesundheitszustand von Pelé gibt dieser Tage grossen Anlass zur Sorge.

Keystone

Laut Medienberichten: WM-Aus für Brasiliens Gabriel Jesus und Alex Telles

Für die Brasilianer Gabriel Jesus und Alex Telles ist die Fussball-WM in Katar laut eines Medienberichts vorzeitig beendet. Der Angreifer vom FC Arsenal und der Aussenverteidiger vom FC Sevilla haben sich beim 0:1 gegen Kamerun jeweils am rechten Knie verletzt. Für beide sei die WM in Katar nach Untersuchungen am Samstag gelaufen, berichtete das Internetportal «Globo». Der 25-jährige Gabriel Jesus sei nicht schwer verletzt und würde maximal einen Monat ausfallen. Bei Alex Telles (29) sei die Sache ernster und könne noch eine Operation nach sich ziehen. Beide waren beim abschliessenden Vorrundenspiel gegen Kamerun vorzeitig ausgewechselt worden. (dpa)

Gabriel Jesus, hier im Spiel gegen die Schweiz, fällt wohl für den Rest der WM aus.

Gabriel Jesus, hier im Spiel gegen die Schweiz, fällt wohl für den Rest der WM aus. 

Hassan Ammar / AP

Messi steht ein Meilenstein bevor

Lionel Messi wird am Samstagabend einen Meilenstein in seiner glanzvollen Fussballer-Karriere erreichen. Der 35-jährige Argentinier bestreitet sein 1000. Pflichtspiel, wenn er sein Heimatland im WM-Achtelfinal gegen Australien auf den Platz führt. Vor 18 Jahren, am 16. Oktober 2004, gab Messi als 17-jähriger sein Pflichtspieldebüt für den FC Barcelona. In dieser Zeit traf der siebenfache Ballon-D'Or-Gewinner 788 Mal. Doch was ihm bisher noch nicht gelang: In der K.o.-Runde einer Weltmeisterschaft ein Tor zu erzielen. Dies könnte sich heute womöglich ändern. (ldm)

Trifft Messi heute zum ersten Mal in der K.o.-Runde einer WM?

Trifft Messi heute zum ersten Mal in der K.o.-Runde einer WM?

Laurent Gillieron / EPA

WM startet in die K.o.-Phase: Das bringt der Samstag

Bei der Fussball-WM in Katar beginnt an diesem Samstag die K.o.-Phase. Den Auftakt machen die favorisierten Niederländer um 16.00 Uhr gegen die USA. Ab 20.00 Uhr will Superstar Lionel Messi mit der argentinischen Nationalmannschaft ins Viertelfinale einziehen. Aussenseiter Australien soll für die Albiceleste nur eine Zwischenstation zum Titelgewinn sein.

Achtelfinal: Niederlande - USA (16.00 Uhr)

Auch nach der spielerisch mässigen Vorrunde bleibt Bondscoach Louis van Gaal vor dem Achtelfinale gegen die USA bei seiner Meinung, dass seine Mannschaft Weltmeister werden könne. Aus der Heimat kommt Kritik am neuen Spielstil. «Jeder kann seine eigene Meinung haben. Das gilt insbesondere für die Niederlande», kommentierte van Gaal die Kritik. «Bei Ajax ging es nur um das Attackieren. Mit den Jahren denkt man über das Spiel nach und sieht die Risiken im Angriffsspiel. Ich habe dies auf meine Vision angewendet. Deshalb geht es weniger um die Offensive, sondern mehr ums gewinnen.»

US-Coach Gregg Berhalter, einst selbst in den Niederlanden als Spieler aktiv, will das nicht begreifen. «Es ist schon lustig, dass es in den Niederlanden immer Kritik gibt. An allem. Ich erinnere mich an ein Spiel, da lagen wir gegen Ajax 0:1 zurück - und sie wurden gnadenlos ausgepfiffen», sagte der 49-Jährige, dem auch ein dreckiger Sieg willkommen wäre. Erstmals nach 2002 könnten die Amerikaner wieder das Viertelfinale erreichen. Der Ex-Bremer Josh Sargent war angeschlagen, ebenso wie Star Christian Pulisic, der wohl spielen kann. Der Ausfall des früheren Dortmunders würde sonst schwer wiegen. Der Sargent-Einsatz wackelt mehr.

US-Coach Gregg Berhalter (links) nach dem Sieg gegen die iranische Nationalmannschaft.

US-Coach Gregg Berhalter (links) nach dem Sieg gegen die iranische Nationalmannschaft.

Abedin Taherkenareh / EPA

Achtelfinal: Argentinien - Australien (20.00 Uhr)

Argentinien bangt vor dem Duell gegen Australien weiter um den Einsatz von Angreifer Ángel di María, dem eine Überlastung des Oberschenkelmuskels zu schaffen macht. «Wir hoffen, dass es ihm gut geht und er spielen kann», sagte Trainer Lionel Scaloni. Seine Elf wäre auch ohne di María klarer Favorit, Spielmacher Linoel Messi hofft bei dieser WM auf den grossen Coup, Mittelfeldspieler Rodrigo de Paul aber warnte: «Wir werden den Ball haben. Wir müssen aber auch an die Abwehr denken, wenn wir in der Offensive sind», sagte der 28 Jahre alte Profi von Atlético Madrid. Australien sei ein Team mit schnellen Spielern auf den Flügeln. «Wir müssen sehr vorsichtig sein», sagte de Paul.

Aussenseiter Australien geht das Spiel mit grossem Optimismus an. «Alles kann passieren», sagte Trainer Graham Arnold. Das habe nichts mit Respektlosigkeit gegenüber den Argentiniern zu tun. «Es ist ein Kampf von elf gelben gegen elf blaue Trikots. Wir werden alles tun, um zu gewinnen», erklärte der 59-Jährige. «Wir können nicht nur an den Gegner denken. Wir haben Respekt vor ihm, aber wir müssen uns auch selbst respektieren.» (dpa)

Kamerun scheidet trotz 1:0-Sieg gegen Brasilien aus

Freud und Leid liegen nah beieinander, so auch bei Kamerun. Die Zentralafrikaner haben das Kunststück tatsächlich fertiggebracht, gegen die favorisierten Brasilianer zu gewinnen. Vincent Aboubakar, der sich mit seinem anschliessenden Oben-ohne-Torjubel die gelb-rote Karte einhandelte, erzielte in der Nachspielzeit den 1:0-Siegtreffer. Und doch: Weil sich die Schweiz zeitgleich mit 3:2 gegen Serbien durchsetzte, verhalf der Sieg die Kameruner nicht zum Weiterkommen. (dur)

Kamerun (grüne Trikots) gewann gegen Brasilien. Doch auch der Sieg half nicht.

Kamerun (grüne Trikots) gewann gegen Brasilien. Doch auch der Sieg half nicht.

Keystone

Keine Tore zur Pause zwischen Kamerun und Brasilien

In der zweiten Partie der Gruppe G zwischen Kamerun und Brasilien sind in der ersten Halbzeit keine Tore gefallen. Die Afrikaner gingen kurz vor der Pause beinahe mit ihrer ersten Chance in Führung. Brasilien-Torhüter Ederson parierte den Kopfball von Mbuemo aber noch gerade so. Wenn Kamerun über Brasilien triumphiert, reicht den Schweizern ein Remis gegen Serbien nicht um weiterzukommen. (tga)

Keine Tore zur Halbzeit zwischen Kamerun und Brasilien.

Keine Tore zur Halbzeit zwischen Kamerun und Brasilien.

Moises Castillo / AP

Brasilien mit zehn Veränderungen in der Startformation 

Die bereits qualifizierten Brasilianer schonen im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun ihre Fachkräfte gehörig. Trainer Tite nimmt im Vergleich zum Spiel gegen die Schweiz gleich zehn Veränderungen in der Startaufstellung vor. Lediglich Mittelfeld-Akteur Fred bleibt in der Startformation bestehen. (tga)

Südkorea gelingt die Wende – und versperrt Uruguay den Weg in den Achtelfinal

Südkorea hat sich in Gruppe H in extremis in den Achtelfinal gerettet. Erst in der Nachspielzeit erzielte Hwang Hee-chan den erlösenden 2:1-Siegtreffer über Portugal. Die Asiaten wendeten die Partie nach frühem Rückstand. Ricardo Horta brachte die Portugiesen bei seinem WM-Debüt bereits nach fünf Minuten in Führung. Weil sich Cristiano Ronaldo in der 27. Minute bei einem Eckstoss vom Ball abdrehte, kam Young-Gwon Kim zum Ball und stellte die Zeiger wieder auf Null. Im Anschluss gelang den Asiaten der Siegtreffer lange nicht – bis Hwang die Südkoreaner in der Nachspielzeit ins Meer der Freudentränen stürzte.

Leidtragender der südkoreanischen Wende ist Uruguay, das sich zwar für seinen bisher unbefriedigenden Turnierverlauf rehabilitiert hat. Die Lateinamerikaner gewannen die Neuauflage des dramatischen WM-Viertelfinals von 2010 gegen Ghana mit 2:0 – und damit bloss mit einem Tor zu wenig, um auf Rang zwei vorzustossen. Giorgian De Arrascaeta (26./32.) erzielte die beiden Treffer. Die «Black Stars» hätten zuvor ihrerseits in Führung gehen können, doch Routinier André Ayew scheiterte mit seinem miserabel ausgeführten Penalty an Goalie Sergio Rochet (21.). Ghana scheidet als Gruppenletzter aus. (tga/dur)

Riesige Freude bei Südkorea: Die Asiaten stehen nach ihrem 2:1-Sieg gegen Portugal im Achtelfinal.

Riesige Freude bei Südkorea: Die Asiaten stehen nach ihrem 2:1-Sieg gegen Portugal im Achtelfinal.

Keystone

Uruguay in Führung und auf Achtelfinal-Kurs

Uruguay scheint seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Die bis anhin torlosen Südamerikaner liegen durch einen Doppelpack von Giorgian De Arrascaeta mit 2:0 gegen Ghana in Führung und stehen – Stand jetzt – neben Portugal im Achtelfinal. Bitter für die Afrikaner: André Ayew hatte selbst die Chance, die «Black Stars» in Front zu bringen, scheiterte mit seinem schwach geschossenen Penalty aber an Goalie Sergio Rochet.

Entschieden ist die Angelegenheit aber noch längst nicht: Südkorea hat auch noch eine realistische Chance auf Rang zwei. Zwischen den Ostasiaten und dem sicher qualifizierten Portugal steht es zur Pause 1:1; mit einem weiteren Treffer wäre der WM-Vierte von 2002 nach aktuellem Stand im Achelfinal. (dur)

Uruguay ist auf Kurs K.o.-Runde.

Uruguay ist auf Kurs K.o.-Runde.

Keystone

Südkorea und Uruguay zum Siegen verdammt

Vor dem dritten und letzten Spieltag in Gruppe H ist noch alles offen. Besser gesagt, fast alles: Portugal hat sein Achtelfinal-Ticket durch zwei Siege bereits gelöst. Gegner Südkorea ist indes dringend auf einen Sieg angewiesen, um ein Wörtchen um die K.o.-Phase mitreden zu können. Die Asiaten stehen nach den ersten beiden Partien bei einem mageren Zähler.

Die gleiche spärliche Ausbeute weist Uruguay auf, das bislang nicht einmal einen Torerfolg vorzuweisen hat – seiner illustren Offensivreihe um Edinson Cavani und Luis Suárez zum Trotz. Die Südamerikaner treffen mit Ghana auf ein Team, dem womöglich bereits ein Remis zum Weiterkommen genügen könnte. Die Westafrikaner liegen mit drei Punkten gegenwärtig auf Rang zwei. Und dürften mit Uruguay noch eine Rechnung offen haben: 2010 schieden die «Black Stars» auf höchst dramatische Weise gegen den heutigen Gegenüber aus der WM in Südafrika aus. (dur)

Endet die Ladehemmung: Luis Suàrez und Co. sind gegen Ghana gefordert.

Endet die Ladehemmung: Luis Suàrez und Co. sind gegen Ghana gefordert.

Keystone

Sommer und Elvedi fallen gegen Serbien aus

Rückschlag für die Nati: Goalie Yann Sommer und Verteidiger Nico Elvedi fallen für die Partie gegen Serbien aus. Beide sind weiterhin erkältet. Dies berichtet der «Blick». Der Verlust der Gladbach-Legionäre ist ein arger Aderlass für die Mannschaft von Murat Yakin. Für Sommer dürfte Gregor Kobel in die Startelf rücken, für Elvedi Fabian Schär. (swe)

Goalie Yann Sommer und Verteidiger Nico Elvedi im Spiel gegen Brasilien.

Goalie Yann Sommer und Verteidiger Nico Elvedi im Spiel gegen Brasilien.

Keystone

Louis van Gaal: Weltmeister mit Holland, anschliessend Trainer von Belgien?

Bondscoach Louis van Gaal schwärmt für Belgien - hat bei der Frage nach einer möglichen Zukunft als Nationaltrainer der Roten Teufel aber lieber auf seine Gattin Truus verwiesen. «Sie müssen meine Frau überzeugen», sagte van Gaal vor dem Achtelfinale der Niederlande gegen die USA. Belgien sei ein tolles Land mit freundlichen Menschen, Knokke-Heist eine tolle Stadt am Meer. Derzeit interessiere ihn aber nur das Weiterkommen mit Oranje. «Wir wollen Weltmeister werden und haben noch vier Spiele vor uns. Dann werden wir sehen», sagte van Gaal. Belgiens Nationaltrainer Roberto Martinez hatte nach dem überraschenden WM-Aus der Roten Teufel seinen Rücktritt erklärt. (sid)

Kann sich einen Trainerjob in Belgien vorstellen: Trainer Louis van Gaal.

Kann sich einen Trainerjob in Belgien vorstellen: Trainer Louis van Gaal.

Keystone

Die Schweiz kommt weiter, wenn…

Der Schweizer Nati stehen alle Achtelfinal-Türen offen. Mit einem Sieg gegen Serbien ist der Einzug in die K.o.-Phase sichergestellt. Verliert zeitgleich Brasilien gegen Kamerun, ist sogar der Gruppensieg für das Team von Murat Yakin möglich. Dafür ist ein besseres Torverhältnis als jenes der Seleção von Nöten. Ebenfalls in die Achtelfinals stösst die Nati mit einem Unentschieden, sofern Kamerun nicht Brasilien bezwingt. (swe)

Sonderzeitung und spontane Morgenpartys: Japan zelebriert den WM-Coup

Japans nächster grosser Fussball-Coup bei der WM in Katar hat auch die heimische Bevölkerung in Begeisterung versetzt. Trotz der ungünstigen Anstosszeit (Ortszeit Tokio 4.00 Uhr) feierten zahlreiche Menschen in der Nacht zum Freitag das 2:1 gegen Spanien, das Japan den Gruppensieg bescherte. «Ich kann es nicht in Worte fassen. Es war grossartig», sagte Kapitän Maya Yoshida, der einst bei Schalke 04 spielte.

Die Sportzeitung «Nikkan Sports» produzierte direkt eine Sonderausgabe, um über den unerwarteten Erfolg zu berichten. Diese konnte im ganzen Land an Druckern in sogenannten Convenience-Stores, die 24 Stunden geöffnet sind und an beinahe jeder Strassenkreuzung zu finden sind, bezogen werden. Auch auf der weltberühmten Kreuzung im Tokioter Szene-Stadtteil Shibuya strömten die Fans nach dem Sieg aus den Lokalen, wo sie das Spiel im Fernsehen verfolgt hatten, und jubelten. Chefcoach Hajime Moriyasu sagte: «Auch für Asien wird die Tatsache, dass wir gegen Deutschland und Spanien, Top-Länder der Welt, gewinnen konnten, viel Selbstvertrauen geben. Wir müssen noch viel lernen, aber wir sind zuversichtlich, dass der asiatische und der japanische Fussball die Topteams der Welt schlagen kann. Diese Freude möchte ich teilen.» (dpa)

Grenzenlose Freude in Tokio. Fans feiern mitten in der Nacht.

Grenzenlose Freude in Tokio. Fans feiern mitten in der Nacht.

Keystone

Der Tagesablauf der Schweizer Nati vor dem Spiel gegen Serbien

Es sind noch wenige Stunden bis zum entscheidenden Spiel. Um 20 Uhr trifft die Schweiz auf Serbien. Holt die Schweiz mindestens einen Punkt, steht sie im Achtelfinal. Wie sieht der heutige Tagesablauf aus? Wann klingelte der Wecker? Was gibt es zu essen? Wann verrät Murat Yakin die Aufstellung? Antworten dazu finden Sie hier. (swe)

Deutschland im Schock-Zustand: Bierhoffs Rücktritt gefordert

In Deutschland erwachen viele mit Kater, Katar-Kater. Die Zeitungen versuchen sich aus dem WM-Ausscheiden ihrer Mannschaft einen Reim zu machen. Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» erklärt die Nationalelf nach dem zweiten Ausscheiden in der Vorrunde zum «Fussballzwerg».  Sie sei keine Turnier-Mannschaft mehr. Dem Geschäftsführer Der Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, empfiehlt das Magazin den Rücktritt. 

Die Zeitung «Die Welt» schreibt von einem «blamablen Ausscheiden». Der deutsche Fussball sei am Tiefpunkt angelangt. Ein «Weiter so» dürfe es nicht geben. Die Kritik richtet sich auch hier gegen Bierhoff. Die «Bild»-Zeitung sorgt sich in ihrer Online-Ausgabe um Joshua Kimmich. Er hatte nach dem Ausscheiden vor Journalisten gesagt: «Ich habe Angst, dass ich in ein Loch falle.»

Deutschland trotz Sieg ausgeschieden, Spanien kommt mit blauem Auge davon

Deutschland gewinnt gegen Costa Rica 4:2. Weil Spanien im Parallel-Spiel sensationell eine 1:2-Pleite gegen Japan einfährt, muss die DFB-Elf dennoch die Heimreise antreten. Die Japaner, die nach Deutschland einen weiteren Ex-Weltmeister überrumpeln, sichern sich mit sechs Punkten den Gruppensieg. Spanien landet mit vier Zählern auf dem zweiten Platz. Die Deutschen haben zwar ebenfalls vier Punkte auf dem Konto, doch La Roja hat deutlich das bessere Torverhältnis. Wie schon 2018 scheitert Deutschland bereits blamabel in der Vorrunde. Der Weltmeister von 2010 kommt indes mit einem blauen Auge davon. Als die Costa Ricaner gegen Deutschland zwischenzeitlich in Führung lagen, hätte der nächste Favorit die Koffer packen müssen.

Die Equipe von Hansi Flick belagerte von Beginn weg das costa-ricanische Tor, kam durch das Kopfballtor von Serge Gnabry (10.) zur Führung. Deutschland dominierte zwar in der Folge, liess aber den Schwung der Anfangsphase vermissen. Es brauchte gar eine Glanztat von Manuel Neuer (42.), um den Ausgleich zu verhindern. In der zweiten Hälfte konterten die Zentralamerikaner mit Erfolg. Tejeda (58.) und Vargas (70.) drehten den Spielstand auf den Kopf. Ein Doppelpack von Kai Havertz (73., 85.) und Niclas Füllkrug sorgten zwar für den Sieg, der am Ende jedoch wertlos war.

Alvaro Morata (11.) brachte die souverän agierenden Spanier in Front. Zum Pausentee deutete noch nichts auf eine weitere Sensation. Doch La Roja vergab nach einem schläfrigen Start in die zweite Halbzeit innerhalb von drei Minuten den Vorsprung. Der eingewechselte Doan (48.) sorgte mit seinem Schuss aus 17 Metern für den Ausgleich. Der spanische Schlussmann schien beim haltbaren Treffer mit den Gedanken noch in der Kabine gewesen zu sein. Tanaka (51.) sorgte bei den Asiaten für riesigen Jubel. In der Aktion vor dem Tor schien der Ball die Torauslinie überquert zu haben, doch nach VAR-Intervention wurde das Tor gegeben. Der Favorit drückte auf den Ausgleich, musste plötzlich um das Weiterkommen bangen. Letztlich kam man mit dem Schrecken davon. (gav)

Damit ergeben sich folgende Achtelfinalpaarungen:
- Japan vs. Kroatien
- Marokko vs. Spanien

Riesige Enttäuschung beim vierfachen Weltmeister Deutschland. Das WM-Abenteuer endet bereits in der Vorrunde.

Riesige Enttäuschung beim vierfachen Weltmeister Deutschland. Das WM-Abenteuer endet bereits in der Vorrunde.

Martin Meissner / AP

Verrückte Schlussphase

Für wenige Minuten sieht es gar danach aus, als würden die Favoriten Deutschland und Spanien die Heimreise antreten. Weil Juan Vargas (70.) die Costa Ricaner mit 2:1 in Führung bringt, hätten sich Japan und die Zentralamerikaner für das Achtelfinal qualifiziert. Doch Kai Havertz sorgt nur drei Minuten später wieder für den Ausgleich.

Im Parallel-Spiel führt Japan nach wie vor mit 2:1 gegen Spanien. La Roja benötigt ein Remis für das sichere Weiterkommen. Stand jetzt sind die Japaner Gruppensieger und die Spanier auf dem zweiten Platz. (gav)

Deutschland vor dem WM-Aus

Japan dreht das Spiel gegen Spanien und führt mit 2:1. La Roja startet schläfrig in den zweiten Durchgang und wird gleich dafür bestraft. Ritsu Doan (48.) erwischt den spanischen Keeper mit einem haltbaren Schuss aus der zweiten Reihe. Nur drei Minuten später ist die Partie durch Ao Tanaka gedreht. Zunächst schien der Treffer nicht zu zählen, weil der vor dem Treffer der Ball im Toraus gewesen sein soll. Doch der VAR gibt den Treffer.

Auch im Parallelspiel tut sich überraschendes. Neuer kann zunächst noch einen Kopfball von Campbell parieren, doch Yeltsin Tejeda (58.) reagiert beim Nachschuss am schnellsten und drückt den Ball über die Linie. Stand jetzt ist Japan mit 6 Punkten Gruppensieger und Spanien (4 Punkte) auf Rang 2. Costa Rica hat zwar auch vier Zähler, doch das deutlich schlechtere Torverhältnis. (gav)

Yeltsin Tejeda trifft zum Ausgleich.

Yeltsin Tejeda trifft zum Ausgleich.

Georgi Licovski / EPA

Neuer verhindert Ausgleich

Deutschland liegt zur Halbzeit gegen Costa Rica mit 1:0 in Führung. Bereits nach 10 Minuten knackt die Mannschaft von Hansi Flick den Abwehrriegel der Zentralamerikaner. Serge Gnabry köpft zur Führung ein. Nach der starken Anfangsphase bleiben die Deutschen zwar spielbestimmend, können sich trotz Überlegenheit aber nicht mehr viele zwingende Torchancen herausspielen. Kurz vor der Halbzeit trauen sich dann auch die Costa Ricaner in die Offensive. Keysher Fuller (42.) gelingt nach einem langen Ball beinahe der Ausgleich, doch Keeper Manuel Neuer wehrt mit der Hand über die Querlatte ab.

Auch Spanien geht mit einem 1:0-Vorsprung in die Kabine. Alvaro Morata (11.) köpft den Favoriten nach einer Azpilicueta-Hereingabe früh in Front. Viele Torchancen sind bis anhin nicht zu sehen. La Roja agiert überlegen und hat die Kontrolle. Die Japaner können den Weltmeister von 2010 noch nicht in Bedrängnis bringen. Bei diesen Spielständen stehen Spanien und Deutschland im Achtelfinal. (gav)

Manuel Neuer verhindert den Ausgleich.

Manuel Neuer verhindert den Ausgleich.

Ariel Schalit / AP

Favoriten in Führung

Deutschland liegt gegen Costa Rica mit 1:0 in Führung. Die DFB-Elf übt bereits von Beginn weg viel Druck auf den Abwehrriegel der Costa Ricaner aus. Doch dieser hält nicht lange stand. Eine Hereingabe von David Raum gelangt zu Serge Gnabry (10.), der zur Führung einnicken kann.

Auch Spanien geht bereits früh in Front. Azpilicueta geniesst an der rechten Strafraumkante viel Freiraum und Zeit. Seine Flanke findet im Zentrum den Kopf von Alvaro Morata (11.), der problemlos das Leder im Kasten unterbringt. Stand jetzt qualifizieren sich die Spanier und die Deutschen. (gav)

Serge Gnabry erzielt das 1:0 für die DFB-Elf.

Serge Gnabry erzielt das 1:0 für die DFB-Elf.

Georgi Licovski / EPA

Deutschland unter Zugzwang

Spanien hat als Spitzenreiter der Gruppe E die besten Möglichkeiten auf das Weiterkommen. Ein Remis gegen Japan genügt dem Weltmeister von 2010. Auch wenn Deutschland den schlechtesten Start an einer WM seit 1938 hingelegt hat und am Tabellenende liegt, kann die Equipe von Hansi Flick noch in den Achtelfinal vorstossen. Dafür braucht es in jedem Fall einen Sieg gegen Costa Rica. Sollte es im Parallel-Spiel ein Unentschieden geben, muss die DFB-Elf mit zwei Toren unterschied gewinnen. (gav)

Tabelle der Gruppe E

1. Spanien 4 Punkte, 2. Japan 3 Pkt., 3. Costa Rica 3 Pkt., 4. Deutschland 1 Pkt.

Deutschland braucht gegen Costa Rica einen Sieg.

Deutschland braucht gegen Costa Rica einen Sieg.

Matthias Schrader / AP

Die Belgier müssen ihre Koffer packen

Kroatien – Belgien 0:0
Die Frage, ob Belgien eine Chance auf den WM-Titel habe, beantwortete Kevin de Bruyne vor dem Turnier mit «wir sind zu alt», und damit hatte der 31-Jährige wohl nicht unrecht. Weil die «Roten Teufel» gegen Kroatien nicht über ein 0:0-Unentschieden hinauskommen, müssen sie bereits nach der Gruppenphase die Heimreise antreten.
Nach einer torlosen ersten Halbzeit war der belgische Angriff gefordert. Aber auch die Einwechslung des angeschlagenen Romelu Lukaku brachte den zwingend notwendigen Treffer nicht. Der Inter-Mailand-Stürmer vergab mehrere hochkarätige Chancen kläglich. Die in den Schlussminuten nur noch mit Defensivarbeit beschäftigten Kroaten brachten das Remis über die Zeit und schliessen die Gruppe auf dem zweiten Rang hinter Marokko ab. (tga)

Romelu Lukaku (rot) verpasste gleich mehrere Chancen sein Land in Führung zu bringen.

Romelu Lukaku (rot) verpasste gleich mehrere Chancen sein Land in Führung zu bringen.

Ricardo Mazalan / AP

Kanada - Marokko 1:2 (1:2)
Dank eines 2:1-Erfolgs gegen Kanada schnappen sich die Marokkaner den Gruppensieg mit sieben Punkten. Ein grosser Erfolg für die Nordafrikaner, die zum ersten Mal seit 36 Jahren in die K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft einziehen. Hakim Ziyech (4.) brachte die Marokkaner früh in Front. Nach einem Rückpass wurde der kanadische Schlussmann bedrängt. Statt den Ball wegzuschlagen, bediente dieser Ziyech, der aus rund 30 Metern das Leder in das verwaiste Tor heben konnte. Youssef En-Nesyri (23.) erhöhte für sein effizientes Team auf 2:0. Ein Eigentor von Nayef Aguerd (40.) brachte wieder Spannung in die Partie. Auch, weil in der Nachspielzeit das 3:1 wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung fand. Im zweiten Abschnitt drückten die Kanadier auf den Ausgleich, bekundeten etwas Pech, als der Ball nach einem Kopfball von Hutchinson (72.) die Linie nicht vollends überschritt. Die Nordamerikaner verpassen damit den ersten WM-Punkt der Geschichte. (gav)

Belgien braucht dringend ein Tor

Kroatien – Belgien 0:0*
Keine Tore zur Halbzeit gab es im Duell zwischen Kroatien und Belgien. In den Anfangsminuten wurden die «Roten Teufel» regelrecht überrannt. Nur sieben Sekunden waren gespielt, als Ivan Perisic ein erstes Mal ein Geschoss in Richtung Thibaut Courtois abfeuerte. Nach Anfangsschwierigkeiten fand auch das Team von Roberto Martinez in die Partie und erspielte sich Torchancen. Gehörig Glück hatten die Belgier in der 18. Minute: Wegen eines Abseits, welches nicht mal in der 3D-Animation klar ersichtlich war, revidierte Schiedsrichter Anthony Taylor seine Entscheidung und zog korrekterweise einen Elfmeter für Kroatien zurück. Gelingt den Belgiern in der zweiten Hälfte der Sieg nicht, müssen sie die Heimreise antreten. (tga)

Belgiens Angriff um Stürmer Dries Mertens ist in der zweiten Halbzeit gefordert.

Belgiens Angriff um Stürmer Dries Mertens ist in der zweiten Halbzeit gefordert.

Ricardo Mazalan / AP

Kanada – Marokko 1:2*
Marokko führt zur Pause gegen Kanada mit 2:1. Die Nordafrikaner sind damit auf bestem Weg in die K.o.-Phase. Hakim Ziyech (4.) brachte die Marokkaner früh in Front. Nach einem Rückpass wurde der kanadische Schlussmann bedrängt. Statt den Ball wegzuschlagen, bediente dieser Ziyech, der aus rund 30 Metern das Leder in das verwaiste Tor heben konnte. Ein effizientes Marokko erhöhte dank Youssef En-Nesyri (23.), ein Eigentor von Nayef Aguerd (40.) sorgt wieder etwas für Spannung. Auch, weil in der Nachspielzeit das 3:1 wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung fand. (gav)

Schafft Belgien nach Krisensitzung die Wende?

Der letzte Spieltag in der Gruppe F (ab 16.00 Uhr) steht auf dem Programm. Kanada ist bereits ausgeschieden, strebt nach dem ersten WM-Tor (1:4 gegen Kroatien) gegen Marokko dennoch den ersten WM-Punkt der Geschichte an. Die Afrikaner könnten ihrerseits zum ersten Mal seit 36 Jahren in die K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft einziehen. Für dieses Unterfangen reicht ein Punkt. Auch Vize-Weltmeister Kroatien erreicht die Runde der letzten 16 mit einem Remis gegen Belgien. Doch aufgepasst: Bei Kontrahent Belgien lagen die Nerven zuletzt blank. Nach einer Krisensitzung sollen die Probleme aus der Welt geschafft worden sein. Gelingt der «Goldenen Generation» der Belgier die Wende? Die Hazard-Brüder müssen zunächst auf der Bank platz nehmen. (gav)

Gruppe F

1. Kroatien 4 Punkte, 2. Marokko 4 Pkt., 3. Belgien 3 Pkt., 4. Kanada 0 Pkt.

Belgien ist am letzten Spieltag der Gruppe F gehörig unter Druck.

Belgien ist am letzten Spieltag der Gruppe F gehörig unter Druck.

Keystone

Brasilien-Trainer Tite kündet gegen Kamerun «völlig andere Mannschaft» an

Brasilien wird im letzten Gruppenspiel einige Spieler schonen. Wie Nationaltrainer Tite und sein Co-Trainer Cleber Xavier am Donnerstag in Doha mitteilten, werde man gegen Kamerun am Freitag  eine «völlig andere Mannschaft» aufs Feld schicken. «Wir werden nach der Gruppenphase alle Spieler evaluieren», begründete Xavier die Entscheidung. Sicher nicht mit von der Partie wird Superstar Neymar sein. «Wir werden uns nach dem Spiel mit unseren Medizinern absprechen, wie weit unsere Verletzten sind», sagte Xavier. (sid)

Coach Tite will gegen Kamerun eine völlig andere Mannschaft aufs Feld schicken.

Coach Tite will gegen Kamerun eine völlig andere Mannschaft aufs Feld schicken.

Andre Penner / AP

Nati-Trainer Yakin zuversichtlich, dass alle Schweizer gegen Serbien fit sind

Xherdan Shaqiri und Noah Okafor verletzt. Yann Sommer und Nico Elvedi erkältet. Ein Tag vor dem Endspiel um den WM-Achtelfinal gegen Serbien sind die Schweizer Sorgen gross. Doch nun gibt Murat Yakin Entwarnung. An der Medienkonferenz heute Nachmittag sagt er: «Shaqiri und Okafor trainieren seit zwei Tagen, sie sind einsatzbereit. Auch Sommer und Elvedi werden wieder fit sein.» (ewu)

Manuel Akanji (links) und Murat Yakin geben einen Tag vor dem Serbien-Spiel Auskunft.

Manuel Akanji (links) und Murat Yakin geben einen Tag vor dem Serbien-Spiel Auskunft.

Laurent Gillieron / EPA

Portugal Linksverteidiger Nuno Mendes fällt verletzt aus

Portugals Linksverteidiger Nuno Mendes fällt mit einer Muskelverletzung für die anstehenden WM-Spiele aus. Der 20 Jahre alte Spieler von Paris Saint-Germain habe sich eine Blessur im linken Oberschenkel zugezogen, teilte der portugiesische Verband am Donnerstag mit. Portugiesische Medien berichteten übereinstimmend, Mendes könne bei diesem Turnier gar nicht mehr zum Einsatz kommen. Der portugiesische Verband nannte zunächst keine genaue Ausfallzeit und Diagnose. Sollte sich die Schweiz für den Achtelfinal qualifizieren, würde die Equipe von Murat Yakin mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Portugal treffen. (dpa/tga)

Nuno Mendes (Mitte) fällt verletzt aus.

Nuno Mendes (Mitte) fällt verletzt aus.

Abedin Taherkenareh / EPA

Mitten in der Nacht: Tausende Australier feiern Achtelfinaleinzug

Aufgrund der Zeitverschiebung müssen Australische Fans bis weit in die Nacht wach bleiben um ihre «Socceroos» live zu verfolgen. Das wichtige Spiel gegen Dänemark wurde an der Ostküste um 02.00 Uhr Ortszeit angepfiffen, was der Stimmung offenbar kein Abbruch tat. Als Mathew Leckie um halb Vier in der Nacht den Siegtreffer erzielte brachen in Melbourne alle Dämme. Australien zieht zum zweiten Mal in seiner Geschichte in die K.o.-Phase einer WM ein. (tga)

Frankreich legt Protest ein – TV-Sender geht zu früh in die Werbung

Der französische Fussball-Verband wird nach eigener Aussage fristgerecht Protest gegen die Wertung der 0:1-Niederlage gegen Tunesien eingelegen. Grund dafür ist die Tatsache, dass Schiedsrichter Matt Conger den Ausgleich der Franzosen in der achten Minute der Nachspielzeit zunächst gab und das Spiel abpfiff, das Tor nach Intervention des VAR aber wegen einer Abseits-Stellung aberkannte. Die Aberkennung des Treffers sei «zu Unrecht» erfolgt, teilte der französische Verband am Mittwochabend mit. 

Didier Deschamps beschwerte sich in der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Didier Deschamps beschwerte sich in der Pressekonferenz nach dem Spiel. 

Petr David Josek / AP

Diese kuriose Szene bekamen die französischen Fernseh-Zuschauer übrigens gar nicht mehr mit. Nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Matt Conger war der übertragende Kanal TF1 vom Sender gegangen. Als der Sport nach der Werbung wieder auf Sendung war, sagte Moderator Denis Brogniart laut «L’Equipe»: «Wir waren sicher, dass es vorbei war.» Der Sender entschuldigte sich am Abend bei seinen Zuschauern. «Wir entschuldigen uns bei allen, die diesen Moment nicht live erleben konnten», hiess es in einer Mitteilung, die TF1 auf seinen sozialen Medien verbreitete.

Auf das Weiterkommen und den weiteren Turnier-Verlauf hätte die Entscheidung keinerlei Einfluss. Frankreich würde auch im Falle einer 0:1-Niederlage Gruppensieger sein, Tunesien wäre auch im Falle einer Wertung mit 1:1 ausgeschieden. (dpa/tga)

Sommer und Elvedi verpassen Training wegen Erkältung

Einen Tag vor dem Spiel gegen Serbien muss Trainer Murat Yakin im Training auf zwei Schlüsselspieler verzichten. Yann Sommer und Nico Elvedi konnten die Trainingseinheit am Donnerstag wegen einer Erkältung nicht bestreiten. Ob die beiden Gladbach-Legionäre bis morgen Freitag fit werden, ist ungewiss. Sollten Sommer und Elvedi aussetzen müssen, wäre dies ein arger Aderlass für die Schweizer Nati. (swe)

Yann Sommer (links) und Nico Elvedi (vorne) im Spiel gegen Brasilien.

Yann Sommer (links) und Nico Elvedi (vorne) im Spiel gegen Brasilien.

Keystone

Muss Goalie Szczesny wegen Wette mit Messi eine Strafe befürchten?

Polens Torwart Wojciech Szczesny hat im abschliessenden WM-Gruppenduell mit Argentinien eine Wette gegen Lionel Messi verloren. Nachdem er den Superstar bei einem Zweikampf im Strafraum leicht am Kopf getroffen hatte und der Schiedsrichter die Szene auf Hinweis des Videoassistenten überprüfte, habe er zu Messi gesagt: «Ich wette 100 Euro, dass er ihn nicht gibt.» Der Referee entschied jedoch auf Elfmeter, sodass Szczesny nach dem Abpfiff einräumte: «Die Wette gegen Messi habe ich wohl verloren.» Begleichen will Szczesny die Wettschulden nicht. Messi habe genug Geld, befand er lachend. Den Elfmeter von Messi hatte der Schlussmann von Juventus übrigens pariert. Zwar verlor Polen die Partie dennoch mit 0:2, zog aber als Gruppenzweiter hinter Argentinien ins Achtelfinale ein. Entsprechend gut gelaunt war Szczesny und nahm augenzwinkernd sogar eine mögliche Strafe der Fifa in Kauf. «Ich weiss nicht, ob das erlaubt ist», sagte er zu seiner Wette mit Messi. «Wahrscheinlich kriege ich dafür eine Strafe. Das ist mir aber egal.» (dpa)

Ein Meilenstein für Schiedsrichterinnen

Spät - aber nicht zu spät - hat Pierluigi Collina entschieden, dass ein neues Kapitel Fussball-Geschichte geschrieben werden darf. Stephanie Frappart wird als erste Schiedsrichterin eine Partie bei einer Männer-WM leiten. Die 38-jährige Französin wird heute Abend das Spiel Deutschland – Costa Rica leiten. «Ich bin nicht gross und nicht so stark wie meine männlichen Kollegen», sagte die 1,64 «kleine» Frappart, die ihre Autorität durch die stets streng gekämmten Haare unterstreicht, vor der WM mit Blick auf mögliche Einsätze: «Aber ich werde mir dennoch in jedem Fall Gehör verschaffen.»

Die frühere Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat mit grosser Begeisterung darauf reagiert, dass Stéphanie Frappart als erste Frau ein Spiel bei einer Männer-Weltmeisterschaft pfeift. «Was für ein Meilenstein in der Geschichte für Schiedsrichterinnen», sagte die 43-Jährige. Trainer Hansi Flick sagte, er vertraue Frappart zu «100 Prozent», sie habe es «verdient aufgrund ihrer Leistung». «Dass die deutsche Mannschaft von der Ansetzung betroffen ist, ist sicher auch kein Zufall, da in Deutschland ja bereits seit Jahren Schiedsrichterinnen zum natürlichen Wochenendbild gehören», sagte Steinhaus. Sie war 2017 die erste Frau, die ein Bundesliga-Spiel der Männer leitete. (swe)

Stéphanie Frappart leitet heute die Partie Deutschland - Costa Rica.

Stéphanie Frappart leitet heute die Partie Deutschland - Costa Rica.

Keystone

Die Partien am Donnerstag: Zieht Deutschland den Kopf aus der Schlinge?

In der Gruppe F ist Kanada bereits ausgeschieden. Nach dem ersten WM-Tor (1:4 gegen Kroatien) peilt man gegen Marokko den ersten WM-Punkt der Geschichte an. Am letzten Spieltag (alle Partien um 16.00 Uhr) geht es noch für Kroatien, Belgien und Marokko um den Einzug ins Achtelfinal. Die beste Ausgangslage hat Kroatien. Dem Vize-Weltmeister von 2018 würde ein Remis gegen Belgien reichen.

1. Kroatien 4 Punkte, 2. Marokko 4 Pkt., 3. Belgien 3 Pkt. 4. Kanada 0 Pkt.

Deutschland liegt in der Gruppe E mit einem Zähler am Tabellenende. Dennoch hat unser nördlicher Nachbar – sowie alle anderen Equipen – die Möglichkeit auf das Weiterkommen. Spanien besitzt im Spiel gegen Japan die besten Chancen. Ein Remis reicht für den Achtelfinal. Bei einem Unentschieden zwischen Spanien und Japan müsste die DFB-Elf von Hansi Flick gegen Costa Rica mit zwei Toren Unterschied gewinnen. (gav)

1. Spanien 4 Punkte, 2. Japan 3 Pkt., 3. Costa Rica 3 Pkt. 4. Deutschland 1 Pkt.

Zieht Deutschland den Kopf noch aus der Schlinge?

Zieht Deutschland den Kopf noch aus der Schlinge?

Keystone

Argentinien trotz verschossenem Messi-Elfmeter weiter

Am Ende wurde es ganz eng. Weil Polen und Mexiko gleich viele Punkte haben und bis kurz vor Schluss dasselbe Torverhältnis hatten, drohte die Fairplay-Wertung zu entscheiden. Da Mexiko alles riskierte und in der Nachspielzeit noch einen Gegentreffer erhielt, wurde dieses Szenario abgewendet. Argentinien qualifiziert sich in der Gruppen C als Tabellenerster, Polen kommt auf Rang zwei weiter.

Argentinien setzte sich gegen Polen mit 2:0 durch. Die beiden Treffer fielen im zweiten Durchgang. Das, obwohl sich den Südamerikanern bereits schon in den ersten 45 Minuten genug Chancen boten, um das Skore zu eröffnen. Allen voran: Lionel Messi (39.), der aber vom Punkt an Wojciech Szczęsny scheiterte. Gerade mal 54 Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, als Argentinien in Führung ging. Eine flache Hereingabe fand Mac Allister im Strafraum, der direkt abdrückte und traf. Die Südamerikaner drückten weiter und belohnten sich mit dem 2:0 durch Julián Álvarez (68.). Und die Polen um Robert Lewandowski? Fanden offensiv nicht statt, zeigten einen blutleeren Auftritt, konzentrierten sich auf die Abwehrarbeit, um das 0:2 über die Zeit zu bringen. Erstmals seit 36 Jahren steht Polen damit unter den letzten 16 einer WM.

Trotz eines 2:1-Erfolgs gegen Saudi-Arabien ist Mexiko gescheitert. Henry Martin (47.) und Luis Chavez (52.) brachten die Mexikaner nach einem Blitzstart in der zweiten Halbzeit mit zwei Längern in Front. Vor allem hervorzuheben: Der Freistosstreffer von Chavez aus 25 Metern. Mexiko drückte auf einen weiteren Treffer, doch das Tor gelang Salem Aldawsari (90.+5) für Saudi-Arabien. (gav)

Damit ergeben sich im Achtelfinal folgende Paarungen:
- Argentinien vs. Australien
- Frankreich vs. Polen

Spannende Ausgangslage

Gerade mal 54 Sekunden sind im zweiten Durchgang gespielt, als Argentinien in Führung geht. Eine flache Hereingabe findet Mac Allister im Strafraum, der direkt abschliesst und trifft. Die Südamerikaner drücken weiter und belohnen sich mit dem 2:0 durch Julián Álvarez (68.).

Auch Mexiko hat wie die Feuerwehr losgelegt und liegt nach den Treffern von Henry Martín (47.) und Luis Chávez (52.) mit zwei Längen in Front. Dabei ist vor allem der sehenswerte Freistosstreffer von Chavez aus rund 25 Metern hervorzuheben. Falls es in beiden Partien so bleibt, dann kommt Argentinien als Gruppensieger und Polen auf Rang zwei weiter. Mexiko und Polen haben gleich viele Punkte und dasselbe Torverhältnis. So kommt die Fairplay-Wertung zum Zuge. Polen hat im Moment noch weniger Verwarnungen als Mexiko erhalten. Es bleiben noch gut 20 Minuten. (gav)

Messi verschiesst einen Elfmeter

Zwischen Argentinien und Polen sind noch keine Tore gefallen. Dabei boten sich den Südamerikanern genug Möglichkeiten, um das Skore zu eröffnen. Allen voran: Lionel Messi. Nachdem der 35-jährige Superstar im Strafraum vom polnischen Keeper Wojciech Szczęsny leicht am Kopf berührt wurde, gab es nach VAR-Intervention einen strittigen Elfmeter. Der Gefoulte trat gleich selbst an (39.) und scheiterte an Szczęsny. Wie schon gegen Saudi-Arabien hielt der Juve-Goalie einen Penalty. Zuvor hätten die Südamerikaner nach einer direkten Ecke von Ángel Di María (33.) oder durch eine Doppelchance (29.) in Führung gehen können. Die Polen um Robert Lewandowski finden in der Offensive bis anhin kaum statt.

Auch im Parallelspiel sind noch keine Tore gefallen. Ein überlegenes Mexiko brachte gegen Saudi-Arabien den Ball noch nicht im Tor unter. Falls es bei diesen Resultaten bleibt, stehen Polen und Argentinien in der nächsten Runde. (gav)

Messi vs. Lewandowski: Wer setzt sich durch?

Natürlich sind in der Gruppe C heute viele Augen auf das Duell zwischen den beiden Superstars Robert Lewandowski und Lionel Messi gerichtet. Doch auch Saudi-Arabien und Mexiko kämpfen noch um das Weiterkommen. Tabellenführer Polen hat die besten Karten, da bereits ein Remis für einen Platz unter die besten 16 Nationen reicht. Es wäre der erste Einzug in ein WM-Achtelfinal seit 1986. Argentinien und Saudi-Arabien haben jeweils drei Zähler auf dem Konto. In jedem Fall einen Sieg benötigen die Mexikaner. Doch auch so wäre man auf Schützenhilfe angewiesen. (gav)

Australien sichert Weiterkommen, Tunesien und Dänemark raus

Tiefschlag: Dänemark hat die K.o.-Runde wider Erwarten verpasst. Das sich kopf- und strukturlos präsentierende Team von Coach Kasper Hjulmand kassierte im letzten Vorrundenspiel in Gruppe D eine 0:1-Niederlage gegen Australien und muss sieglos und mit bloss einem erzielten Tor die bittere Heimreise antreten. Die «Socceroos» hingegen, für die Matthew Leckie nach etwa einer Stunde das umjubelte Siegtor erzielte, haben hingegen zum zweiten Mal nach 2006 den Einzug in den WM-Achtelfinal geschafft.

Den Gruppensieg trägt – wenig überraschend – Frankreich davon, wenngleich der mit einer B-Elf antretende Titelverteidiger 0:1 gegen Tunesien verlor. Doch auch der Sieg reicht den couragiert auftretenden Nordafrikanern nicht für das Weiterkommen: Sie kommen durch den gleichzeitigen australischen Vollerfolg nicht über Rang drei hinaus. Wahbi Khazri bescherte Tunesien immerhin ein achtbares Erfolgserlebnis zum Abschied. Der vermeintliche Ausgleichstreffer durch Antoine Griezmann in der Nachspielzeit wurde nach VAR-Konsultation zurückgenommen, es hatte eine Abseitsposition vorgelegen. (dur)

Keine Tore zur Pause

In Gruppe D bleibt bislang alles wie gehabt: Frankreich führt die Gruppe souverän vor Australien an, Dänemark und Tunesien stehen vor dem Aus. Beide Partien gingen mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. Das vermeintliche Führungstor der Tunesier gegen Frankreich fand aufgrund einer Offside-Position keine Anerkennung. (dur)

Iran-Coach Quieroz verabschiedet sich mit emotionalen Worten

Irans Nationaltrainer Carlos Queiroz hat sich nach dem Aus bei der Fussball-WM in Katar mit emotionalen Worten verabschiedet. «Im Fussball gibt es keine moralischen Siege, aber es ist auch nicht unmoralisch, wenn man seine Träume nicht erreicht, sofern man mit vollem Einsatz und einer mutigen Siegermentalität sein Bestes gegeben hat», schrieb der 69-Jährige bei Instagram. Der Vertrag von Queiroz lief wie zuvor geplant bis zum Ausscheiden bei der WM, wie der Verband auf Anfrage bestätigte.

Die von innerpolitischen Debatten begleitete Mannschaft Irans hatte am Dienstagabend das entscheidende letzte Gruppenspiel gegen die USA 0:1 verloren und den Sprung ins Achtelfinale verpasst. «Ich bin stolz auf euch, und ihr habt wieder einmal auf und neben dem Spielfeld brilliert», teilte Queiroz mit. «Es war eine Ehre und ein Privileg, Teil dieser Fussballfamilie gewesen zu sein.» Der Portugiese war im September in das Amt als iranischer Nationaltrainer zurückgekehrt. (dpa)

Tunesien und Dänemark unter Zugzwang

Vor dem letzten Spieltag ist in Gruppe D bloss eines klar: Dass Frankreich der Einzug in die K.o.-Runde nicht mehr zu nehmen ist. Der Titelverteidiger thront mit der Maximalausbeute von sechs Punkten aus zwei Spielen souverän an der Spitze. Sein Gegner Tunesien ist indes am anderen Ende des Tableaus zu finden und ist mithin dringend auf einen Sieg gegen den haushohen Favoriten angewiesen, um den Sprung unter die letzten 16 noch zu meistern.

Über bessere Karten verfügt derweil Australien, dem im Duell mit Dänemark – das seinerseits in jedem Fall gewinnen muss – womöglich auch ein Unentschieden genügt. Tunesien dürfte zeitgleich nicht über ein Remis gegen Frankreich hinauskommen. (dur)

Katar ist die schlechteste Gastgebernation aller Zeiten

Dass der kleine Wüstenstaat Katar über keine Fussballkultur verfügt, sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Dass die katarische Nationalelf an der Heim-WM so dermassen schlecht abschneidet, überraschte dann doch ein wenig. Katar wird nicht nur für eine der kontroversesten Fussballweltmeisterschaften aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen, sondern auch als sportlich schlechteste Gastgebernation. Kein anderer WM-Gastgeber schied jemals bereits nach zwei Spielen aus dem Turnier aus oder schloss die Gruppe gar mit null Punkten ab. Diese und weitere Negativrekorde des katarischen Nationalteams sorgen in den sozialen Medien für Gespött. (tga)

Christian Pulisic gibt aus dem Spital Entwarnung

Beim 1:0 Sieg über den Iran avancierte Christian Pulisic zum tragischen Matchwinner. Der Chelsea-Offensivspieler erzielte den einzigen Treffer der Partie und sicherte so seinen Amerikanern den Einzug in den Achtelfinal. Gross bejubeln konnte der 24-Jährige seinen Treffer nicht, beim Erzielen des Treffers prallte er mit Iran-Torhüter Ali Beiranvand zusammen und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen. Im Anschluss musste er gar ausgewechselt und für weitere Untersuchungen ins Spital eingeliefert werden.

Noch in der Nacht gab der US-Verband Entwarnung. Pulisic habe sich lediglich eine Beckenprellung zugezogen. Sein Status werde von Tag zu Tag bewertet, heisst es in der Mitteilung. Ebenfalls zu Wort meldete sich Pulisic selbst: In den sozialen Medien kursiert derzeit ein Bild, auf dem er sich im Krankenbett äusserst optimistisch zeigt. «So verdammt stolz auf meine Jungs. Am Samstag werde ich bereit sein, keine Sorge», schreibt der US-Star. Die USA treffen im Achtelfinale auf die Niederlande. (tga)

Kabinen-Zoff: dicke Luft im belgischen Team

Belgien gibt an der laufenden WM einige Rätsel auf. Die mit hervorragenden Einzelspielern gespickte Equipe vermag nicht nur auf dem Rasen keineswegs zu überzeugen – einem schmeichelhaften 1:0-Erfolg über Kanada folgte eine verdiente 0:2-Niederlage gegen Marokko –; auch neben dem Platz gibt das Team Anlass zur Beunruhigung.

So scheinen die menschlichen Gräben eine besorgniserregende Tiefe angenommen zu haben – nach der Marokko-Pleite sollen einige Spieler, namentlich Kevin De Bruyne, Jan Vertonghen und Eden Hazard, aneinandergeraten sein. De Bruyne hatte ferner für Irritationen gesorgt, als er die Interview-Frage des «Guardian», ob Belgien eine Chance auf den WM-Titel habe, verneinte mit der Begründung, «wir sind zu alt». Vertonghens Retourkutsche liess nicht lange auf sich warten. Nach dem Spiel gegen Marokko erlaubte er sich die gegen Offensivspieler De Bruyne gerichtete Bemerkung: «Wir sind wahrscheinlich auch so schlecht im Angriff, weil wir zu alt sind. Das muss doch sicher so sein.» (dur)

Belohnung nach Gruppensieg: England-Akteure bekommen frei

Die englische Fussball-Nationalmannschaft hat nach dem Gruppensieg bei der WM in Katar eine Belohnung von Cheftrainer Gareth Southgate erhalten. Der 52 Jahre alte Ex-Profi gab dem Team um Kapitän Harry Kane und Co. an diesem Mittwoch trainingsfrei, bevor ab Donnerstag die Vorbereitung auf das Achtelfinale gegen Senegal beginnt. Es stehen auch keine Medienaktivitäten, sondern ausschliesslich Regeneration auf dem Programm, hiess es von Verbandsseite. «Den Spielern wird es gut tun, mal einen Tag durchzuschnaufen», sagte Southgate nach dem 3:0-Sieg über den britischen Rivalen Wales. (dpa)

Iran-Coach Queiroz bestreitet Drohungen gegen Spieler

Irans Nationaltrainer Carlos Queiroz hat nach dem WM-Aus Berichte über angebliche Drohungen von staatlicher Seite gegen seine Mannschaft mit Vehemenz zurückgewiesen. «Wenn jemand eine Information von einer anonymen Quelle nimmt, ist das nicht professionell. So etwas ist traurig. Innerhalb von zwei Stunden wird aus einer Dummheit eine vermeintliche Wahrheit. Aber das ist die Welt, in der wir leben», sagte Queiroz.

Der US-Nachrichtensender CNN hatte zuvor berichtet, den iranischen Spielern und ihren Familien seien Haftstrafen angedroht worden, falls sie im zweiten WM-Gruppenspiel erneut nicht die Nationalhymne mitsingen sollten. Als Quelle nannte CNN eine für die Sicherheit der WM zuständige Person. «Wir haben viele Geschichten gehört über Drohungen, die Spieler angeblich erhalten haben. Das ist eine Schande», sagte Queiroz: «Was ich sagen kann ist: Dank des Teamworks haben wir Spieler, die wieder gelächelt haben. Sie haben verstanden, für wen sie spielen, habe ihre Mission verstanden, für den Iran zu spielen.» (sid)

Das bringt der heutige Tag

Tunesien - Frankreich (16.00 Uhr)
Der Weltmeister steht bereits im Achtelfinale und so gut wie sicher auch als Gruppensieger fest. Trainer Didier Deschamps hat daher einige Änderungen in der Startelf angekündigt. Ganz anders ist die Situation bei den Tunesiern. Die Nordafrikaner müssen gewinnen und sind zudem vom Ausgang des Duells zwischen Dänemark und Australien abhängig.

Australien - Dänemark (16.00 Uhr)
Die Socceroos aus Australien hoffen auf den ersten Achtelfinal-Einzug bei einer WM seit 16 Jahren. Mit einem Sieg wären sie sicher weiter. Auch ein Unentschieden würde reichen, wenn Tunesien nicht gegen Frankreich gewinnt. Darauf hoffen auch die Dänen, die dann ihrerseits bei einem Sieg weiter wären. Der EM-Halbfinalist geht mit dieser Drucksituation relativ gelassen um. Zumal Kapitän Simon Kjaer wieder dabei ist. Das Motto lautet: Wir haben alles in der eigenen Hand.

Polen - Argentinien (20.00 Uhr)
Die Polen gehen als Tabellenführer der Gruppe C in das Duell mit Messi und Co. Dem Team um Toptorjäger Robert Lewandowski reicht bereits ein Remis zum Weiterkommen. Es wäre der erste Einzug in ein WM-Achtelfinale seit 1986.  Doch auch bei den Südamerikanern, bei denen Messi sein 22. WM-Spiel bestreitet und damit Diego Maradona (21 Spiele) überholt, ist die Zuversicht gross. Um ganz sicher im Turnier zu bleiben, müssen sie jedoch gewinnen.

Saudi-Arabien - Mexiko (20.00 Uhr)
Saudi-Arabien hat das Weiterkommen selbst in der Hand. Bei einem Sieg stünde das Team von Trainer Hervé Renard sicher im Achtelfinale. Fraglich ist der Einsatz der zuletzt angeschlagenen Mohamed Kanno und Mohammed Al-Buraik. Mexiko muss dagegen auf ein kleines Fussball-Wunder hoffen. Erste Voraussetzung ist ein eigener Sieg. Gelingt der, kommt es auch noch auf den Ausgang der Partie Polen gegen Argentinien an. (dpa/tga)

Erstmals pfeift eine Frau ein WM-Spiel der Männer

Im dritten deutschen Gruppenspiel bei der WM in Katar gegen Costa Rica wird unabhängig vom Ergebnis Fussball-Geschichte geschrieben. Die französische Schiedsrichterin Stéphanie Frappart wird als erste Frau in der langen Historie der Fussball-WM der Männer ein Spiel leiten. Die Ansetzung gab der Weltverband FIFA am Dienstag bekannt. Für die DFB-Auswahl geht es gegen die Mittelamerikaner um die Qualifikation für das Achtelfinale - nur ein Sieg führt in die K.o.-Runde.

Der 38 Jahre alten Top-Schiedsrichterin stehen im Al-Bait Stadion nördlich von Doha die Brasilianerin Neuza Back sowie die Mexikanerin Karen Diaz Medina zur Seite. Vierter Offizieller ist Said Martinez aus Honduras. Frappart war bereits für die Männer-Europameisterschaft im vergangenen Jahr nominiert worden, hatte dort aber kein Spiel gepfiffen. (dpa)

England ohne Mühe, USA mit Dusel im Achtelfinal

England hat auf seinem vorgezeichneten Weg in den Achtelfinal nichts mehr anbrennen lassen. Das Team von Trainer Gareth Southgate setzte sich im Duell gegen seinen britischen Nachbarn Wales mit 3:0 durch und sicherte sich souverän den Gruppensieg. Marcus Rashford (50./68.) und Phil Foden (51.) sorgten nach der Pause für klare Verhältnisse, nachdem den Engländern in der ersten Halbzeit der Torerfolg noch verwehrt geblieben war. Wales muss als Letzter der Gruppe B sang- und klanglos den Heimweg antreten. 

Nebst den «Three Lions» haben auch die USA den Sprung in die Runde der letzten 16 geschafft. Die Amerikaner gewannen das entscheidende Duell gegen den Iran knapp mit 1:0, Christian Pulisic sorgte in der 38. Minute für den Siegtreffer. Die Iraner erhöhten nach dem Seitenwechsel die Schlagzahl und setzten ihren Gegner vor allem in der Schlussphase gehörig unter Druck, vermochten die Niederlage – und ihr Turnier-Out – aber nicht mehr abzuwenden. Wie schon 2018 fehlte ihnen ein einziges Tor für die K.o.-Runde. (dur)

Spannende Ausgangslage in Gruppe B

Die Ausgangslage in Gruppe B gestaltet sich vor den beiden abschliessenden Spielen am Abend äusserst delikat. Nicht nur, weil mit dem Iran und den USA sowie Wales und England rivalisierende Länder aufeinandertreffen: Auch die tabellarische Situation verspricht Spannung. England befindet sich mit vier Punkten in der Pole Position für den Achtelfinal-Einzug; den «Three Lions» genügt bereits ein Punkt, um die Vorrunde sicher zu überstehen. Selbst im Falle einer Niederlage gegen Wales, das als Gruppenletzter auf einen Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied angewiesen ist, könnte das Team von Gareth Southgate in die Runde der letzten 16 einziehen.

Mehr Brisanz verspricht das Duell der beiden politisch verfeindeten Nationen Iran und USA. Wiewohl die Iraner über einen Punkt mehr auf dem Konto und somit über einen leichten Vorteil verfügen, haben beide Mannschaften das Weiterkommen in der eigenen Hand. Die US-Amerikaner müssen in jedem Fall gewinnen, dem Iran könnte auch ein Remis ausreichen. (dur)

Niederlande und Senegal ziehen in den Achtelfinal ein

Ein Unentschieden gegen Katar benötigten die Niederlande noch, um ihren Achtelfinal-Einzug perfekt zu machen. Das Unterfangen geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, der Gastgeber präsentierte sich – wie schon in den ersten beiden Partien – nicht auf Augenhöhe. Die Europäer trugen einen glanzlosen wie ungefährdeten 2:0-Erfolg davon. Cody Gakpo brachte die überlegene «Elftal» nach rund 25 Minuten in Front, Frenkie de Jong (49.) doppelte kurz nach der Pause nach. Das vermeintliche 3:0 durch Steven Berghuis fand aufgrund eines Handspiels in seiner Entstehung keine Anerkennung. Die Niederländer beschliessen die Vorrunde mithin als Gruppensieger, mit Katar scheidet erstmals in der WM-Geschichte ein Gastgeber sieg- und punktlos aus dem Turnier aus.

Senegal sicherte sich etwas überraschend den zweiten Rang. Die Westafrikaner setzten sich gegen Ecuador mit 2:1 durch. Der Afrikameister dominierte über weite Strecken die Partie im ersten Durchgang, ging nach einem Foulelfmeter von Ismaila Sarr (44.) in Führung. «La Tri» zeigte auch nach dem Pausentee einen uninspirierten und emotionslosen Auftritt. Nach einem Eckball, der an den zweiten Pfosten verlängert wurde, konnte Moisés Caicedo (67.) dennoch ausgleichen. Die Antwort liess – mal wieder nach einem stehenden Ball – nicht lange auf sich warten: Kalidou Koulibaly verwertete nur drei Minuten später eine Freistossflanke. So übersteht der Senegal zum zweiten Mal nach 2002 eine WM-Gruppenphase. (dur/gav)

Brasilien mit weiterem Ausfall gegen Kamerun

Der brasilianische Nationaltrainer Tite muss für das abschliessende Spiel der Gruppenphase gegen Kamerun auf einen weiteren Spieler verzichten. Neben Superstar Neymar und dem Rechtsverteidiger Danilo fällt nun auch Linksverteidiger Alex Sandro aus. Der 31-jährige Verteidiger von Juventus Turin hat sich beim 1:0-Erfolg gegen die Nati an der Hüfte verletzt. Das teilte der brasilianische Teamarzt Rodrigo Lasmar am Dienstag in Doha mit. Wann mit einer Rückkehr der drei Spieler gerechnet werden kann, ist noch unklar. (gav)

Macht die Niederlande gegen den Gastgeber alles klar?

In der Gruppe A können bis auf Gastgeber Katar am letzten Spieltag der Gruppenphase noch drei Nationen auf ein Weiterkommen hoffen. Die Niederlande und Ecuador haben mit je vier Zählern und einer Tordifferenz von 3:1 die besten Karten auf den Gruppensieg. Auch Senegal hat mit drei Punkten noch Chancen auf den Spitzenplatz. Den ungeschlagenen Ecuadorianern reicht im Direktduell gegen Senegal ein Remis für den Einzug in die K.o.-Phase. Im Parallelspiel zwischen Katar und der Niederlande stellt sich die Frage, mit welchem Gesicht sich der Gastgeber aus dem Turnier verabschiedet. Verfolgen Sie die Partien in unserem Live-Ticker und Stream (siehe oben). (gav)

Sensoren-Technik bestätigt: Kein Ronaldo-Tor

Nach Spielschluss zeigte Cristiano Ronaldo immer wieder auf seinen Kopf. Er war sich ganz sicher: Der 1:0-Führungstreffer im Spiel seiner Portugiesen gegen Uruguay (Schlussresultat 2:0) ging auf sein Konto. Doch die Fifa hat das Tor seinem Teamkollegen Bruno Fernandes zugesprochen – zu Recht. Das zeigt die Auswertung der Sensor-Technologie im Spielball. «Beim Tor hat es keinen Ballkontakt von Cristiano Ronaldo gegeben», teilt Adidas-Sprecher Oliver Brüggen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Heisst: Der 37-jährige Superstar bleibt an diesem Turnier bei seinem Penalty-Tor gegen Ghana. Die nächste Chance auf weitere Tore bieten sich Ronaldo beim abschliessenden Gruppenspiel am Freitag gegen Südkorea (16.00 Uhr). (gav)

Fifa ermittelt gegen Kroatien

Wegen des Verhaltens seiner Fans beim Sieg gegen Kanada (4:1) hat die Fifa Ermittlungen gegen den kroatischen Verband eingeleitet. Kanadas Torhüter Milan Borjan, Sohn serbisch-stämmiger Eltern, war im zweiten Gruppenspiel von Anhängern des Vize-Weltmeisters wiederholt beschimpft und ausgepfiffen worden. Eine Gruppe von Anhängern entrollte zudem ein Transparent, das an eine Operation aus dem Kroatienkrieg erinnerte, in dessen Folge Borjan und seine Familie aus dessen Geburtsstadt Knin fliehen mussten. Laut Borjans Aussage sei vor dem Spiel auch seine Telefonnummer geleakt worden. Er habe vor der Partie Tausende Nachrichten kroatischer Fans erhalten. (sid)

Regenbogen-Flitzer wieder frei

Mario Ferri, der Regenbogen-Flitzer aus dem WM-Spiel vom Montagabend zwischen Portugal und Uruguay (2:0), befindet sich wieder auf freiem Fuss. Das schreibt der 35-jährige Italiener auf seinem Instagramprofil. «Ich bin frei, und es gibt keine rechtlichen Folgen für mich». Während der zweiten Halbzeit rannte er mit einer Regenbogenflagge auf das Spielfeld. Zudem trug er ein T-Shirt mit dem Schriftzug «Save Ukraine» (Rettet die Ukraine) auf der Vorderseite und auf der Rückseite «Respect for Iranian Woman» (Respekt für iranische Frauen). «Die Welt muss sich verändern. Wir können es gemeinsam mit starken Gesten tun, die von Herzen kommen, mit Mut. Die Regeln zu brechen, wenn du es für einen guten Zweck tust, ist nie ein Verbrechen», so Ferri weiter. (gav)

Geldstrafe und Verwarnung für den DFB

Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) erhält von der Fifa eine Busse von 10'000 Franken aufgebrummt. Grund dafür ist eine geschwänzte Pressekonferenz vor dem WM-Spiel gegen Spanien (1:1). Den Journalistenfragen vor dem Gruppenspiel gegen Spanien hatte sich nur der Nationalcoach Hansi Flick gestellt. Der Weltverband schreibt aber vor, dass zusätzlich ein Spieler dabei sein muss. Dem DFB wurde zusätzlich noch eine Verwarnung von der Fifa-Disziplinarkommission ausgesprochen. (gav)

Shaqiri und Okafor vor Comeback? Zuversicht bei der Nati!

Wie geht es Xherdan Shaqiri? Es ist die grosse Frage vor dem Endspiel am Freitag gegen Serbien. Ein leichtes Ziehen im Oberschenkel verhinderte einen Einsatz von Shaqiri gegen Brasilien. Am Tag danach absolviert er zusammen mit Noah Okafor ein individuelles Trainingsprogramm. Zu Beginn absolvierte er einige Übungen mit Ball, danach standen Tempoläufe auf dem Programm.

Im Umfeld der Schweizer Nationalmannschaft ist man zuversichtlich, dass Shaqiri gegen Serbien zurückkehrt. Sportdirektor Pierluigi Tami sagt: «Entscheidend wird das Training am Mittwoch. Dieses muss Shaqiri bestreiten können. Ich denke, es sieht gut aus. Nach diesem Training werden wir wohl eine definitive Antwort haben.» (ewu)

Bis zu 1,28 Millionen verfolgten Brasilien-Kracher

Das zweite WM-Gruppenspiel der Schweizer Nati gegen Brasilien erreichte am Montag (ab 17.00 Uhr) auf «SRF zwei» einen Spitzenwert von 1,28 Millionen Zuschauenden aus der Deutschschweiz. Das teilt das Schweizer Fernsehen am Dienstag mit. Im Durchschnitt waren 987’000 Personen zugeschaltet, was einem Marktanteil von 71,2 Prozent entspricht. Zum Vergleich: Den WM-Auftakt der Nati (1:0 gegen Kamerun) sahen am vergangenen Donnerstag (ab 11.00 Uhr) durchschnittlich 527’000 Personen bei einem Marktanteil von 79,2 Prozent. (gav)

Verletzter Neymar hat auch noch Fieber

Der brasilianische Superstar Neymar verfolgte die Partie gegen die Schweizer Nati vom Teamhotel aus. Der 30-jährige PSG-Spieler verpasste das Spiel aufgrund einer Knöchelverletzung – aber nicht nur. Wie Teamkollege Vinícius Júnior nach dem 1:0-Erfolg erklärt, sei Neymar zudem leicht erkrankt sein.

«Er war traurig, dass er nicht mitkommen konnte, es geht ihm ein bisschen schlecht», so der Flügelstürmer gegenüber dem brasilianischen Sender «TV Globo». Es sei aber nicht nur wegen des Fusses, «er hat auch ein wenig Fieber». Hoffentlich erholt er sich so schnell wie möglich.» (gav)

500 tote Gastarbeiter auf WM-Baustellen in Katar

Der Generalsekretär des Organisationskomitees, Hassan al-Thawadi, hat in einem Interview von mehreren Hundert toten Gastarbeitern im Zusammenhang mit der WM in Katar gesprochen. «Die Schätzung ist bei 400, zwischen 400 und 500. Ich habe die exakte Zahl nicht», sagte al-Thawadi in dem Gespräch mit Piers Morgan für den britischen TV-Sender «Talk TV». Morgan hatte nach der realistischen Zahl der Gastarbeiter gefragt, die durch ihre Arbeit für die Fussball-Weltmeisterschaft insgesamt ums Leben gekommen sind.

Auf den Stadionbaustellen sind vorherigen offiziellen Angaben zufolge drei Menschen gestorben. Zahlen zu den insgesamt im Zusammenhang mit der WM gestorbenen Gastarbeitern hatte das Organisationskomitee bislang nicht genannt. Ein aufsehenerregender Bericht des britischen «Guardian» von Anfang 2021 hatte von mehr als 6500 toten Arbeitern aus fünf asiatischen Ländern auf den Baustellen des Emirats in den vergangenen zehn Jahren gesprochen. Diese Zahlen hatte Katar stets zurückgewiesen. (sid)

Gerüchteküche um Benzema brodelt

Karim Benzema hätte möglicherweise noch während der WM in Katar für Weltmeister Frankreich spielen können. Mehrere spanische Medien spekulierten, dass der Stürmerstar von Real Madrid am Donnerstag wieder ins Training einsteigen könnte. 

Derweil dringen aber neue Gerüchte an die Oberfläche.  Die Tourismus-Behörde der Insel La Réunion zeigte am Dienstagmorgen in den sozialen Medien Fotos, nach denen der verletzte Torjäger (Muskelriss) zum Urlaub auf der Insel im Indischen Ozean angekommen ist. Medienberichten zufolge soll er dort eine Woche bleiben. (sid)

Wer war der Flitzer mit Regenbogenfahne im Spiel Portugal - Uruguay?

Das braucht Mut! Ein Flitzer mit einer Regenbogenfahne ist während des Spiels zwischen Portugal und Uruguay auf das Spielfeld gelaufen. Der Mann wurde in der 51. Minute von zwei Sicherheitsleuten gestoppt und aus dem Innenraum des Lusail Stadions geführt. Schiedsrichter Alireza Faghani aus dem Iran brachte die Fahne vom Spielfeld. 

Der Flitzer verband mit nur einer Aktion mehrere politische Botschaften. Auf der Vorderseite seines Superman-T-Shirts stand «Save Ukraine», auf dem Rücken «Respect for Iranian Woman». Die Fifa bemühte sich, den Flitzer möglist schnell wegzublenden. Doch der Flitzer, der eigentlich Mario Ferri heisst, konnte sich vor den Kameras positionieren und die Bilder gingen um die Welt. Ferri sorgte offenbar schon in der Vergangenheit für politische Flitz-Aktionen auf Fussballplätzen. 

Der Italiener kommt aus der Adria-Region und war einst selber Fussballer. (sid/keg).

Portugal löst sein Achtelfinal-Ticket

Portugal hat vorzeitig sein Ticket für den Achtelfinal gelöst. Die Iberer bezwangen im zweiten Gruppenspiel Uruguay mit 2:0 nachdem sie sich zum Auftakt bereits gegen Ghana durchgesetzt hatten. Bruno Fernandes sorgte mit einem Doppelpack für die Entscheidung: Beim 1:0 (54.) landete seine Flanke unverhofft im langen Eck, beim 2:0 (90.+3) verwandelte er seinen Handspenalty souverän.

Uruguay, das vor der letzten Partie mit dem Rücken zur Wand steht und gegen Ghana zum Siegen verdammt ist, hatte sich ob einer äusserst engagierten Leistung in der zweiten Halbzeit nichts vorzuwerfen – bis auf die Torausbeute. Nach zwei Partien stehen die Südamerikaner noch ohne eigenen Treffer da. (dur)

Portugal und Uruguay ohne Tore zur Pause

Das hochdekorierte Portugal tut sich gegen Uruguay bisher schwer, zur Pause steht es in Lusail noch 0:0. Dabei stellten sich die favorisierten Europäer lange Zeit zwar als spielbestimmend, aber zugleich als nicht sonderlich torgefährlich und zwingend heraus. Die beste Chance gehörte gar den Südamerikanern: Rodrigo Bentancur kam nach einer guten halben Stunde nach einer feinen Einzelleistung zum Abschluss, scheiterte aber an Goalie Diogo Costa. (dur)

Die Nati unterliegt Brasilien 0:1

Die Nati muss gegen Brasilien eine bittere 0:1-Niederlage einstecken. Der Rekordweltmeister siegt zwar verdient, doch der entscheidende Treffer fällt erst in der 83. Minute durch Casemiro. Lange verteidigt die Nati diszipliniert, lässt nicht viel zu. Kämpferisch und taktisch ist die Schweiz auf der Höhe, in der Offensive fehlt etwas der Mut. Das Weiterkommen hat man im letzten Gruppenspiel gegen Serbien in den eigenen Füssen. Hier gelangen Sie zum ausführlichen Matchbericht: (gav)

Effizientes Ghana erkämpft sich drei Punkte

Ghana hat seine Achtelfinalchancen intakt gehalten: Die vornehmlich durch ihre Effizienz bestechenden Westafrikaner setzten sich am zweiten Spieltag der Gruppe H mit 3:2 gegen Südkorea durch, nachdem es im Auftaktmatch gegen Portugal noch eine knappe Niederlage abgesetzt hatte. Mohammed Salisu (24.) und Mohammed Kudus (34.) hatten Ghana eine Zwei-Tore-Pausenführung beschert, ehe die anrennenden Asiaten per Doppelschlag durch Gue-sung Cho (58./61.) zurückschlugen.

Die Freude über den umjubelten Ausgleich währte nur kurz: Kudus sorgte in der 68. Minute für die neuerliche Führung der Ghanaer – und gleichbedeutend für den Endstand. Südkorea zeigte in der Schlussphase eine eindrückliche Energieleistung und brachte die Black Stars mehrfach in Bedrängnis – allerdings vergebens. Massgeblichen Anteil am ghanaischen Erfolg hatte St. Gallens Goalie Lawrence Ati Zigi, der mehrfach vortrefflich reagierte.

Dass Schiedsrichter Anthony Taylor die Partie ausgerechnet vor einem südkoreanischen Eckball beendete, versetzte Trainer Paulo Bento in Rage: Der für die Koreaner tätige Portugiese holte sich nach Spielschluss noch die rote Karte ab. (dur)

Bundesrat Cassis wünscht der Nati viel Erfolg

Noch drei Stunden bis zum Kickoff des Knüllers Schweiz – Brasilien. Auch Ignazio Cassis drückt der Schweizer Nati die Daumen. Der Bundesrat wünscht der Mannschaft von Murat Yakin viel Erfolg gegen die Seleção. Er sagt: «Einer für alle, alle für einen.» (swe)

Südkorea und Ghana peilen den Sieg an

Gruppe H: Nach dem ordentlichen Auftakt beim 0:0 gegen Uruguay sind beim zweimaligen Asienmeister die Hoffnungen gestiegen, endlich wieder das Achtelfinale zu erreichen. Bei zuvor zehn WM-Teilnahmen sind die Südkoreaner erst zweimal über die Vorrunde hinausgekommen. Deutlich mehr unter Druck steht Ghana. Will die Mannschaft von Otto Addo die K.o.-Phase erreichen, muss ein Sieg her. (swe)

3:3! Kamerun und Serbien teilen sich die Punkte

Kamerun und Serbien teilen nach einem spektakulären 3:3 die Punkte. Die Schweizer Gruppengegner lieferten sich ein wildes Spiel, das immer wieder überraschende Wendungen bot. Beide Nationen haben das Weiterkommen damit nicht mehr in den eigenen Füssen. Serbien startete druckvoll, hätte nach einer Doppelchance von Aleksandar Mitrovic (11., 17.) in Front gehen können. Bei der ersten Möglichkeit stellte sich das Aluminium in den Weg, bei der zweiten zischte das Leder knapp am linken Pfosten vorbei. Nach einem Eckball kamen die Kameruner durch Jean-Charles Castelletto (29.) zur Führung.

Die geschockten Europäer erholten sich zum Ende der ersten Hälfte. In der Nachspielzeit drehten sie die Partie. Erst war es der ehemalige Basel-Verteidiger Strahinja Pavlovic, der per Kopf zum 1:1 ausglich. Nur zwei Minuten später erzielte Serbiens Mittelfeldstar Sergej Milinkovic-Savic nach einem groben Schnitzer von Napoli-Akteur André-Frank Zambo Anguissa das 2:1. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Aleksandar Mitrovic auf 3:1. Die Partie schien entschieden, doch weit gefehlt. Mit einem Doppelschlag konnten die Zentralafrikaner wieder ausgleichen. Der eingewechselte Vincent Aboubakar (63.) und Eric Maxim Choupo-Moting (66.) sorgten für das 3:3-Endresultat. Beide Tore fielen nach einer abseitsverdächtigen Position, doch die Akteure starteten zum richtigen Zeitpunkt. (gav)

Kamerun macht aus 1:3 ein 3:3

Die beiden Gruppengegner der Schweizer Nati liefern sich im Direktduell eine spektakuläre Partie. Mit einer 2:1-Führung konnten die Serben in die Kabine. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Aleksandar Mitrovic auf 3:1. Die Partie schien entschieden, doch weit gefehlt. Mit einem Doppelschlag konnten die Zentralafrikaner wieder ausgleichen. Der eingewechselte Vincent Aboubakar (63.) und Eric Maxim Choupo-Moting (66.) sorgten für das 3:3. Verfolgen Sie die Schlussphase in unserem Live-Ticker (siehe oben). (gav)

Serbien dreht in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das Spiel

Im Spiel der Schweizer Gruppengegner Kamerun und Serbien gehen die Afrikaner in der 29. Minute durch Castelletto etwas überraschend mit 1:0 in Führung. Die Serben brauchen in der Folge ein paar Minuten, um sich vom Rückschlag zu erholen. Aber spätestens in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dominieren sie die Partie wieder. Erst ist es der ehemalige Basel-Verteidiger Strahinja Pavlovic, der per Kopf zum 1:1 ausgleicht. Nur zwei Minuten später erzielt Serbiens Mittelfeldstar Sergej Milinkovic-Savic nach einem groben Schnitzer von Napoli-Akteur André-Frank Zambo Anguissa das 2:1. (fsc)

Rekordquote beim ZDF

Beim nördlichen Nachbarn Deutschland zeigten die TV-Quoten der ersten WM-Partien vor allem in eine Richtung. Deutlich weniger Menschen schalteten bei den Spielen der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF ein. Hatten beim Eröffnungsspiel 2018 mehr als zehn Millionen Menschen das Eröffnungsspiel verfolgt, waren bei der Partie zwischen Katar und Ecuador gerade noch 6,21 Millionen Interessierte dabei. Auch die 1:2-Auftaktpleite der Deutschen gegen Japan am Mittwochnachmittag haben lediglich 9,23 Millionen Menschen verfolgt. Das entsprach einem Marktanteil von 59,7 Prozent. Das erste deutsche Spiel bei der WM 2018 sahen 25,96 Millionen (Marktanteil 81,3 Prozent).

Nun verzeichnete das ZDF am Sonntag bei der Partie zwischen Deutschland und Spanien eine Rekordquote bei der diesjährigen Fussball-WM in Katar. 17,05 Millionen Anhänger sahen das 1:1 zwischen der DFB-Auswahl und dem ehemaligen Welt- und Europameister, was einem Marktanteil von 49,3 Prozent entsprach. (gav)

Über 17 Millionen TV-Zuschauer wollten in Deutschland die Partie zwischen der DFB-Auswahl und Spanien sehen.

Über 17 Millionen TV-Zuschauer wollten in Deutschland die Partie zwischen der DFB-Auswahl und Spanien sehen.

Keystone

Kamerun und Serbien unter Druck

Kamerun steht nach dem 0:1 gegen die Schweiz unter Druck - zumal im letzten Gruppenspiel die Brasilianer warten. Trainer Rigobert Song hat den vor dem Turnier geäusserten Traum vom Halbfinale aber noch nicht abgeschrieben. Auch die Serben stehen in der Pflicht. Nach dem misslungenen Auftakt gegen Brasilien (0:2) muss die Mannschaft von Trainer Dragan Stojkovic diesmal Punkten, um die Chance auf ein Weiterkommen am Leben zu halten. (swe)

In diesem ungewöhnlichen Stadion trifft die Schweiz auf Brasilien

Gegen Brasilien und Serbien spielt die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft in einem aussergewöhnlichen Stadion. Nicht nur dessen Namen ist etwas besonderes.

Fifa ermittelt gegen deutschen Fussballverband

Die Fifa hat nach dem Verstoss des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) gegen die Pressekonferenz-Regeln vor dem WM-Spiel gegen Spanien Ermittlungen aufgenommen. Wie der Weltverband am Montag mitteilte, untersuche die Disziplinarkommission Verstösse gegen Regularien.

Konkreter Hintergrund: Der deutsche Trainer Hansi Flick war am Samstagnachmittag allein zur obligatorischen Pressekonferenz vor dem Gruppenspiel im internationalen Medienzentrum von Doha erschienen. Alle Teams sind allerdings verpflichtet, dass sich vor jedem Spiel neben dem Chefcoach auch ein Spieler vor der Weltpresse äussert.

Begründet wurde dieses Vorgehen von Flick mit der aus seiner Sicht langen Anreise vom Teamquartier im Norden Katars in die gut 100 Kilometer entfernte Hauptstadt. Diese sei rund 30 Stunden vor dem Anpfiff keinem der 26 Spieler seines Kaders «zuzumuten», sagte Flick. Man habe stattdessen die Pressekonferenz im DFB-Medienhotel in Al-Shamal direkt neben dem Trainingsplatz abhalten wollen. Dies wurde von der Fifa nicht gestattet. Mögliche Konsequenz dürfte nun zunächst eine Verwarnung oder eine Geldstrafe für den DFB sein. (dpa/pin)

Kamerun suspendiert Torhüter Onana

Kameruns Torhüter Andre Onana wird beim zweiten Spiel der WM in Katar nicht im Tor seiner Mannschaft stehen. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, ist der 26-Jährige wenige Stunden vor dem Duell mit Serbien (11.00 Uhr) von seinem Verband aus nicht näher benannten disziplinarischen Gründen suspendiert worden. Für die «Unzähmbaren Löwen» wird stattdessen der gebürtige Franzose Devis Epassy (29) auflaufen, der bei Abha Club in Saudi-Arabien spielt.

Onana war nach seiner neunmonatigen Sperre wegen Dopings und dem Wechsel von Ajax Amsterdam nach Mailand als Kameruns Stammtorhüter nach Katar gereist und hatte beim Auftakt gegen die Schweiz (0:1) über 90 Minuten im Tor gestanden. (sid)

Nach Marokkos WM-Sieg gegen Belgien: Fussballfans randalieren in Brüssel

Brennende Autos, Wasserwerfer und Tränengas: Zahlreiche Fussballfans haben in der belgischen Hauptstadt randaliert. Auslöser für die Unruhen war die 0:2-Niederlage Belgiens gegen Marokko im WM-Spiel vom Sonntag.

CH Media Video Unit

Serbien zur Vorspeise, die Schweiz zum Hauptgang und Portugal zum Dessert

Heute ist es soweit: Die Schweiz trifft auf Rekordweltmeister Brasilien. Der Sieger dieser Partie steht mit einem Bein in der K.o.-Phase. Dass die Südamerikaner dabei auf ihren Superstar Neymar verzichten müssen, macht die Aufgabe für das Team von Murat Yakin jedoch nicht einfacher.

Zuvor trifft in der Schweizer Gruppe Kamerun auf Serbien (11 Uhr). In Gruppe H treffen Südkorea und Ghana (14 Uhr) sowie Portugal und Uruguay (20 Uhr) aufeinander. Portugal um Cristiano Ronaldo kann sich mit einem Sieg gegen die Südkoreaner einen Platz im Achtelfinale sichern. (swe)

Protest gegen DFB? Zuschauer mit Özil-Bildern und Mund-zu-Geste

Beim Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Spanien haben Zuschauer Bilder des früheren deutschen Fussball-Nationalspielers Mesut Özil in die Höhe gehalten. Ausserdem hielten sich einige von ihnen im katarischen Al-Bait-Stadion den Mund zu. Damit spielten sie am Sonntagabend offensichtlich auf die Geste der deutschen Elf vor deren ersten WM-Spiel gegen Japan an. Mit der Geste hatte das Team am Mittwoch gegen das Verbot der «One Love»-Armbinde durch den Weltfussballverband Fifa protestiert.

Warum Fans im Stadion nun auch Özil-Fotos und Zeichnungen zeigten, auf denen er zwinkert, war zunächst unklar. Tatsache ist: Özil ist mit dem Deutschen Fussball-Bund (DFB) nicht im Guten auseinandergegangen. Nach dem Wirbel um sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor der Fussball-WM 2018 und dem Vorrunden-Aus war er aus der Nationalelf zurückgetreten. Er hatte dem DFB danach Rassismus vorgeworfen. (dpa/tga)

Spanien und Deutschland teilen sich die Punkte

Spanien und Deutschland trennen sich im Topspiel der Gruppe E mit einem 1:1-Unentschieden. Weil Costa Rica aber Japan bezwang, hat die Elf von Trainer Hansi Flick trotz der Auftaktniederlage gegen Japan noch reelle Chancen, sich für die K.o.-Phase zu qualifizieren. In einer hart umkämpften Partie waren zwei Auswechselspieler für die Tore verantwortlich. Das Skore der Partie eröffnete Alvaro Morata, der Spanier netzte rund acht Minuten nach seiner Einwechslung zur 1:0-Führung ein. Für den deutschen Ausgleichstreffer in der 83. Minute war Niclas Füllkrug verantwortlich. (tga)

Kroatien fährt souveränen 4:1-Sieg ein

Nach anfänglichem Rückstand wendet Kroatien die Partie und gewinnt mit 4:1 gegen Kanada. Die Nordamerikaner scheiden nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel frühzeitig aus dem Turnier aus. Den besseren Start in die Partie hatten die Kanadier. Alphonso Davies schockte Kroatien bereits in der zweiten Spielminute mit einem Kopfball. Der Treffer des Bayern-Akteurs ist der erste Treffer Kanadas an einer WM. Auch nach dem Führungstreffer waren die Kanadier die aktivere und spielfreudigere Mannschaft. Erst nach rund 30 Minuten erwachten die Kroaten allmählich und erarbeiteten sich vermehrt Chancen. In der 36. Minute war es dann Andrej Kramarić der den Ausgleich erzielte. Kurz vor der Pause setzte Marko Livaja (44.) noch einen drauf und drehte die Partie.

Auch Bayern-Linksverteidiger Alphonso Davies, der in der zweiten Halbzeit die Position des Stürmers einnahm, konnte die Niederlage nicht mehr abwenden. Vielmehr sorgte Kramarić mit seinem zweiten Treffer des Abends für die Entscheidung. In der Nachspielzeit kamen die «Vatreni» durch Lovro Majer (94.) sogar noch zum vierten Treffer. Mit dem Sieg hieven sich die Südosteuropäer auf den ersten Tabellenrang der Gruppe F. Im letzten Gruppenspiel gegen Belgien reicht der Elf von Zlatko Dalić ein Unentschieden, um sich aus eigener Kraft für den Achtelfinal zu qualifizieren. (tga)

Ausschreitungen in Brüssel nach Marokkos Sieg über Belgien

In der belgischen Hauptstadt Brüssel ist es nach der 0:2-Niederlage des Nationalteams gegen Marokko im zweiten Gruppenspiel der Fussball-Weltmeisterschaft zu Ausschreitungen gekommen. Rund 100 Polizisten mit Wasserwerfern mussten gegen Fans vorgehen, die Stadtmobiliar zerstörten und die Beamten mit Gegenständen bewarfen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Sonntagnachmittag.

Die Polizei forderte die Menschen auf Twitter dazu auf, den Boulevard du Midi und angrenzende Strassen im Zentrum der Stadt zu meiden. «Die Polizei hat bereits energisch eingegriffen. Ich rate daher allen Fans davon ab, in das Stadtzentrum zu kommen», schrieb Brüssels Bürgermeister Philippe Close auf Twitter. Er habe angewiesen, Unruhestifter festzunehmen. Auf Verlangen der Polizei wurde der Nahverkehr in Brüssel teilweise eingestellt, wie der örtliche Verkehrsbetrieb ebenfalls auf Twitter mitteilte. (dpa)

Marokko feiert Überraschungssieg über Belgien

Marokko feiert einen verdienten 1:0-Triumph über Belgien. Es ist erst der dritte Sieg Marokkos an einer WM-Endrunde. Der letzte Vollerfolg der Nordafrikaner liegt 24 Jahre zurück, damals gewann man mit 3:0 gegen Schottland.

Belgien dominierte das Spielgeschehen in der ersten Halbzeit zwar grösstenteils, im letzten Drittel fehlte es aber an Durchschlagskraft. Kurz vor der Pause hatten die Roten Teufel gar Glück nicht in Rückstand geraten zu sein. Den Marokkanern wurde ein Treffer aufgrund einer Abseitsposition zurecht aberkannt. Während die Belgier auch im zweiten Umgang Mühe bekundeten das Defensiv-Bollwerk Marokkos zu überlisten, legten die Nordafrikaner einen Gang zu. Abdelhamid Sabiri war es der seine Marokkaner per Freistoss auf die Siegesstrasse führte. Zakaria Aboukhlal machte in der Nachspielzeit mit dem 2:0 den Sack zu. (tga)

Okafor verpasst Brasilien-Knüller

Nati-Stürmer Noah Okafor laboriert derzeit an einer muskulären Verletzung am Oberschenkel. Der 22-Jährige wird somit am Montag gegen Brasilien nicht zum Einsatz kommen. Dies teilte der Schweizerische Fussballverband am Sonntag mit. Beim Auftaktsieg gegen Kamerun kam der Stürmer von Salzburg zu einem Kurzeinsatz. (tga)

Wegen Rippenbruch im Training: Portugal muss auf Pereira verzichten

Portugal muss mindestens bis zum Ende der Gruppenphase auf Danilo Pereira verzichten. Wie der Verband mitteilte, hat der Verteidiger von Paris St. Germain im Training am Samstag eine Fraktur dreier Rippen erlitten und werde vorerst pausieren. Der 31-Jährige hatte bei Portugals 3:2 gegen Ghana zum Auftakt in der Innenverteidigung durchgespielt.

«Wir wissen nicht, wie das passieren konnte. Keiner kann die Verletzung erklären», sagte Nationaltrainer Fernando Santos am Sonntag in Doha. Der portugiesische Coach will aus dem Ausfall aber «kein Drama» machen: «Wir haben genug andere Spieler.» Dazu entwickle sich die Verletzung «positiv. Wir erwarten ihn sehr bald wieder auf dem Feld.»

Das Team um Superstar Cristiano Ronaldo trifft am Montag (20 Uhr) auf Uruguay und kann sich mit einem Sieg vorzeitig einen Platz im Achtelfinale sichern. «Wir wollen den Sprung unter die besten 16 schaffen», sagte Mittelfeldspieler Bernardo Silva. Zum Abschluss der Gruppe H geht es für den Europameister von 2016 am Freitag gegen Südkorea. (sid)

Deutschland jubelt über Japan-Niederlage

Japan verliert das zweite Gruppenspiel gegen Costa Rica mit 0:1. Dies freut auch die deutsche Nationalmannschaft, die damit weiter im Rennen um einen Platz in der K.o.-Phase ist. Selbst bei einer Niederlage gegen Spanien (20 Uhr) hat die Mannschaft von Hansi Flick noch eine Chance auf die Achtelfinals. Einziger Torschütze der Partie war Keysher Fuller. Der 28-jährige Verteidiger traf in der 81. Minute zum Game-Winning-Goal. Japan hatte leichte Vorteile, doch Costa Rica ist das Team, das am Ende jubeln kann. (swe)

Kahn über Spanien: «Eier sind hilfreich»

Oliver Kahn glaubt trotz der schwierigen Lage der deutschen Nationalmannschaft vor dem WM-"Endspiel» gegen Spanien weiter an die DFB-Auswahl und Hansi Flick. «Nach dem Ausscheiden bei der letzten Weltmeisterschaft ist das eine ganz prekäre Situation für die Spieler. Aber warum sollen sie die Spanier nicht schlagen?», sagte der Vorstandsvorsitzende von Bayern München. «Eier sind in solchen Spielen schon hilfreich», sagte Kahn in Anspielung auf seinen wohl berühmtesten Spruch ("Eier, wir brauchen Eier!»). Spanien sei «eine Topmannschaft, aber noch eine sehr junge», ergänzte er. Kahn ist «voll überzeugt davon», dass Bundestrainer Flick «die richtigen Schlüsse gezogen hat» aus der Pleite gegen Japan (1:2): «Er hat gezeigt, dass er schwierige Situationen lösen kann. Die Qualitäten hat er.» (sid)

Nati gegen Brasilien wohl ohne Okafor

Stürmer Noah Okafor verpasste das Abschlusstraining am Sonntag. Der 22-Jährige laboriert an einer Muskelverletzung im Oberschenkel, teilt der SFV mit. Damit dürfte Okafor am Montag gegen Brasilien (17 Uhr) nicht zum Einsatz kommen. Beim Auftaktsieg gegen Kamerun kam der Stürmer von Salzburg zu einem Kurzeinsatz. (swe)

Der Tag der Wahrheit für Deutschland

Die deutsche Nationalmannschaft steht in ihrem zweiten Gruppenspiel der WM in Katar an diesem Sonntagabend extrem unter Druck. Dass der Gegner Spanien heisst, macht die Aufgabe noch schwerer. Zuvor erwartet in Gruppe E Japan den Aussenseiter Costa Rica. In Gruppe F treffen Belgien und Marokko sowie Kroatien und Kanada aufeinander.

Japan - Costa Rica (11.00)
Holt Costa Rica mindestens einen Punkt oder gewinnt sogar gegen Japan, erhöhen sich Deutschlands Chancen vor dem Spiel gegen die Spanier am Sonntagabend (20.00 Uhr). Gewinnt dagegen Japan zum zweiten Mal, wäre die DFB-Auswahl schon bei einem Remis gegen Spanien aufgrund des Torverhältnisses dem Aus sehr nahe. «Der Sieg gegen Deutschland garantiert uns gegen Costa Rica gar nichts. Wir müssen anders spielen. Falls nicht, werden wir nicht gewinnen», sagte Trainer Hajime Moriyasu.

Belgien - Marokko (14.00)
Das favorisierte belgische Team fiebert dem Comeback von Stürmerstar Romelu Lukaku entgegen. Doch der 29-Jährige dürfte nach langer Verletzung zunächst nur auf der Bank sitzen. Die Marokkaner bangen noch um den Einsatz ihres Aussenverteidigers Noussair Mazraoui von Bayern München. Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Kroatien wollen die Nordafrikaner für die nächste Überraschung sorgen.

Kroatien - Kanada (17.00)
Bei einem weiteren Patzer droht dem Vize-Weltmeister das Vorrunden-Aus. Nationaltrainer Zlatko Dalic fordert einen mutigeren Auftritt im Vergleich zum Auftaktspiel, als die Kroaten gegen Marokko kaum zu Torchancen kamen. Kanadas Ziel hat sich nach dem 0:1 gegen Belgien nicht geändert. Das erste Tor der WM-Geschichte soll es weiterhin sein.

Spanien - Deutschland (20.00)
Eine weitere Niederlage kann das WM-Aus für die DFB-Elf bedeuten. Die Generation um Antreiber Joshua Kimmich muss beweisen, dass sie die eigenen hohen Ansprüche endlich erfüllen kann. Ein Pflichtspiel gegen Spanien gewonnen hat noch keiner der 26 deutschen WM-Akteure. Bei Spanien sind die Jungstars Pedri und Gavi in Topform - und nach dem 7:0 zum Auftakt gegen Costa Rica auch voller Selbstvertrauen. Spaniens Trainer Luis Enrique warnte jedoch vor dem deutschen Team: «Bei der WM schaut man auf ein Trikot und schaut, wie viele Sterne es darauf hat.»

Neymar postet Bilder seiner Verletzung

Superstar Neymar hat die brasilianischen Fussballfans mit Fotos seines geschwollenen rechten Fusses am Samstagabend aufgeschreckt. Der 30-Jährige postete auf seinem Instagram-Account die Bilder, die zunächst wenig Hoffnungen auf einen baldigen Einsatz des Offensivspielers für die Seleção gaben. Doch Neymar kommentierte seinen Eintrag mit den optimistischen Worten: «Auf geht’s!!!»

Neymar wird Brasilien im zweiten Gruppenspiel am kommenden Montag gegen die Schweiz genau wie Danilo, der sich beim 2:0-Auftaktsieg gegen Serbien ebenfalls am Sprunggelenk verletzt hatte, fehlen. Wie lange die beiden Profis genau ausfallen, ist noch unklar. Brasilianische Medien hatten zuletzt übereinstimmend berichtet, dass sogar die komplette Gruppenphase für beide gelaufen sei. (dpa)

Messi führt Argentinien zurück auf die Siegesstrasse

Argentinien gewinnt gegen Mexiko mit 2:0, auch dank eines Geniestreichs von Lionel Messi. Mit dem Sieg wahrt sich Argentinien die Chancen auf eine Qualifikation für die K.o.-Phase.  

Verlieren verboten lautete die Devise der Albiceleste. Selbst ein Unentschieden hätte das Weiterkommen zur Herkulesaufgabe gemacht. Der Druck, der auf den Argentiniern lag, war förmlich spürbar. Die Angst, bereits in der Gruppenphase auszuscheiden, zeigte sich in der nervösen Spielweise der Argentinier. Fehlpass an Fehlpass reihten die Akteure von Trainer Lionel Scaloni aneinander. In einer Partie, welche in der ersten Halbzeit hauptsächlich im Mittelfeld stattfand, war Torgefahr auf beiden Seiten ein rares Gut.

In der zweiten Halbzeit machte sich eine leichte Leistungssteigerung der Argentinier bemerkbar, zwingende Torchancen blieben aber weiter aus. Dementsprechend überraschend kam der erlösende Führungstreffer von Lionel Messi (64.). Der Ausnahmekönner hatte für einmal etwas Platz, fackelte nicht lange und versenkte den Ball mit einem präzisen Schuss aus 20 Metern in die Maschen. Als Enzo Fernandez dann wenige Minuten vor Ende der regulären Spielzeit mit einem schönen Schlenzer zum 2:0-Schlussstand erhöhte, fiel den vielen mitgereisten Argentiniern endgültig ein Stein vom Herzen. Lionel Messi darf weiter von seinem ersten Weltmeisterschaftstitel träumen. (tga)

Mbappé schiesst Frankreich in den Achtelfinal

Kylian Mbappé schiesst Frankreich in den Achtelfinal. Frankreich besiegt Dänemark durch ein Doppelpack des 23-jährigen Superstars mit 2:1. Die Équipe Tricolore erspielte sich im ersten Umgang ein klares Chancenplus. Den Führungstreffer erzielten die Akteure von Didier Dechamps jedoch nicht. Aber auch die hauptsächlich mit Verteidigen beschäftigten Dänen zeigten, dass sie durchaus auch für Torgefahr sorgen können.

Das Skore der Partie eröffnete Kylian Mbappé in der 61. Minute nach schönem Zusammenspiel mit Theo Hernandez. Die Antwort der Dänen liess nicht lange auf sich warten: Andreas Christensen glich die Partie nach einem Eckball per Kopf wieder aus. In einer Phase, in der die Partie in beide Richtungen kippen hätte können, sorgte Mbappé ein weiteres Mal für den Unterschied und netzte zum 2:1-Schlussstand ein. Mit dem Sieg über Dänemark sichert sich Frankreich als erstes Team die vorzeitige Achtelfinal-Qualifikation. Dänemark braucht nächsten Mittwoch gegen Australien einen Sieg, um die K.o.-Phase zu erreichen. (tga)

Saubere Kabine? Japans Nationalcoach: «Wir werden so erzogen»

Dass Fussballer eine Kabine nach einem Spiel blitzblank hinterlassen, ist vor allem in Westeuropa sehr ungewöhnlich. Für Japaner hingegen nicht. Mehr noch, wie Nationaltrainer Hajime Moriyasu am Samstag in Al-Rajjan ausführte: «Wir sind so erzogen worden. Das ist für uns wirklich nichts Besonderes. Von Kindesbeinen an wird uns eingetrichtert, dass wir etwas sauberer hinterlassen, als wir es vorgefunden haben.»

So gesehen war es nur konsequent, dass Japans Nationalelf nach dem 2:1 im WM-Gruppenspiel gegen Deutschland am Mittwoch eine blitzeblanke Kabine hinterlassen hatte. Bilder davon waren in Europa mit riesigem Erstaunen zur Kenntnis genommen worden. (dpa)

Jetzt ermittelt die Fifa wegen nationalistischer Fahne in Serbiens Kabine

Wegen einer nationalistischen Fahne, die in der Umkleidekabine der serbischen Mannschaft aufgehängt und fotografiert wurde, leitete der Fussball-Weltverband am Samstag Ermittlungen ein. Der kosovarische Verband FFK hatte die FIFA bereits zuvor aufgefordert, die Serben zu sanktionieren. 

Das Foto wurde offenbar vor dem Brasilien-Spiel in der Kabine aufgenommen. Darauf ist kein Spieler zu sehen, aber die Fahne hängt über den Trikots und Spinden von Abwehrspieler Milos Veljkovic  (Werder Bremen) sowie Mittelfeldspieler Andrija Zivkovic (PAOK Saloniki). Ein Werder-Vertreter sagte dem Multimediaportal «Deichstube», dass Veljkovic erst nach dem Spiel von dem Foto erfahren habe. Als die serbischen Spieler wieder in die Kabine gekommen seien, hätte dort keine Fahne mehr gehangen.

Die Serben betrachten den Kosovo weiterhin als Teil ihres Landes. Die Fahne, auf der die Umrisse des Kosovo unter den serbischen Nationalfarben mit der Aufschrift «Niemals aufgeben» abgebildet ist, wurde während des ersten WM-Spiels gegen Brasilien auch von mehreren serbischen Fans im Stadion gezeigt. (dpa/tga)

Polen siegt und Lewandowski ist zu Tränen gerührt

Die Saudis waren in der ersten Halbzeit die bessere und spielbestimmende Mannschaft und trotzdem gingen sie mit einem Rückstand in die Pause. Piotr Zieliński brachte Polen in der 39. Minute aus dem Nichts in Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff bot sich den Arabern durch einen Elfmeter eine weitere Chance auf den verdienten Ausgleich. Salem Aldawsari scheiterte jedoch an Polen-Torhüter Wojciech Szczesny.

Auch im zweiten Umgang spielten die Saudis weiter mutig nach vorne, trotz vieler Möglichkeiten gelang der Ausgleich nicht. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit sorgten nun auch die Polen mit schnellen Gegenstössen für Torgefahr. Gleich zwei Mal trafen die Osteuropäer nur die Torumrandung. Zehn Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit sorgte Robert Lewandowski für die Entscheidung. Der 34-Jährige profitierte von einem haarsträubenden Fehler in der saudischen Hintermannschaft und musste nur noch einschieben. Ab seinem ersten Treffer an einer WM-Endrunde, war der Pole zu Tränen gerührt. Mit dem ersten Vollerfolg Polens gestaltet sich die Ausgangslage in Gruppe C weiter spannend. Sollte Argentinien heute Abend gegen Mexiko verlieren, muss das Starensemble um Lionel Messi bereits frühzeitig die Segel streichen. (tga)

Belgiens Lukaku vor Kader-Rückkehr

Die Belgier sehnen das Comeback von Romelu Lukaku herbei. Das Bedürfnis nach mehr Durchschlagskraft im Angriff und mehr fussballerischer Klasse bei Belgiens WM-Team ist so gross, dass Nationaltrainer Roberto Martínez möglicherweise gar medizinische Ratschläge halbwegs ignorieren würde. «Aus medizinischer Sicht könnte er erst im dritten Gruppenspiel spielen», gestand Martínez am Samstag. Belgien trifft am Sonntag (14.00 Uhr) auf Marokko. Aber zumindest einen Platz auf der Bank für den Weltklassestürmer von Inter Mailand hielt Martínez sich offen. Schon das wäre laut Kevin De Bruyne ein wichtiges Signal. Für das eigene Team, aber auch den Gegner. «Ich denke schon, dass allein das bei der gegnerischen Abwehr Angst auslösen würde», sagte De Bruyne. Der 29-jährige Angreifer kam für Inter Mailand in dieser Saison im Schnitt gerade einmal auf 51 Minuten Einsatzzeit, erzielte aber immerhin zwei Tore. Eine hartnäckige Verletzung am Beinbeuger macht dem wuchtigen Stürmer seit einiger Zeit zu schaffen. (dpa)

1:0 gegen Tunesien: Australien fährt ersten Sieg ein

Australien fährt an der WM in Katar den ersten Sieg ein. Die Socceroos setzen sich gegen Tunesien 1:0 durch. Nach einem ausgeglichenen Beginn brachte Mitchell Duke Australien nach 23 Spielminuten per Kopf in Führung. Die beste Chance auf den Ausgleich in der ersten Halbzeit hatte ein Luzerner. Doch Mohamed Dräger scheiterte kurz vor der Pause aus aussichtsreicher Position. Nach gut einer Stunde übernahm Tunesien die Spielkontrolle. Doch die Nordafrikaner konnten sich für den Aufwand nicht belohnen. Während Australien nach zwei Spielen drei Punkte auf dem Konto hat, bleibt Tunesien auf einem Punkt sitzen. Im zweiten Spiel der Gruppe D treffen um 17 Uhr Frankreich und Dänemark aufeinander. (swe)

40, 60 oder 100 Millionen? Transferpoker um serbischen WM-Star

Trotz des Fehlstarts in Katar gehört eines der am heissesten gehandelten Transferobjekte dieser Fussball-WM zum serbischen Team: Sergej Milinkovic-Savic, 27 Jahre alt und Mittelfeldspieler bei Lazio Rom. Juventus Turin wollte den Serben bereits im vergangenen Sommer verpflichten, Lazio-Präsident Claudio Lotito rief jedoch eine öffentlichkeitswirksame Ablösesumme von 100 Millionen Euro für ihn aus. Nach einem Bericht der italienischen Zeitung «Gazzetta dello Sport» schien bislang eine Summe von 60 Millionen im Januar realistisch zu sein. Italiens Rekordmeister hoffe nun jedoch darauf, dass die Weltmeisterschaft für Milinkovic-Savic nach dem 0:2 gegen Brasilien weiter enttäuschend verlaufen und seinen Preis nicht weiter hochtreiben wird und er dann spätestens im Sommer 2023 für rund 40 Millionen Euro zu bekommen sei. Im dritten Gruppenspiel trifft Milinkovic-Savic mit Serbien auf die Schweiz. (dpa/swe)

Superstar Messi mit Argentinien unter Druck

Titelverteidiger Frankreich und Aussenseiter Saudi-Arabien können bei der Weltmeisterschaft in Katar bereits das Ticket für das Achtelfinale lösen. Dem zweimaligen Weltmeister Argentinien droht dagegen das frühzeitige Turnier-Aus. Der siebte Tag bei der Endrunde verspricht viel Spannung.

Tunesien - Australien (11.00 Uhr)
Tunesien setzt wie schon beim Auftakt-Remis gegen Dänemark auf seine Fans, die zahlreich in Katar vertreten sind. Ein Sieg liesse die Nordafrikaner bei ihrer sechsten WM-Teilnahme vom erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde träumen. Australien kämpft gegen das vierte Vorrunden-Aus in Serie und muss punkten, um sich noch eine Chance auf das Weiterkommen zu erhalten.

Polen - Saudi-Arabien (14.00 Uhr)
Die Polen um ihren Topstürmer Robert Lewandowski sind nach dem sensationellen Auftaktsieg des Rivalen gegen Argentinien gewarnt. Einen ähnlichen Patzer dürfen sie sich nicht erlauben, soll die WM-Reise nicht schon in der Vorrunde enden. Saudi-Arabien kann unbeschwert aufspielen und mit einem weiteren Erfolg bereits die K.o.-Phase erreichen. Das gelang letztmals 1994.

Frankreich - Dänemark (17.00 Uhr)
Bei einem Sieg steht Frankreich vorzeitig im Achtelfinale. Entsprechend wird der Weltmeister das Duell mit dem Europameister von 1992 angehen. Offensive ist bei der «Equipe tricoloré» ohnehin Trumpf, wie das 4:1 zum Auftakt gegen Australien zeigte. Die Dänen brauchen nach der Nullnummer gegen Tunesien noch dringender Punkte, müssen allerdings auf Thomas Delaney (Knieverletzung) verzichten.

Argentinien - Mexiko (20.00 Uhr)
Für die Argentinier um Superstar Lionel Messi ist es ein Endspiel. Eine Niederlage würde das Aus in der Vorrunde und damit die grösste WM-Schmach seit 20 Jahren bedeuten. Der Druck ist riesig. Mexiko hat nichts zu verlieren und dürfte durch die Aussicht, den grossen Rivalen aus Südamerika nach Hause schicken zu können, zusätzlich motiviert sein. Dazu braucht es nach der Nullnummer gegen Polen aber den ersten Treffer bei dieser WM.

Ideenloses England enttäuscht

England kommt gegen die USA nicht über ein torloses Remis hinaus. Die Three Lions, die nach dem spektakulären 6:2-Erfolg über den Iran ihre Rolle des Mitfavoriten auf den WM-Titel bestätigten, enttäuschten am Freitagabend über weite Strecken. Es waren überraschend die Nordamerikaner, die mehr vom Spiel hatten. Die beste Chance auf einen Treffer hatte US-Offensivakteur Christian Pulisic. Sein strammer Versuch (33.) prallte jedoch an die Latte. Die lethargisch auftretenden Engländer konnten lediglich bei zwei Aktionen etwas Torgefahr ausstrahlen. Nichtsdestotrotz führt England die Gruppe mit vier Punkten an. (gav)

Neymar: «Wieder eine Verletzung, wieder an der WM - es ist fast schon langweilig»

Darf das wirklich wahr sein? Hört diese Leidensgeschichte einfach nie auf? Wird Neymar an dieser WM noch einmal spielen können? Das sind die Fragen, die derzeit ganz Brasilien beschäftigen. Die Nacht war längst angebrochen, als der Superstar der Seleçao nach dem 2:0-Auftaktsieg über Serbien aus dem Stadion humpelte. Goldene Kopfhörer auf dem Kopf. Den rechten Knöchel dick einbandagiert. Schwarze Kompressionsstrümpfe, weisse Havaianas.

Am Tag darauf herrscht Gewissheit: Neymar fällt aus. Mindestens für das Spiel gegen die Schweiz. Vielleicht lässt er auch noch jenes gegen Kamerun aus, schliesslich rechnet in Brasilien niemand ernsthaft damit, dass Brasilien in der Vorrunde scheitern könnte. Und dann, so die Hoffnung, soll Neymar im Achtelfinal zurückkehren. 30-jährig ist der 222 Millionen teure PSG-Star mittlerweile. In Katar will er Brasilien erstmals seit 20 Jahren wieder zum WM-Titel führen. Und nebenbei auch noch Rekordtorschütze Pelé einholen, zwei Treffer fehlen ihm noch dazu.

Am Freitagabend meldete sich Neymar selbst ausführlich zu Wort. Neben vielen pathetischen Worten, in denen er seine Liebe zu Brasilien ausdrückt, sagt er auch: «Heute ist einer der schwierigsten Momente meiner Karriere, wieder habe ich eine Verletzung, wieder während einer WM – die Geschichte ist fast schon langweilig.» Zur Erinnerung: 2014 bei der Heim-WM musste Neymar im Viertelfinal mit einem Wirbelbruch ausgewechselt werden. 2018 in Russland war er nach einer Knie-Operation nicht fit. Und nun bahnt sich das nächste Drama an.
Noch hat Brasilien indes die Zuversicht nicht verloren. Trainer Tite sagte unmittelbar nach dem Spiel: «Neymar wird wieder spielen an diesem Turnier – Sie können sich sicher sein!» Und auch der Spieler selbst sagt nun: «Ich bin sicher, dass ich die Chance haben werde, zurückzukommen. Ich werde jedenfalls mein Bestes tun, um meinem Land, meinen Teamkollegen und mir selbst zu helfen.» (ewu)

Schwaches Niederlande mit Remis

Die Niederlande und Ecuador trennen sich 1:1. Dadurch ist das Vorrunden-Aus von Katar besiegelt. Nach Südafrika (2010) scheitert damit erst zum zweiten Mal der WM-Gastgeber in der Gruppenphase. Oranje startete optimal in die Partie. Mit einem wuchtigen Schuss aus 17 Metern schoss Cody Gakpo (6.) seine Farben in Front. Kurz vor der Pause jubelten die Ecuadorianer über den vermeintlichen Ausgleich, doch das Tor zählte aufgrund einer Abseitsposition nicht. In der zweiten Hälfte kreierten nur noch die Südamerikaner gefährliche Torchancen. Enner Valencia (49.) konnte nach einem Schuss seines Teamkollegen im Fünfmeterraum zum 1:1 und seinem dritten WM-Tor abstauben. Weil ein Versuch von Ecuadors Gonzalo Plata am Querbalken (59.) landete, blieb es beim Remis. Wermutstropfen bei La Tri: Captain und Torschütze Valencia musste in der 90. Minute mit einer Knieverletzung vom Platz. (gav)

Neymar verpasst Spiel gegen Nati

Rekordweltmeister Brasilien muss am Montag (17.00 Uhr) im zweiten Gruppenspiel gegen die Schweizer Nati auf die Dienste ihres Superstars Neymar verzichten. Der 30-Jährige hatte sich am Donnerstagabend (2:0-Sieg gegen Serbien) nach einem Foulspiel von Nikola Milenkovic am Knöchel verletzt und musste ausgewechselt werden. «Die Untersuchungen zeigen eine Verletzung am lateralen Bandapparat im rechten Fussgelenk von Neymar, zusammen mit einem kleinen Bluterguss», so der brasilianische Mannschaftsarzt Rodrigo Lasmar. Man könne jetzt schon sagen, dass er die Partie gegen die Schweiz mit Sicherheit verpassen werde. Die Hoffnung auf ein Turnier-Comeback bestehe allerdings, meinte der Arzt. (gav)

Gastgeber Katar vor dem Aus

Gastgeber Katar steht an der WM bereits nach zwei Gruppenspielen vor dem Turnier-Aus. Die Katarer müssen sich dem Senegal 1:3 geschlagen geben und stehen noch ohne Punkte da. Nun ist der Wüstenstaat auf Schützenhilfe aus Ecuador angewiesen. Die Südamerikaner müssen die Niederlande bezwingen und dann noch den Senegal. Katar müsste sein letztes Gruppenspiel dann noch hoch gegen die Niederlande gewinnen. Ein eher unwahrscheinliches Szenario.

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte wurden im Al-Thumama Stadium Proteste des Heimteams laut, nachdem Captain Akram Afif im Strafraum (34.) von den Beinen geholt wurde. Eine strittige Szene, die durchaus zu einem Elfmeter hätte führen können. Nur wenig später nützte der senegalesische Stürmer Boulaye Dia (41.) einen Patzer der katarischen Abwehr zur Führung aus. Kurz nach Wiederanpfiff bekundeten die Katarer wieder Pech. Ein fälschlicherweise gegebener Eckball führte zum zweiten Treffer der Westafrikaner. Bei den Gastgebern keimte nach dem Kopfballtreffer von Mohammed Muntari (78.) nochmals etwas Hoffnung auf, doch Cheikg Dieng (84.) sorgte mit seinem Tor für den 3:1-Endstand. (gav)

Serbische Nationalmannschaft irritiert mit Anti-Kosovo-Fahne

Nur wenige Tage nachdem die Fifa ihr zweifelhaftes Verbot der «One Love»-Armbinde – aus Gründen der vermeintlichen politischen Neutralität der WM – ausgesprochen hat, ist in der Umkleidekabine der serbischen Nationalmannschaft ein fragwürdiges Plakat aufgetaucht. Es zeigt die Umrisse des Kosovo in serbischen Farben, versehen mit der Aufschrift: «Keine Kapitulation». Verbreitet wurde das Bild durch den vormaligen kosovarischen Aussenminister Petrit Selimi sowie durch mehrere Zeitungsberichte.

Serbien betrachtet den Kosovo als Teil seines eigenen Staatsgebiets, während das Land auf seine 2008 ausgerufene Unabhängigkeit pocht. Angesichts der zweifelsfrei politischen Botschaft der Fahne dürfte die Fifa gemäss ihrer eigenen Statuten nun zum Handeln gezwungen sein – zumal es sich beim Kosovo um ein vollwertiges Mitglied des Weltverbands handelt. Der Fussballverband des Landes reichte gemäss Medienberichten bereits Beschwerde bei der Fifa ein.

Dass es sich bei der Flagge um eine Provokation in Richtung Nati handeln sollte, ist indes auch nicht auszuschliessen. Die Schweiz weiss namhafte kosovarisch-stämmige Spieler in ihren Reihen, die Geschehnisse im Direktduell an der WM 2018 mitsamt der «Doppeladler»-Diskussion dürften hierzulande noch in bester Erinnerung sein. Am kommenden Freitag treffen beide Teams erneut aufeinander. (dur)

Iran bezwingt Wales in extremis

Finale furioso: Dem Iran ist durch Tore in der neunten und elften Minute der Nachspielzeit ein veritabler Coup gelungen. Roozbeh Cheshmi und Ramin Rezaeian schossen Vorderasiaten zum umjubelten 2:0-Sieg über Wales – der trotz seines späten Zustandekommens nichts als folgerichtig war. Denn der Iran hatte sich zuvor als das weitgehend gefährlichere und aktivere Team präsentiert. Kurz nach der Halbzeitpause hatten sowohl Sardar Azmoun als auch Ali Gholizadeh Pfosten-Pech. Und in den Schlussminuten nahm der iranische Druck nochmals zu, weil Wales infolge einer roten Karte gegen Wayne Hennessey (87.) – der Goalie beging eine Notbremse – in Unterzahl agieren musste.

Das weiter sieglose Wales muss um den Einzug in die Achtelfinals bangen – unabdingbare Voraussetzung ist in jedem Fall ein Vollerfolg gegen den britischen Nachbarn England. Dem Iran stehen die Türen in die K.o.-Runde offen: vorausgesetzt, das Team von Coach Carlos Queiroz besteht gegen die USA. (dur)

Iraner singen Hymne leise mit

Die iranische Nationalmannschaft hat die Nationalhymne vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Wales leise mitgesungen – und damit wohl auf den politischen Druck aus ihrem Heimatland reagiert. Zum Turnierauftakt gegen England hatten sich die Spieler mit der seit Monaten anhaltenden Protestbewegung im Iran solidarisiert, indem sie während der Nationalhymne demonstrativ geschwiegen hatten. Dem Team könnten bei der Rückkehr in ihre Heimat Konsequenzen drohen. (dur)

Mexiko-Fan versucht, Alkohol ins Stadion zu schmuggeln

Dass Alkohol an der WM in Katar – mit Ausnahme der VIP-Logen – vollends untersagt ist, hat ein mexikanischer Fan nicht ganz auf sich sitzen lassen wollen. Videos in den Sozialen Medien zeigen, wie der Mann versuchte, mit einem präparierten Fernglas ein alkoholisches Getränk in das Stadion zu schmuggeln. Der Versuch missling offenkundig: Die Polizei durchkreuzte die verwegenen Pläne des durstigen «El Tri»-Fans. (dur)

Brasilien bangt um Neymar

Brasilien muss im weiteren Turnierverlauf möglicherweise auf seinen Superstar Neymar verzichten. Der Mittelfeldspieler von Paris Saint-Germain erlitt beim 2:0-Auftaktsieg gegen Serbien eine Verstauchung des rechten Knöchels. «Wir müssen 24 bis 48 Stunden warten, um eine genauere Diagnose abgeben zu können», sagte Teamarzt Rodrigo Lasmar. Zunächst muss der betroffene Knöchel abschwellen. Am Montag trifft Brasilien auf die Schweiz. (dur)

Im Duell der Nati-Gegner: Brasilien schlägt Serbien 2:0

Brasilien hat zum WM-Auftakt Serbien mit 2:0 bezwungen. Richarlison schnürte dabei für die Seleção einen Doppelpack. Nach der Führung (62.) traf der 25-Jährige, der bei Tottenham unter Vertrag steht, in der 73. Minuten per Fallrückzieher sehenswert zum 2:0. Serbien hielt zu Spielbeginn gut mit, doch in Halbzeit zwei bauten die Serben stark ab. Brasilien führt die Gruppe damit vor der Schweiz an. Am Montag kommt es zu den Duellen Schweiz – Brasilien und Serbien – Kamerun. (swe)

Katar erlaubt ab Freitag Regenbogenfarben in den WM-Stadien

Katar wird seine restriktive Haltung bezüglich der Regenbogenfarben in den WM-Stadien aufgeben. Mit Beginn der zweiten Runde der Gruppenphase am Freitag sollen Anhänger, die ihre Unterstützung für die LGBTQ+-Community in den Arenen dokumentieren, dafür nicht mehr vom Sicherheitspersonal behelligt werden. Genau dies war in den vergangenen Tagen mehrfach geschehen. Stadionbesucher waren immer wieder aufgefordert worden, ihre bunten Kleidungsstücke auszuziehen und entsprechende Motive zu verdecken. Aus der Antwort der Fifa auf eine Anfrage von WM-Teilnehmer Wales geht nun hervor, dass diese Interventionen eingestellt werden. (sid)

Portugal gelingt WM-Auftakt mit 3:2-Sieg gegen Ghana

Für Cristiano Ronaldo und Portugal ist der WM-Auftakt geglückt. Der Europameister von 2016 siegte gegen Ghana mit 3:2. Portugal trat in der ersten Halbzeit dominant auf, blieb jedoch ohne Torerfolg. So richtig Fahrt nahm das Duell erst in der 65. Minute auf. Nach einem umstrittenen Zweikampf im Strafraum fällt Ronaldo, der Schiedsrichter entscheidet auf Elfmeter. Zur grossen Überraschung greift der VAR nicht ein. Der 37-Jährige verwandelt eiskalt. Die Partie war lanciert.

Es folgten Tore am Laufmeter. Die Ghanaer konnten nur wenige Minuten später eine Reaktion zeigen. André Ayew (73.) konnte die Partie ausgleichen – 1:1. Doch Portugal überzeugte in der Folge mit Spielfreude und Effizienz. Joao Felix und Rafael Leao erhöhten mit einem Doppelschlag (78./80.) auf 3:1. Die Vorentscheidung? Nein, Ghana steckte nicht auf stellte nochmals den Anschluss her. Osman Bukari verkürzte in der 89. Minute. In den Schlussminuten suchten die Afrikaner den Ausgleich, doch auch Portugal hatte einen weiteren Treffer auf dem Fuss. (swe)

Uruguay kommt gegen Südkorea nicht über ein Unentschieden hinaus

Die Affiche zwischen Uruguay und Südkorea endet ohne Tore. Es ist das vierte 0:0 dieser WM. Die Südkoreaner starteten engagiert in die Partie und drängten die Celeste zu Beginn weit in die eigene Hälfte, zwingende Torchancen erspielten sie sich aber kaum. In einem sehr taktischen Spiel kam es in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten zu gefährlichen Aktionen. Stürmer Hwang gelang es in der 34. Minute nicht, den Ball aus bester Position aufs Tor zu bringen. Ebenfalls die grosse Chance, sein Land in Führung zu bringen, verpasste Routinier Diego Godin. Kurz vor der Pause traf der Südamerikaner nach einem Kopfball nur den Pfosten.

Das mit klingenden Namen bestückte uruguayische Team tat sich auch im zweiten Umgang gegen disziplinierte Koreaner schwer. Südkorea kontrollierte das Spiel weitgehend, während Uruguay immer wieder Konter lancierte. Richtig gefährlich wurde es aber selten. Mit einem Verzweiflungsschuss, den er an den Pfosten zimmerte, sorgte Federico Valverde in der 90. Minute für eine der grössten Chancen der zweiten Halbzeit. (tga)

Verbot der «One Love»-Armbinde: Grüne wollen die Fifa zur Kasse bitten

Dass die Fifa in der Schweiz als «gemeinnütziger Verein» steuerliche Privilegien geniesst, ist den Grünen ein Dorn im Auge. Der Fussball-Weltverband mit Sitz in Zürich müsse wie andere Unternehmen ihrer Grösse besteuert werden, teilte die Partei am Donnerstag mit. In der Wintersession planen die Grünen einen entsprechenden Vorstoss.

Dass die Fifa «mit der WM-Vergabe an Katar einen für die Menschenrechte katastrophalen Entscheid getroffen hatte», sei bekannt. Das Verbot der «One Love»-Armbinde bringe das Fass nun definitiv zum Überlaufen, erklärten die Grünen in ihrer Mitteilung. 2021 erzielte die Fifa einen Umsatz von 766 Millionen US-Dollar, im laufenden Kalenderjahr dürften die Einnahmen durch die WM in Katar noch bedeutend höher ausfallen. (dur)

«Ich habe keine Ahnung, warum ich Spieler des Spiels geworden bin»

Belgien mühte sich am Mittwochabend zu einem 1:0-Sieg gegen Kanada. Die «Roten Teufel» legten dabei eine eher dürftige Leistung hin. Für die Auszeichnung zum «Mann des Spiels», der im Normalfall aus dem Siegerteam stammt, boten sich Torhüter Courtois, der einen Elfmeter parierte, oder Siegtorschütze Batshuayi an. Dass es dann aber Kevin De Bruyne war, der die Auszeichnung erhielt, erstaunte viele. Auch der Mann von Manchester City selbst zeigte sich sichtlich verwundert: «Ich habe keine Ahnung, warum ich Spieler des Spiels geworden bin. Vielleicht wegen meines Namens. Wir, mich inbegriffen, haben nicht gut gespielt.» (tga)

Nati will offenbar kein Zeichen setzen

Granit Xhaka hat ausgeschlossen, dass die Schweizer Nati im Rahmen ihres Auftaktspiels gegen Kamerun ein medienwirksames Zeichen gegen die Fifa und für Menschenrechte setzen wird. «Ich glaube nicht, dass wir als Schweiz etwas machen müssen. Fussball hat jetzt Priorität Nummer eins», sagte der Captain der Nati in der Medienkonferenz im Vorfeld der Partie. Weil die Fifa das Tragen der sogenannten «One Love»-Captainbinde untersagt hatte, hatte etwa die deutsche Nationalmannschaft mit einer unmissverständlichen «Mund-zu-Geste» in Richtung des Weltverbands auf sich aufmerksam gemacht. (dur)

Dänemark zieht Fifa-Austritt in Erwägung

Die Querelen um die untersagte «One Love»-Captainbinde könnten weitere Konsequenzen nach sich ziehen. Wie das Sportportal «The Athletic» meldet, zieht der dänische Fussballverband (DBU) einen Austritt aus der Fifa in Erwägung. «Ich habe nochmal darüber nachgedacht. Ich kann mir vorstellen, dass es Herausforderungen geben könnte, wenn Dänemark von sich aus geht. Aber mal sehen, ob wir nicht einen Dialog über die Dinge führen können», wird Verbandspräsident Jesper Möller im Bericht zitiert. Klar ist offenbar bereits, dass Dänemark die Wiederwahl von Gianni Fifa-Präsident Infantino im März nicht unterstützen wird. (dur)

Schweiz, Brasilien und Ronaldo: Das bringt der Tag bei der Fussball-WM

Heute Donnerstag greift endlich die Schweiz ins Turngeschehen ein. Ins Duell mit Kamerun geht das Team von Murat Yakin als Favorit. Es ist das erste Mal, dass die beiden Länder an einer WM aufeinandertreffen. Im anderen Spiel der Gruppe G kommt es Serbien mit Rekord-Weltmeister Brasilien zu tun über.

Für Uruguays Altstars Luis Suárez und Edinson Cavani ist die WM in Katar der letzte Aufritt auf der grossen Fussball-Bühne. Am Donnerstag starten die Südamerikaner gegen Südkorea. In das Turnier steigt auch Portugal. Das Startspiel gegen Ghana ist unangenehm. Vor dem WM-Auftakt gab es jedoch nur ein einziges Thema: Ronaldo. Die Frage ist, wie sehr die Diskussionen um den Superstar das Team belastet haben. (dpa)

Japaner feiern putzigen Otter nach Überraschungssieg über Deutschland

Ein Flussotter namens Taiyo wird in Japan nach dem sensationellen Sieg über Deutschland bei der Fussball-WM in Katar gefeiert. Der im Maxell Aqua Park Shinagawa in Tokio lebende Taiyo hatte nämlich einen Überraschungssieg Japans gegen den viermaligen Weltmeister Deutschland beim Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft am Mittwoch vorhergesagt. Das tat das acht Jahre alte Männchen, in dem es am Vortag einen Mini-Fussball in einen blauen Eimer mit der japanischen Flagge legte. Den roten Eimer mit der deutschen Flagge und einen gelben mit der Aufschrift «Unentschieden» ignorierte Taiyo.

Begeistert von Japans 2:1-Sieg schwärmten japanische Fussballfans im Netz von dem Otter und nannten ihn «erstaunlich» und «extrem kompetent». Andere hofften, dass er eine Prognose für das nächste Gruppenspiel Japans am Sonntag gegen Costa Rica abgeben würde. (dpa)

Sascha Ruefer kommentiert heute das Spiel der Schweizer Nati gegen Kamerun

Wer die WM-Spiele der Schweizer Nati am Fernsehen verfolgt, hört auch die Stimme von Sascha Ruefer. Der 50-Jährige spricht im Interview über seine Arbeit, Anfeindungen und die Kraft seiner Worte rund um das Spiel Schweiz-Serbien.

Belgien mit glücklichem Sieg

Belgien kommt gegen Kanada zu einem schmeichelhaften 1:0-Sieg. Die Kanadier, die nach 1986 erst zum zweiten Mal an einer Weltmeisterschaft mit von der Partie sind, schlugen sich beachtlich und werden vor allem den Chancen aus der ersten Halbzeit nachtrauern. Eine solche bot sich Bayern-Spieler Alphonso Davies nach einem Foulelfmeter (10.). Der Kanadier sah seinen schwach getretenen Schuss allerdings von Thibaut Courtois pariert. Die Maple Leafs liessen sich nicht beirren, spielten weiter mutig auf und fanden in einer löchrigen Abwehr der Belgier immer wieder Räume. Einziger Makel: der Abschluss. Besser machten es die Roten Teufel. Entgegen dem Spielverlauf traf Michy Batshuayi (44.) zur Führung. Im zweiten Durchgang zollte der Aussenseiter dem hohen Tempo aus den ersten 45 Minuten Tribut. Die Belohnung für den beherzten Auftritt in Form eines Treffers blieb aus. (gav)

Keine Sanktionen für Deutschland nach Mund-zu-Geste

Die deutschen Nationalspieler haben auf die Verbotspolitik der Fifa vor Anpfiff der Partie auf dem Teamfoto mit einer Mund-zu-Geste reagiert. Am Mittwochabend teilte die Disziplinarkommission des Weltverbands mit, dass die Spieler keine disziplinarischen Konsequenzen zu befürchten hätten. «Uns die Binde zu verbieten, ist wie den Mund zu verbieten. Unsere Haltung steht», teilte der Deutsche Fussball-Bund in einer Stellungnahme mit. (gav)

7:0! Spanien zerlegt Costa Rica

Spanien startet mit einem fulminanten 7:0-Erfolg (dem höchsten WM-Sieg seiner Geschichte) gegen Costa Rica in das WM-Turnier. Bereits nach 31 Minuten liess die Furia Roja am Ausgang der Partie keine Zweifel aufkommen. Den Torreigen eröffnete Dani Olmo (11.) nach einer sehenswerten Kombination. Der Leipzig-Offensivakteur wurde mittels Chip-Pass von Gavi im Strafraum lanciert, drehte sich um die eigene Achse und verwertete zum 100. spanischen Tor bei einer WM. Mit Marco Asensio (21.) und Ferran Torres (31., Foulelfmeter) traf gleich die ganze Offensivreihe bei den Spaniern. In der Folge kontrollierte der Weltmeister von 2010 die Partie, nahm aber deutlich Tempo raus. Zu weiteren Treffern reichte es dennoch. Doppelpacker Ferran Torres (54.), Gavi (74.), Carlos Soler (90.) und Álvaro Morata (90.+2) liessen sich ebenfalls in die Torschützenliste eintragen. Mit 18 Jahre und 110 Tage wurde Supertalent Gavi mit dem zwischenzeitlichen 5:0 zum jüngsten WM-Torschützen seit Pelé. Der Brasilianer hatte bei der WM 1958 im Alter von 17 Jahren und 239 Tagen getroffen. Die Costa Ricaner, die während der gesamten Partie weder einen Schuss auf noch neben das Tor fabrizierten, konnten einem leidtun. Am Sonntag (20.00 Uhr) kommt es zum Kracher-Duell zwischen Spanien und Deutschland. (gav)

Xhaka nach deutscher Mund-zu-Geste: «Müssen nichts machen»

Kapitän Granit Xhaka sieht die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft nach der Mund-zu-Geste der deutschen Spieler vor deren Auftaktpartie gegen Japan (1:2) am Mittwoch nicht unter Druck, mit einer Aktion nachziehen zu müssen. Das deutsche Team hätte sich für diese Geste entschieden, sagte der Mittelfeldspieler einen Tag vor dem ersten Gruppenspiel der Schweizer am Donnerstag (11.00 Uhr) gegen Kamerun. «Ich denke nicht, dass wir als Schweiz etwas machen müssen.» Der Fokus gelte nun dem Fussball, so Xhaka.

Die deutschen Spieler hatten direkt vor dem Anpfiff gegen Japan demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten und damit sehr offensichtlich ein Zeichen an den Weltverband FIFA gesendet, der in Katar die «One Love»-Kapitänsbinde verboten hatte. Genau wie der deutsche Kapitän Manuel Neuer hätte auch Xhaka diese Binde gerne getragen, betonte der Schweizer Kommunikationschef Adrian Arnold. Ebenfalls wie Neuer werde nun aber auch Xhaka gegen Kamerun die von der FIFA vorgegebene Binde überstreifen. (dpa/tga)

Testen Sie Ihr Wissen über die Schweizer-Nati und gewinnen Sie tolle Preise

Am Donnerstag um 11 Uhr startet die Schweiz gegen Kamerun in die WM. Wie gut wissen Sie über unsere Nati Bescheid? Testen Sie Ihr Wissen über die Schweizer-Nati und gewinnen Sie tolle Preise in unserem grossen Quiz.

2:1 nach 0:1: Japan überrascht Deutschland

Japan sorgt für eine weitere Sensation an dieser WM. Die Japaner wenden die Partie nach anfänglichem Rückstand und gewinnen gegen Mitfavorit Deutschland mit 2:1. Nachdem die deutsche Nationalmannschaft mit ihrer Aktion bereits vor dem Anpfiff ein Ausrufezeichen gesetzt hatte, legte sie auch auf dem Rasen einen überzeugenden Start hin. Die Deutschen dominierten das Spielgeschehen in der ersten Halbzeit weitgehend. Trotzdem jubelten zunächst die Japaner, wegen einer Abseitsposition wurde das Tor jedoch wieder aberkannt. Es waren dann doch die Deutschen, die durch Ilkay Gündogan (33.) per Elfmeter in Führung gingen. Als Verteidiger David Raum ungestüm vom japanischen Torhüter Shuichi Gonda umgeräumt wurde, blieb dem Schiedsrichter nichts anderes übrig, als auf den Punkt zu zeigen.

Auch weil Deutschlands Treffer zum 2:0 kurz vor der Pause aberkannt wurde, blieb für die Japaner im zweiten Umgang alles offen. In der zweiten Halbzeit liessen sich die Deutschen das Spiel zunehmend aus der Hand nehmen. Zu viele Chancen, um die Führung zu erhöhen, liessen sie ungenutzt. Die mutigen Japaner hingegen wurden immer besser. Ritsu Dōan glich in der 75. Minute aus, und Takuma Asano machte nach knapp 83 Minuten die unverhoffte Wende perfekt. (tga/dur)

Die Fifa drohte mit mehr als nur Gelben Karten – Dänemark wird Infantino nicht mehr unterstützen

Als Konsequenz aus dem Umgang mit dem Thema «One Love»-Binde und seinen weiteren Aussagen in Katar will der dänische Verband den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino ab sofort nicht mehr unterstützen. Die DBU hofft darauf, bis zur Wiederwahl im März 2023 doch noch einen Gegenkandidaten für den Schweizer zu finden, obwohl die Bewerbungsfrist nach Angaben der Fifa bereits am vergangenen Mittwoch ablief.

Um das Tragen der «One Love»-Kapitänsbinde bei der Weltmeisterschaft in Katar zu verhindern, hat der Fussball-Weltverband Fifa offenbar einen stärkeren Druck auf die europäischen Teams ausgeübt als bislang bekannt. Das berichteten die Offiziellen des dänischen Fussball-Verbands DBU am Mittwoch. «Die Fifa kam ins englische Team-Hotel und machte hier deutlich, dass es sportliche Sanktionen geben würde, wenn jemand die Binde trägt. Und sie sagten, dass es mindestens eine Gelbe Karte gäbe», so DBU-Direktor Jakob Jensen. Auch Sportdirektor Peter Möller zeigt sich empört: «Allein die Tatsache, dass wir keine klare Antwort zu den möglichen Strafen bekommen haben, sagt doch alles.»

«Es gibt nur einen Kandidaten und wir müssen sehen, ob es doch noch einen neuen Kandidaten gibt. Denn es ist noch etwas Zeit», sagte der DBU-Vorsitzende Jesper Möller. Klar sei: «Dänemark wird den derzeitigen Präsidenten nicht unterstützen. Wir müssen jetzt reagieren. Und wir haben das Gefühl, dass wir das wirklich müssen. Es ist zutiefst verwerflich, was da zuletzt passiert ist.» (dpa/tga)

«Grosses Fragezeichen» hinter Kostic-Einsatz vor Serbiens WM-Auftakt 

Filip Kostic droht wegen einer Oberschenkel-Verletzung den WM-Auftakt der serbischen Fussball-Nationalmannschaft gegen Brasilien zu verpassen. «99 Prozent der Aufstellung haben wir schon im Kopf. Aber was ich sagen kann, ist: Hinter Kostic steht noch ein grosses Fragezeichen», sagte Serbiens Trainer Dragan Stojkovic am Mittwoch bei seiner Pressekonferenz zu diesem Spiel (Donnerstag, 20.00 Uhr). Der Flügelspieler von Juventus Turin hat in Katar bislang nur Lauftraining absolviert.

Stojkovic hält die Vorrunden-Gruppe mit Brasilien, der Schweiz und Kamerun für «die schwerste der ganzen WM. Wir Serben sind nicht glücklich mit dieser Auslosung.» Der 57-Jährige, der bei der Weltmeisterschaft 1990 noch der Star des früheren Jugoslawien war, sagte über das Brasilien-Spiel aber auch: «Das wird ein schweres Spiel. Ein extrem schweres Spiel. Aber das Spiel startet mit 0:0. Und wir haben vor niemanden in der Welt Angst. Nicht einmal vor Brasilien.» (dpa)

Deutschland setzt vor dem Spiel gegen Japan ein Zeichen

Nach dem Eklat um die «One Love»-Affäre haben sich die Akteure der Deutschen Nationalmannschaft eine alternative Form des Protests ausgedacht. Im Teamfoto vor der Partie gegen Japan, halten sich die Spieler symbolisch die Hand vor den Mund. Die Aktion wurde von der internationalen TV-Regie nicht festgehalten. (tga)

Angst vor Sperre: Vertonghen will sich mit Kritik zurückhalten

«Mobbing»-Vorwürfe und eingeschüchterte Spieler: Die Kritik am Vorgehen der Fifa in der «OneLove»-Affäre reisst nicht ab. «Wir befinden uns derzeit in einer aussergewöhnlichen Situation. Ich bin nicht nur enttäuscht, sondern wütend», sagte Jesper Möller, Vorsitzender des dänischen Fussballverbands DBU: «Wir werden darauf reagieren.» Er warf der Fifa um Präsident Gianni Infantino in einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz vor, mit «Mobbing-Methoden» das Tragen der «One Love»-Binde als Zeichen für Vielfalt und Integration unterbunden zu haben.

Möller kündigte eine gemeinsame Reaktion mit den weiteren sechs europäischen Verbänden an, die von ihrem Vorhaben aufgrund angedrohter Sanktionen der Fifa kurzfristig abgesehen hatten. Dazu zählt auch der SFV, den nächsten Austausch solle es am Donnerstag geben. Unterdessen räumte der belgische WM-Spieler Jan Vertonghen ein, sich mit Kritik an der Fifa oder dem Gastgeber Katar zurückzuhalten, weil er eine Sperre befürchtet. «Ich fühle mich nicht wohl dabei, etwas zu sagen. Und das sagt schon genug aus, dass wir unter Druck gesetzt werden», sagte der 35-Jährige: «Das ist eine bedauerliche Situation, die ich im Fussball noch nie erlebt habe und die ich hoffentlich auch nicht mehr erleben werde.» (sid)

Brasilianische Flagge wird mit Pride-Flagge verwechselt

Der Eklat um die «One Love»-Binde greift auf Flaggen über. Der brasilianische Journalist Victor Pereira aus dem brasilianischen Bundesstaat Pernambuco berichtet in Katar über die WM. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte er, dass die örtliche Polizei ihn vor einem Stadion bedrängt habe. Dies, nachdem die Flagge Pernambucos mit einer LGBTQ-Pride-Flagge verwechselt worden war.

Pereira erzählte, dass die Behörden sein Mobiltelefon beschlagnahmt hätten, nachdem er die negative Reaktion eines Mannes auf seine bunte Fahne vom brasilianischen Bundesstaat Pernambuco gefilmt habe. Die Flagge ziert ein Regenbogen, ein rotes Kreuz sowie ein Stern. «Dieser Mann im weissen Kleid packte die Flagge, warf sie zu Boden und begann darauf herumzutrampeln», erzählt Pereira wie «ZüriToday». Als er sein Handy hervorgeholt habe, um die Szene zu filmen, habe der Mann ihm das Handy aus der Hand genommen. «Er sagte, würde es nur zurückgeben, wenn ich das Video lösche.»

Danach kam laut Pereira ein Beamter, der eingreifen wollte. «Er nahm dem anderen Mann das Handy weg und befahl mir, das Video zu löschen.» Das Mobiltelefon sei wichtig für seine Arbeit. Damit er es auch sicher wieder zurückbekommt, habe er gehorcht. Zum Vorfall hat bisher weder die Fifa noch die katarische Regierung Stellung genommen. (red)

Auch Marokko und Kroatien trennen sich torlos

Die WM 2022 ist um ein weiteres 0:0 reicher. Kroatien kommt gegen Marokko nicht über ein Unentschieden heraus. In einer Partie, die hauptsächlich im Mittelfeld stattfand, gehörten Torchancen zur Mangelware. Die Kroaten, die zwar über mehr Ballbesitz verfügten, fanden kein probates Mittel, um die marokkanische Defensive zu überwinden. Im ersten Umgang wurde Marokko-Torhüter Bono lediglich in der Nachspielzeit zu einer Parade gezwungen. Auch nach der Pause wirkten beide Mannschaften eher uninspiriert im Spielaufbau und vermochten kaum Torgefahr heraufzubeschwören. (tga)

Die langen Nachspielzeiten sorgen bereits für einen Rekord

102 Minuten und 49 Sekunden. 104:34 Minuten. Und sogar 117 Minuten und 16 Sekunden. Bei der Wüsten-WM dauern die Spiele viel länger als die so berühmten «90 Minuten», die FIFA greift beim Zeitschinden hart durch. «Wir wollen nicht, dass es in einer Halbzeit nur 42 oder 43 Minuten aktives Spiel gibt, das ist nicht akzeptabel», hatte Schiedsrichterchef Pierluigi Collina kurz vor Turnierbeginn gesagt.

Zwischen England und Iran liess der Schiedsrichter dann aber gleich mehr als 27 Minuten nachspielen - 14:08 Minuten in der ersten Hälfte, und dann noch einmal 13:08 Minuten in der zweiten. So sahen die Fans einen Rekord: Mehdi Taremi verwandelte den Elfmeter für den Iran zum 2:6 erst nach 102:30 Minuten. Seit der detaillierten Datenerfassung 1966 war dies das späteste WM-Tor in einem Spiel ohne Verlängerung.

In Katar schauen die Schiedsrichter ganz genau auf ihre Stoppuhr, jede durch Unterbrechungen verlorene Minute wird konsequent nachgeholt. «Ziel ist, den Zuschauern das grösstmögliche Spektakel zu bieten», sagte Collina.

Alle Teams seien im Vorfeld über das konsequente Vorgehen informiert worden, sagte Collina, damit niemand «überrascht» ist. «Stellen Sie sich ein Spiel vor, in dem drei Treffer erzielt werden. Ein Torjubel dauert normalerweise eine bis anderthalb Minuten, bei drei Toren verliert man also fünf oder sechs Minuten», sagte Collina: «Wir wollen die Nachspielzeit am Ende einer jeden Halbzeit genau berechnen.» (sid/tga)

Das bringt der Mittwoch bei der Fussball-WM

Marokko - Kroatien (11.00 Uhr)
Ein Duell mit einem vermeintlichen Favoriten - schliesslich ist Kroatien Vize-Weltmeister. Doch auch die Marokkaner haben mit Noussair Mazraoui (Bayern München), Achraf Hakimi (Paris Saint-Germain) und Spielmacher Hakim Ziyech (FC Chelsea) drei absolute Topstars an Bord. 

Kroatien hat eine starke  Nations-League-Saison gespielt und wurde Gruppensieger vor Dänemark und Weltmeister Frankreich. Regisseur ist der mittlerweile 37 Jahre alte Luka Modric.

Deutschland - Japan (14.00 Uhr)
Nach dem Wirbel rund um die «One Love»-Binde muss Deutschland den Fokus auf das rein Sportliche legen. Nach dem frühen WM-Aus in Russland soll ein Auftaktsieg Sicherheit geben. Verzichten muss Bundestrainer Hansi Flick dabei auf den am Knie verletzten Leroy Sané.

Japan kommt mit geballter Bundesliga-Power: Frankfurts Daichi Kamada, Stuttgarts Wataru Endo und der Schalker Maya Yoshida zählen zu den Stammspielern. Wer im Tor steht, ist hingegen noch offen.

Spanien - Costa Rica (17.00 Uhr)
Bei Spanien kommen nach den ehemaligen Weltstars rund um Xavi, Andrés Iniesta und Co. drei absolute Toptalente mit «i» für das spanische Mittelfeld: Pedri, Gavi und Fati. Im Sturm setzen die Weltmeister von 2010 hingegen auf Routine: Der 30-jährige Alvaro Morata soll für die Tore sorgen.

Costa Rica gilt, wie praktisch immer, als absoluter Aussenseiter. Topstar ist Keeper Keylor Navas, der mit Real Madrid dreimal die Champions League gewann.

Belgien - Kanada (20.00 Uhr)
Belgien ist längst kein Geheimfavorit mehr. Mit inzwischen in die Jahre gekommenen Weltstars wie dem derzeit verletzten Romelu Lukaku, Eden Hazard oder auch Kevin de Bruyne sind die Belgier Mitfavorit auf den Titel. Kanada hofft auf die individuelle Klasse von Bayern-Star Alphonso Davies. Auch der 22-jährige Stürmer Jonathan David (LOSC Lille) könnte Akzente setzen. (dpa)

Lucas Hernandez erlitt Kreuzbandriss

Für Lucas Hernandez ist die WM in Katar vorzeitig beendet. Der französische Verteidiger von Bayern München erlitt beim 4:1-Auftaktsieg gegen Australien einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie.

Die Verletzung des linken Aussenverteidigers ist ein weiterer schwerer Schlag für den Titelverteidiger, der in Katar schon auf vier andere Stammspieler verzichten muss, auf Karim Benzema, Paul Pogba, Ngolo Kanté und Presnel Kimpembe. Hernandez, der 2018 beim Weltmeister-Titel alle sieben Partien bestritten hatte, erlitt die Verletzung unmittelbar vor dem Gegentor in der 9. Minute. Sein Ersatz dürfte in den kommenden Spielen Bruder Théo Hernandez sein. (dpa)

Frankreich-Gala nach Rückstand

Titelverteidiger Frankreich ist mit einem 4:1-Triumph gegen Australien erfolgreich ins Turnier gestartet. Die Equipe Tricolore bekundete vor allem in der Anfangsphase gegen mutig aufspielende Australier ordentlich Mühe. Craig Goodwin (9.) brachte den krassen Aussenseiter in Front. Nur wenig später hätte es gar 2:0 stehen können. Der wuchtige Schuss aus der zweiten Reihe von Mitchell Duke (22.) verfehlte den Einschlag im rechten Kreuzeck nur knapp. Frankreich drehte auf und binnen fünf Minuten mit Adrien Rabiot (27.) und Olivier Giroud (32.) die Partie. Noch vor der Pause hätten die Socceroos wieder ausgleichen können – Jackson Irvine (45.+2) scheiterte mit seinem Kopfball jedoch am Pfosten. Nach dem Pausentee spielte nur noch der Favorit, der mit Kylian Mbappé (68.) und dem Doppelpack von Giroud (71.) für klare Verhältnisse sorgte. (gav)

Mexiko und Polen teilen sich die Punkte

Lewandowski scheitert aus elf Metern und muss weiter auf seinen ersten WM-Treffer warten. Polen und Mexiko trennen sich in einer torlosen Partie mit 0:0. Im ersten Umgang waren es die Mexikaner, welche auf dem Rasen und auf den Rängen den Ton angaben. Zahlreich mitgereiste Anhänger sorgten für eine elektrisierende Atmosphäre im Stadium 974. Im Gegensatz zu den Akteuren auf dem Feld machten die Fans nach dem Seitenwechsel dort weiter, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehört hatten und sorgten weiterhin für eine berauschende Stimmung. Den mexikanischen Spielern hingegen gelang es in der zweiten Hälfte nicht mehr für Torgefahr zu sorgen. Die grösste Chance für Polen, das sich weitgehend aufs Verteidigen konzentrierte, hatte Robert Lewandowski. Nach Konsultation des VAR sprach Schiedsrichter Chris Beath den Polen einen umstrittenen Elfmeter zu. Der gefoulte Lewandowski trat gleich selbst zum Penalty an und scheiterte an Torwart-Routinier Guillermo Ochoa. Der 37-jährige Mexikaner spielt bereits seine fünfte WM-Endrunde. Nach dem Sensationssieg Saudi-Arabiens über Argentinien gestaltet sich die Ausgangslage in der Gruppe C bereits nach dem ersten Spieltag äusserst spannend. (tga)

Nach Sieg gegen Messi: Saudi-Arabien ordnet Feiertag an

Nach dem Sensationssieg gegen Argentinien (2:1) und dessen Superstar Lionel Messi bei der Fussball-WM hat Saudi-Arabien den Mittwoch zum nationalen Feiertag erklärt. Dies berichtete die offizielle saudische Nachrichtenagentur wenige Stunden nach dem Ende des Vorrundenspiels. Es werde angeordnet, «dass der morgige Mittwoch ein Feiertag für alle Beschäftigten in allen Bereichen des Staates und der Privatwirtschaft sowie Studenten und Studentinnen aller Bildungsstufen sein soll», hiess es.

Aussenseiter Saudi-Arabien hatte sich am Dienstagmittag im Lusail-Stadion trotz Messis Führungstreffer (10., Foulelfmeter) dank der Tore von Saleh Alshehri (48.) und Salem Aldawsari (53.) gegen den WM-Favoriten durchgesetzt. (sid)

Dänemark mit torlosem Auftakt in die WM

Die dänische Nationalmannschaft kommt in ihrem Auftaktspiel gegen Tunesien nicht über ein 0:0 hinaus. Die Dänen, in der ersten Halbzeit weitestgehend ideenlos im Aufbauspiel, tauten erst im zweiten Durchgang richtig auf. Zu mehr als einem Kopfball an den Pfosten durch Andreas Cornelius (70.) sollte es jedoch nicht reichen. Zwar schien die Mannschaft um Captain Christian Eriksen dem Gegner aus Tunesier überlegen, doch sie blieb zu inkonsequent im Abschluss. Tunesien hingegen startete furios in die Partie, bekam ein Tor aberkannt und fand in der Folge keine Wege an der gegnerischen Fünferkette vorbei. (ldm)

Japanische Fussballfans räumen Müll in WM-Stadion auf

Mit dieser Geste berühren japanische Fussballfans derzeit zahlreiche Herzen im Netz. Videos zeigen, wie sie nach dem Eröffnungsspiel zwischen Ecuador und Katar mit Müllsäcken den Abfall im Stadion einsammeln:

Video: Melissa Schumacher

Zieht der DFB die Fifa vor Gericht?

Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) ist verärgert. Die Fifa hat unter Androhung sportlicher Sanktionen das Tragen der «One Love»-Binde faktisch verboten. Auch Manuel Neuer, der Captain der deutschen Nationalmannschaft, hätte mit dem Armband für Diversität und Menschenrechte auflaufen sollen. Nun prüft der DFB, ob beim Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne rechtliche Schritte eingeleitet werden können. Das bestätigt der Sprecher Steffen Simon gegenüber der «Bild». «Die Fifa hat uns ein Zeichen für Diversität und Menschenrechte verboten. Sie hat dies mit massiven Androhungen sportlicher Sanktionen verbunden, ohne diese zu konkretisieren. Der DFB prüft, ob dieses Vorgehen der Fifa rechtmässig war.» (gav)

Saudi-Arabien bezwingt Argentinien mit 2:1

Saudi-Arabien sorgt für die erste Überraschung dieser WM. Die Saudis bezwingen Titelanwärter Argentinien überraschend mit 2:1.
Nach 36 Spielen ohne Niederlage muss sich die Albiceleste ein erstes Mal geschlagen geben – mit einem Unentschieden oder Sieg hätten die Südamerikaner den Rekord von Italien eingestellt. Im ersten Umgang hatte die Equipe um Lionel Scaloni das Spielgeschehen noch weitgehend im Griff, Lionel Messi (10.) brachte die Argentinier per Elfmeter in Führung. Nach dem Führungstor gelang es den Südamerikanern trotz mehrerer Möglichkeiten nicht, die Führung auszubauen. Lautaro Martinez erzielte gleich zwei Treffer, die dann wegen Abseits aberkannt wurden.

Die zweite Halbzeit gehörte dann aber ganz den Saudis. Unbeirrt durch den Rückstand marschierten sie zielstrebig aus der Kabine. Durch einen Doppelschlag innert fünf Minuten durch Al Shehri (48.) und Salem Al-Dawsari (53.) wendeten die Araber die Partie.  Im Anschluss gelang es dem Team um Lionel Messi nicht mehr in die Partie zurückzufinden. Getragen von den zahlreich mitgereisten Fans liessen sich die Araber den Sensationssieg nicht mehr nehmen. (tga)

Wales-Fans kriegen Ärger wegen Regenbogen-Hüte

Walisische Fans haben bei der Fussball-Weltmeisterschaft in Katar nach Medienberichten Ärger beim Einlass ins Stadion bekommen, weil sie Hüte in Regenbogenfarben getragen haben. Diese wurden demnach weiblichen Anhängern vor dem 1:1 ihres Teams gegen die USA am Montagabend im Ahmad bin Ali Stadion von Al-Rajjan abgenommen. Die traditionellen Kopfbedeckungen namens Buckets hatten Fans mit farbigen Streifen als Zeichen der Solidarität mit der LGBTQI+-Community herstellen lassen. Laut Gesetz ist Homosexualität in Katar verboten und wird mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft. (dpa)

Kein Spiel war ausverkauft – Fifa passt Kapazitäten der Arenen an

Zwei Tage lang sorgten Zahlen bei der WM für ein wenig Verwirrung - zumindest unter den Statistik-Nerds im Fussball. Bei der Verkündung der Zuschauerzahlen wurde bei den ersten vier Spielen in Katar eine weitaus höhere Zahl genannt, als die Arenen eigentlich an Kapazität haben sollten. Schönrechnerei? Manipulation? Wohl nicht. Vor der WM hatte der Weltverband Fifa für alle Stadien offensichtlich gerundete Kapazitäten angegeben, dies wurde am Dienstag korrigiert.

Die Fifa veröffentlichte das offizielle Fassungsvermögen der acht WM-Arenen. Rechnet man die Kapazität aller Stadien zusammen, so stehen nun 46 231 Plätze mehr zur Verfügung - die Kapazität eines weiteren kompletten Stadions. Dadurch wird klar: Es gibt noch Tickets für die WM, von den ersten vier Spielen war keines ausverkauft. (dpa)

Die offizielle Kapazität der Stadien in der Übersicht:
- Al-Bait Stadion 68'895 statt 60'000
- Al-Dschanub Stadion 44'325 statt 40'000
- Ahmad bin Ali Stadion 45'032 statt 40'000
- Chalifa International Stadion 45'857 statt 40'000
- Education City Stadion 44'667 statt 40'000
- Lusail Stadion 88'966 statt 80'000
- Stadion 974 44'089 statt 40'000
- Al-Thumama Stadion 44'400 statt 40'000

Das hat es mit dem schrägen Teamfoto von Wales auf sich

Beim 1:1 im Startspiel gegen die USA wählten die Waliser beim Teamfoto eine etwas unorthodoxe Formation. Die seltsame Aufstellung von Captain Gareth Bale und Co. beim Teamfoto ist nicht neu und längst zum Running Gag geworden. Bereits in den vergangenen Jahren wählten die «Drachen» immer wieder unorthodoxe Formationen.

Die Tradition geht weit zurück, konsequent ziehen es die Waliser aber erst seit 2016 durch. «Wir waren einfach nie besonders gut darin, uns geordnet hinzustellen», versuchte Mittelfeldspieler Joe Ledley die lustigen Teamfotos 2017 zu erklären. Man habe ein paar Mal versucht, professionell auszusehen – das sei allerdings fürchterlich in die Hose gegangen.

«Es macht keinen Sinn, aber wir haben beschlossen, es weiter zu tun und es zu unserem ‹Gimmick› zu machen», führte Ledley damals aus und erklärte, dass auch ein bisschen Aberglaube dabei sei. «Es hat sich auch als Glücksbringer erwiesen. Wir besprechen das vorher kurz in der Gruppe und entscheiden dann, was zu tun ist. Ich glaube nicht, dass wir jemals damit aufhören werden.» (pre/tga)

Deutschland muss gegen Japan ohne Sané ran

Die deutsche Fussball-Nationalmannschaft muss ohne Offensivspieler Leroy Sané (26) vom FC Bayern München in die Weltmeisterschaft in Katar starten. Der Kandidat für die Startformation fällt für die Auftaktpartie am Mittwoch in Doha gegen Japan mit Problemen am rechten Knie aus, wie der DFB mitteilte. Beim Abschlusstraining am Dienstag im Trainingszentrum in Al-Shamal waren alle anderen 25 Akteure dagegen dabei.

Bundestrainer Hansi Flick hat damit im ersten Gruppenspiel nicht mehr die Option, komplett auf den formstarken Bayern-Block zu setzen. Sané wurde in der Offensive erwartet. Fraglich ist, ob Flick direkt zum Turnierstart auf WM-Routinier Thomas Müller nach dessen längerer Wettkampfpause setzt. Im Mittelfeld ist zudem spannend, ob sich Flick für Ilkay Gündogan von Manchester City oder Bayern-Spieler Leon Goretzka als Nebenmann des Münchners Joshua Kimmich entscheidet. (dpa)

Das bringt der heutige WM-Tag

Am dritten Spieltag der WM in Katar gibt es Fussball satt: Gleich vier Begegnungen stehen am Dienstag auf dem Programm, dabei wollen zwei Mitfavoriten auf Anhieb ihre Titelreife unter Beweis stellen. Der amtierende Weltmeister Frankreich und Copa-América-Champion Argentinien greifen ins Wettkampfgeschehen ein.

11 Uhr: Argentinien - Saudi-Arabien (Gruppe C)

Alle Augen sind im Lusail Stadion von Al Daayen auf Superstar Lionel Messi gerichtet. Der mittlerweile 35-Jährige fühlt sich vor seiner sehr wahrscheinlich letzten WM «physisch sehr gut» und gab nur eine Devise aus: «Ein Sieg im ersten Spiel ist fundamental für den richtigen Start in die WM.»

Argentinien ist seit 36 Spielen ungeschlagen, bei einem Sieg oder einem Unentschieden stellen die Südamerikaner den Rekord von Italien ein. Die Saudis haben etwas dagegen, auch wenn sie bei ihren fünf Weltmeisterschaften bislang nicht über die Vorrunde hinauszukommen waren.

14 Uhr: Dänemark - Tunesien (Gruppe D)

Nach dem EM-Halbfinale 2021, einer WM-Qualifikation im Eiltempo und zwei Nations-League-Siegen gegen Frankreich sind die Erwartungen an die Dänen hoch. Topstar Christian Eriksen ist nach seinem Zusammenbruch bei der Euro wieder dabei. Die Tunesier um den Kölner Ellyes Skhiri peilen ebenfalls den Auftaktsieg an, dafür setzt das Team auf die Unterstützung der arabischen Gemeinschaft in Katar.

17 Uhr: Mexiko - Polen (Gruppe C)

Bei Polen ist der Star nicht unbedingt die Mannschaft. Alles ist auf Weltfussballer Robert Lewandowski ausgerichtet - so auch im ersten Gruppenspiel gegen Mexiko. Um erstmals seit 1986 wieder die K.o.-Runde bei der WM einzuziehen, muss Polen wohl das Schlüsselspiel in der Gruppe C gegen El Tri gewinnen. Bei den Mexikanern ruhen die Hoffnungen auf Keeper-Ikone Guillermo Ochoa, der gegen Lewandowski sicher einiges zu tun bekommen wird.

20 Uhr: Frankreich - Australien (Gruppe D)

Um die Form des Titelverteidigers Frankreich gibt es ein grosses Rätselraten. Die zuletzt wenig berauschenden Leistungen und die grossen Verletzungssorgen dämpfen die Stimmung. Vor allem das Fehlen von Ballon d’Or-Gewinner Karim Benzema schmerzt Trainer Didier Deschamps vor dem Auftakt in der Gruppe D. Die Australier wollen mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung für eine Überraschung sorgen, fehlende spielerische Qualität soll durch hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft kompensiert werden. (dpa)

Eine Armbinde wird für die Fifa zum Ballast

Der Weltverband verbietet unter Strafandrohung die «One Love»-Captainbinde. Die sieben involvierten Verbände knicken ein, der Aufruhr ist riesig. Unser Sportredaktor mit der Geschichte eines beispiellosen Fifa-Versagens.

Wales punktet dank Bale

Wales knöpft der US-Mannschaft im ersten WM-Auftritt seit 1958 einen Punkt ab. Zum Abschluss des zweiten WM-Speiltags trennen sich die USA und die Waliser 1:1. Die Amerikaner gingen mit einer verdienten Pausenführung in die Kabine. Josh Sargent scheiterte in der Anfangsphase (10.) zunächst noch mit seinem Kopfball am Aussenpfosten, Teamkollege Timothy Weah (36.) brachte den Ball über die Linie.

Die Waliser, die bis dahin einfallslos agierten, steigerten sich deutlich in der zweiten Hälfte. Gareth Bale, der im Strafraum von den Beinen geholt wurde, trat zum fälligen Elfmeter gleich selbst an und sorgte mit seinem Schuss ins rechte obere Eck (82.) für das 1:1-Endresultat. (gav)

Fifa verbietet belgische Auswärtstrikots

Die Fifa hat dem belgischen Fussballverband das Tragen ihres Auswärtstrikots verboten. Auf dem Kragen des Leibchens ist das Wort «Love» zu lesen. Die Kollektion hat der Sportartikelhersteller adidas zusammen mit dem Elektronik-Musikfestival «Tomorrowland» entwickelt. Angeblich habe der Weltverband aus kommerziellen Gründen interveniert. «Es ist traurig, aber die Fifa lässt uns keine Wahl. Der Rest des Trikots bleibt unverändert», so der belgische Verbandspräsident Peter Bossaert gegenüber der Tageszeitung «Het Niewsblad». (gav)

Niederlande gewinnt dank zwei späten Toren

Die Niederlande sichert sich dank eines 2:0-Erfolgs über Senegal die Tabellenführung (zusammen mit Ecuador) in der Gruppe A. Die beiden Treffer liessen dabei lange auf sich warten. Im bei weitem nicht ausverkauften Al-Thumama Stadium lieferten sich die beiden Equipen ein umkämpftes und ausgeglichenes Match. Der Afrikameister, der ohne seinen Superstar Sadio Mané auskommen muste, hatte dabei durchaus gute Möglichkeiten auf einen Torerfolg. Vor allem im zweiten Durchgang versuchte es Senegal mit Schüssen aus der zweiten Reihe, sahen diese jedoch von Andries Noppert pariert, der sein Debüt im niederländischen Tor feierte. Das Skore eröffnete Cody Gakpo (84.). Nach einer De-Jong-Hereingabe war der Eindhoven-Stürmer mit dem Hinterkopf erfolgreich. Dabei sah der herauseilende senegalesische Schlussmann Édouard Mendy nicht gut aus, der sich verschätzte. Davy Klaasen (90.+9) sorgte nach einem Konter der Elftal für die Entscheidung. (gav)

Messi: «Letzte Chance Traum wahrzumachen»

Lionel Messi startet am Dienstagvormittag in seine fünfte und letzte Weltmeisterschaft. Für den 35-jährigen Argentinier die letzte Chance, um seine Karriere mit dem Weltmeistertitel zu krönen. Das betont der siebenfache Weltfussballer des Jahres am Montag bei der Pressekonferenz nochmals. «Das ist ein spezieller Moment, die letzte Chance, meinen und unseren Traum wahrzumachen. Wir dürfen nicht glauben, dass wir Weltmeister werden. Wir müssen Schritt für Schritt gehen.» (gav)

Die Iraner bleiben stumm – und sind dann gegen England ohne Chance

Das wichtigste Zeichen setzen die iranischen Fussballer vor dem Anpfiff. Als die Nationalhymne ihres Landes im Khalifa International Stadium erklingt, bleiben sie stumm, singen keine Silbe mit. Es ist ein Zeichen an die Menschen, die in der Heimat gegen das Mullah-Regime protestieren. Gegen 400 Opfer haben die Proteste schon gefordert, Tausende wurden inhaftiert. Als der Ball dann rollt, haben die Iraner den Engländern kaum etwas entgegenzusetzen. Schon zur Pause liegen sie mit 0:3 zurück, Jude Bellingham, Bukayo Saka und Raheem Sterling haben innerhalb von nur elf Minuten getroffen gegen ein iranisches Team, dem das alles zu viel scheint, bestimmt dieser Gegner, vielleicht auch die vielen Nebentöne in der Vorbereitung. Nach der Pause gelingen ihnen dank Mehdi Taremi immerhin zwei Tore, aber am Ende steht es sogar 6:2 für England. Bukayo Saka, Marcus Rashford und Jack Grealish haben für den EM-Finalisten noch getroffen. Um den hatte man sich auf der Insel zuletzt ein wenig Sorgen gemacht, weil das Team sechs Spiele ohne Sieg geblieben war. Gegen den Iran, der sonst als unangenehmer Gegner gilt, zeigen die Engländer, dass sie für das Turnier bereit sind. (dow)

BBC-Expertin mit «One Love»-Binde im TV

Englands Captain Harry Kane wollte am Montagnachmittag bei der Partie gegen den Iran eigentlich mit der «One Love»-Captainbinde auflaufen. Doch die Fifa hat dieses Unterfangen kurzerhand verboten und auf ihre Regularien verwiesen. Die Binde war beim TV-Sender BBC dennoch zu sehen. Die ehemalige englische Nationalspielerin Alex Scott, die als Expertin amtet, hat das umstrittene Stück bei der Übertragung am Spielfeldrand in Katar getragen. Auf den sozialen Netzwerken erntet die 38-Jährige für diese Aktion viel Zuspruch. (gav)

Iraner schweigen während Nationalhymne: Konsequenzen drohen

Die Spieler der iranischen Nationalmannschaft haben beim WM-Auftaktspiel gegen England die Nationalhymne nicht mitgesungen. Iranische Aktivisten sehen darin eine Geste der Unterstützung für die landesweiten Proteste im Land. Sie hatten vor der Partie an diesem Montag auf eine Solidaritätsbekundung der Spieler gehofft. Der iranische Staatssender unterbrach die Live-Übertragung bei der Hymne. Den Spielern könnten nun Konsequenzen drohen. Im Iran war spekuliert worden, dass sie möglicherweise gesperrt werden, sollten sie bei der Hymne schweigen. Einzelne Fans nutzten zudem die Bühne, um ihre Solidarität mit den laufenden iranischen Protesten kundzutun. (dpa/dur)

Protest nur im Rahmen der Regeln: FIFA erklärt «One Love»-Verbot

Der Fussball-Weltverband FIFA hat das Verbot der «One Love»-Captainbinde mit den von allen Teilnehmern anerkannten WM-Regularien begründet. Explizit hob der Verband in einer Mitteilung vom Montag den Artikel 13.8.1 der Ausrüstungsregeln hervor: «Für FIFA-Finalwettbewerbe muss der Captain jeder Mannschaft eine von der FIFA gestellte Armbinde tragen.» Die FIFA unterstütze Kampagnen wie «One Love», aber dies müsse im Rahmen der allen bekannten Regeln erfolgen.

Zuvor hatten die Verbände aus Deutschland, Dänemark, England, Wales, Belgien, der Schweiz und den Niederlanden mitgeteilt, ihre Captains nicht wie geplant mit der «One Love»-Binde auflaufen zu lassen. Begründet wurde dieser Schritt mit der Drohung der FIFA, die betreffenden Spieler würden eine Gelbe Karte erhalten. Geldstrafen, wie normalerweise bei solchen Vergehen üblich, hätte man in Kauf genommen.

Als Folge könnten die Spielführer der Teams nun mit vom Weltverband bereitgestellten Armbinden auflaufen. Diese sollen an jedem Spieltag eine andere Antidiskriminierungs-Botschaft verbreiten. Der erste Spieltag stand zunächst unter dem Motto «Fussball verbindet die Welt». Am Montag zog der Weltverband jedoch den für das Viertelfinale geplanten Slogan «Keine Diskriminierung» vor. Das Tragen der Motto-Binde ist nicht verpflichtend. (dpa)

Schweiz verzichtet auf «One Love»-Captainbinde

Granit Xhaka verzichtet auf das Tragen der «One Love»-Captainbinde. Wie einem gemeinsamen Statement der betreffenden Fussballverbände, zu denen auch die Schweiz gehört, am Montag zu entnehmen ist, fürchten die Mannschaften sportliche Sanktionen seitens der Fifa: «Als nationale Verbände können wir unsere Spieler nicht in eine Situation bringen, in der sie mit sportlichen Sanktionen, einschliesslich Platzverweisen, rechnen müssen.» Das sei bedauerlich, «weil wir eine positive Botschaft verbreiten wollten».

Die «One Love»-Kampagne war eine gemeinsame Aktion der Teams aus Deutschland, England, den Niederlanden, Belgien, Schweiz, Wales, Frankreich, Dänemark sowie Norwegen und Schweden, die beide nicht für die WM qualifiziert sind. Frankreichs Captain Hugo Lloris hatte zuletzt angekündigt, die Binde nicht zu tragen. Die Fifa hatte erst am Freitag eigene neue Kapitänsbinden vorgestellt – zwei Tage vor dem Eröffnungsspiel. (dur/dpa)

Einschaltquote des Eröffnungsspiels deutlich niedriger als 2018

Das Publikumsinteresse an der WM ist offenbar weitaus geringer als auch schon: In Deutschland fiel die Einschaltquote des Eröffnungsspiels zwischen Katar und Ecuador deutlich niedriger aus als 2018. Hatten vor viereinhalb Jahren noch gut zehn Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer das Spiel zwischen Russland und Saudi-Arabien verfolgt, waren es jetzt gerade noch etwas mehr als sechs Millionen. Auch der Marktanteil ging merklich zurück. (dur)

«Ich komme nicht mehr rein»: Chaotische Szenen vor WM-Fanzone in Doha

Am Wochenende strömten Tausende von Fans in die WM-Fanzone in Doha. Der grosse Ansturm führte zu chaotischen Szenen und einige Besucher mussten von der Polizei zurückgewiesen werden. Der Fanbereich ist einer der wenigen Orte, an denen rund um die Weltmeisterschaft Alkohol verkauft wird. (chm)

Deutlich mehr Fans als vorgesehen wollten in die Fanzone.

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Die Partien des Tages am Montag

Nach dem 2:0-Auftaktsieg Ecuadors gegen Gastgeber Katar starten am Montag auch die Gruppengegner Senegal und Niederlande in die WM. Auch die Teams aus Gruppe B greifen erstmals ins Turnier ein. Die Paarungen des Tages:

14 Uhr, Gruppe B: England – Iran
17 Uhr, Gruppe A: Senegal – Niederlande
20 Uhr, Gruppe B: USA – Wales

Knapp drei Millionen WM-Tickets verkauft

Laut des Fussball-Weltverbandes Fifa sind für die am Sonntag gestartete Weltmeisterschaft in Katar bislang knapp drei Millionen Tickets verkauft worden. Ein Fifa-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass 2,95 Millionen Eintrittskarten abgesetzt seien. Damit wurden bereits die Zahlen der WM in Russland 2018 übertroffen, bei der knapp über 2,4 Millionen Tickets verkauft worden waren. Katar, Saudi-Arabien, die USA, Mexiko, Grossbritannien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Argentinien, Frankreich, Indien und Brasilien seien die wichtigsten Märkte, so der Sprecher. (sid)

Sperren wegen «OneLove»-Captainbinde?

Der Streitfall «OneLove»-Binde sorgt auch nach einer ergebnislosen Beratung der Uefa-Arbeitsgruppe mit der Fifa am Tag des WM-Auftakts für grossen Ärger. Die Fifa hatte in der langen Diskussion um Botschaften auf den Spielführer-Binden angekündigt, eigene Kampagnen zu starten. Auch Sperren scheinen nicht gänzlich ausgeschlossen.

Die Schweiz erklärte sich im Vorfeld der WM ebenfalls bereit, mit einer regenbogenfarbenen Captainbinde aufzulaufen. Ob Nati-Captain Granit Xhaka dafür wirklich die gelbe Karte sehen wird, bleibt zunächst unklar. Fifa-Präsident Gianni Infantino schaffte vor dem Eröffnungsspiel keine Klarheit darüber, welche Konsequenzen drohen. (sid/ldm)

Kostic weiterhin angeschlagen

Filip Kostic plagt sich wenige Tage vor dem ersten WM-Spiel der serbischen Nationalmannschaft gegen Brasilien mit einer Oberschenkel-Verletzung herum. Der 30-Jährige von Juventus Turin fehlte am Freitag bereits beim letzten WM-Test seines Teams gegen Bahrain (5:1) und hat seit der Ankunft der Serben in Katar noch keine Trainingseinheit absolviert. Auch am Sonntagabend drehte Kostic nur einige Laufrunden auf dem Trainingsgelände des Al-Arabi Sports-Clubs in Doha, während der Rest der Mannschaft normal trainierte. Ob der Mittelfeldakteur zum Gruppenspiel gegen die Schweiz (2. Dezember, 20:00 Uhr) wieder fit sein wird, ist bisher noch unklar. (dpa/ldm)

Wegen grossem Andrang: Offizielles WM-Fanfest schliesst seine Tore

Kurz vor dem Anpfiff des WM-Eröffnungsspiels zwischen Gastgeber Katar und Ecuador hat das offizielle Fifa Fan Festival im al-Bidda-Park seine Tore geschlossen. Grund sei der enorme Andrang, wie ein Polizist Journalisten vor Ort mitteilte. Auch akkreditierten Medienvertretern wurde zu diesem Zeitpunkt der Zutritt verwehrt. Nach Beobachtungen von Reportern fanden mehrere Tausend Fans, die noch in der Warteschlange standen, keinen Einlass mehr und mussten schliesslich umkehren. Das Gelände bietet Platz für 40 000 Menschen, auf Grossbildleinwänden werden während der WM die Spiele gezeigt. Auch schon die Metros auf dem Weg zum Fan Festival waren überfüllt. Dennoch war die Stimmung laut Augenzeugen entspannt, auch vom Grossaufgebot der Polizei sei keine Hektik aufgekommen. (dpa)

Ecuador führt zur Pause

Ecuador führt im Eröffnungsspiel der WM 2022 gegen Katar zur Pause mit 2:0. Die Südamerikaner gingen bereits nach drei Minuten in Führung, der Treffer von Enner Valencia wurde aber wegen einer Offside-Position, die dank der neuen halbautomatischen Abseitserkennung ermittelt wurde, aberkannt. Trotzdem traf Valencia in der Folge noch zwei Mal: das 1:0 schoss er per Elfmeter in der 16. Minute, in der 31. Minute doppelte er nach. 

Fifa mit Rekordeinnahmen in Milliardenhöhe

Die Fifa hat mit den Verträgen zur Fussball-WM 2022 in den vergangenen vier Jahren Rekordeinnahmen in Höhe von rund 7,25 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einer Steigerung um etwa eine Milliarde Euro im Vergleich zum vorausgegangenen Vierjahreszyklus zur WM 2018 in Russland. Über die Zahlen berichtete am Sonntag die Nachrichtenagentur AP nach einer Versammlung der Nationalverbände der Fifa. Die Reserven des Weltverbands stiegen damit auf 2,4 Milliarden Euro, hiess es. Im Grundsatz gibt die Fifa ihre Gewinne an die Verbände weiter. (dpa)

Der Scheich hält eine Rede

Der Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani spricht zu den Fans auf arabisch. Und schliesst die Zeremonie mit seiner Rede ab.

WM-Song wird gesungen

Nach dem Rückblick in die Vergangenheit folgt das WM-Lied 2022. Der Sänger Jungkook aus der südkoreanischen Boyband «BTS» trägt den Song mit dem Namen «Dreamers» vor. 

Es wird musikalisch

Nun folgt eine musikalische Showeinlage. Ein Medley aus vergangenen WM-Songs wird begleitet von einer Tanzeinlage. Zu hören sind Lieder wie «Waka Waka» oder «Wavin Flag».

Riesige Trikots werden präsentiert

Als nächster Programmpunkt werden die Trikots der teilnehmenden Nationen präsentiert. Gut zwei Meter gross sind die Nachbildungen der Shirts, die von den Fussball-Weltstars in den nächsten zwei Wochen getragen werden.

Die Eröffnungsfeier beginnt

Die Weltmeisterschaft beginnt mit der Eröffnungsfeier. Momentan findet auf dem Platz eine Show, gemischt aus Tanzeinlagen, Gesang und Schauspiel statt, bei der auch Morgan Freeman teilnimmt. 

Längere Nachspielzeiten an der WM?

Schiedsrichter-Chef Pierluigi Collina bereitet das Publikum in Katar auf lange Nachspielzeiten vor. Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete, seien die Schiedsrichter an der WM aufgefordert worden, die Nachspielzeiten strenger zu interpretieren. Nun soll beispielsweise auch die Zeit, die bei einem Torjubel verstreicht, in die Nachspielzeit aufgenommen werden. Gut möglich, dass es bei der WM also auch Partien geben wird, deren Nachspielzeit mehr als neun Minuten betragen. (ldm)

Depay zum Auftakt nicht in der Startelf

Topstürmer Memphis Depay wird beim WM-Auftaktspiel der Niederländer gegen den Senegal nicht in der Startformation stehen. Das bestätigte Bondscoach Louis van Gaal am Sonntag in Doha. Den Profi des FC Barcelona plagt seit September eine Verletzung am linken Oberschenkel, laut van Gaal trainiert Depay «anders, als der Rest des Teams». Das Duell mit dem Afrikameister am Montag sei das «wichtigste Match, weil es zeigt, wo es hingeht», sagte van Gaal. Der 71-Jährige bekräftigte erneut, dass er seinem Team in Katar viel zutraut: «Wir haben mehr Qualität als 2014, als wir bereits Dritter geworden sind. Wir können Weltmeister werden.» (sid)

Lukaku fehlt Belgien in beiden Auftaktspielen

Mitfavorit Belgien muss zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Katar auf Topangreifer Romelu Lukaku verzichten. Nach seiner Kniesehnenverletzung wird der 29-Jährige am Mittwoch gegen Kanada sowie vier Tage später gegen Marokko definitiv ausfallen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem belgischen Team erfuhr. Demnach ist ein Comeback frühestens am 1. Dezember gegen Kroatien möglich, noch konnte er kein Teamtraining absolvieren. Lukaku hatte bei Inter Mailand erst im Oktober nach einer Oberschenkelblessur sein Comeback gefeiert, rund eine Woche später verletzte er sich erneut. (sid)

Nackenschlag für Frankreich: Karim Benzema verpasst die WM

Nächster Nackenschlag für den Weltmeister: Frankreich muss nach zahlreichen verletzungsbedingten Ausfällen bei der WM auch noch auf seinen Topstürmer Karim Benzema verzichten. Das teilte der nationale Verband FFF am späten Samstagabend mit. Benzema habe eine Verletzung im linken Oberschenkel erlitten, die «eine dreiwöchige Genesung erfordern wird». Der Spieler von Real Madrid war in Doha nach einer Oberschenkelblessur, die ihn seit Oktober plagt, wieder ins Training eingestiegen, musste die Einheit aber wegen der neuerlichen Muskelverletzung abbrechen. Untersuchungen am späten Abend bestätigten, dass der Torjäger das komplette Turnier verpassen wird.

«Es tut mir sehr leid für Karim, für den diese WM ein wichtiges Ziel war», sagte Trainer Didier Deschamps. «Ich habe in meinem Leben noch nie aufgegeben, aber heute Abend muss ich an die Mannschaft denken, wie ich es immer getan habe», schrieb Benzema auf Instagram. «Die Vernunft sagt mir, meinen Platz jemandem zu überlassen, der unserer Mannschaft helfen kann, eine gute WM zu spielen», ergänzte der 34-Jährige und bedankte sich für alle aufmunternden Nachrichten. Frankreich ist ohnehin vom Pech verfolgt, es muss verletzungsbedingt auch auf seine Stars Christopher Nkunku (RB Leipzig), Presnel Kimpembe (Paris St. Germain), Paul Pogba (Juventus Turin) und N’Golo Kante (FC Chelsea) verzichten. (sid/swe)

Eriksen kündigt WM-Protest an

Dänemarks Topspieler Christian Eriksen hat weitere Proteste seines Teams während der Fussball-WM in Katar angekündigt. So werde der dänische Abwehrchef Simon Kjaer am Dienstag beim ersten WM-Spiel gegen Tunesien definitiv mit einer Kapitänsbinde auflaufen, die für Vielfalt und Toleranz werben soll.  «Wir spielen mit der One-Love-Armbinde. Und dann müssen wir sehen, ob wir mehr tun als das», sagte Eriksen am Samstag bei einer Pressekonferenz im dänischen WM-Quartier in Ar-Rayyan. «Wir tun, was wir können.»

Dänemarks Fussball-Direktor Peter Möller verwies am Samstag bei der Pressekonferenz darauf, dass auch die deutsche, die englische und die niederländische Mannschaft bei dieser WM mit einer Kapitänsbinde in Regenbogen-Farben auflaufen wollen und dass sein Verband eine Geldstrafe der Fifa dafür in Kauf nehmen würde. «Ich habe keine Ahnung, was die Strafe sein könnte», sagte Möller. «England und die Niederlande spielen einen Tag vor uns. Also sind wir vielleicht klüger, wenn sie gespielt haben.» (dpa)

Erstes DFB-Training ohne Füllkrug - Müller und Rüdiger dabei

Mit Thomas Müller und Antonio Rüdiger, aber ohne Niclas Füllkrug hat Bundestrainer Hansi Flick das erste Mannschaftstraining in Katar absolviert. Der Bremer Mittelstürmer Füllkrug fehlte bei der Einheit des deutschen Fussball-Nationalteams am Samstagvormittag im Stadion des Al-Shamal Sports Club wegen eines grippalen Infekts. Ob der 29-Jährige im deutschen WM-Auftaktspiel am Mittwoch gegen Japan zur Verfügung steht, ist unklar. Füllkrug hatte beim mühevollen 1:0 im letzten WM-Test am Mittwoch in Maskat gegen den Oman bei seinem Länderspieldebüt den Siegtreffer erzielt.

Bayern-Profi Müller und Real-Abwehrspieler Rüdiger stiegen nach ihren mehrwöchigen Verletzungspausen wie geplant wieder ins Teamtraining ein. In der für Medien öffentlichen ersten Viertelstunde, die Flick mit zwei kurzen lauten Pfiffen eröffnete, hatten beide keine erkennbaren Probleme. Müller hatte wegen muskulärer Probleme beim FC Bayern ebenso pausieren müssen wie Abwehrchef Antonio Rüdiger, der eine Hüftblessur hatte, bei Real Madrid. (dpa)

Infantino kritisiert «heuchlerische» Kritik am WM-Gastgeber Katar

Fifa-Präsident Gianni Infantino hat einen Tag vor dem Eröffnungsspiel eine «Doppelmoral» westlicher Nationen gegen WM-Gastgeber Katar angeprangert. «Ich denke, was wir Europäer in den vergangenen 3000 Jahren weltweit gemacht haben, da sollten wir uns die nächsten 3000 Jahre entschuldigen, bevor wir anfangen, moralische Ratschläge an andere zu verteilen», sagte der 52-Jährige während einer Pressekonferenz am Samstag in Al-Rajjan. Es sei «traurig», diese «Doppelmoral» erleben zu müssen. 

«Wie viele dieser westlichen Unternehmen, die hier Milliarden von Katar erhalten - wie viele von ihnen haben über die Rechte von Arbeitsmigranten gesprochen? Keiner von ihnen», sagte Infantino, ohne Beispiele anzuführen. «Wer kümmert sich um die Arbeiter? Wer? Die Fifa macht das, der Fussball macht das, die WM macht das - und, um gerecht zu sein, Katar macht es auch.» Er verstehe nicht, wieso die Fortschritte in Katar nicht anerkannt würden, sagte der Fifa-Präsident, der in Doha einen Nebenwohnsitz hat. «Diese Art und Weise, einseitig Lektionen erteilen zu wollen, das ist heuchlerisch.» (dpa)

Nati-Gegner Serbien feiert entspannten Testspielsieg

Serbien hat sich mit einem diskussionslosen Testspielsieg den letzten WM-Feinschliff verpasst. Das Team von Trainer Dragan Stojkovic, mit dem es in Gruppe G auch die Schweizer Nati zu tun bekommt, gewannen souverän mit 5:1 gegen Bahrain. Dabei verlief der erste Durchgang zunächst harzig aus Sicht der Serben, die nach der Halbzeitpause allerdings aufdrehten und gleich viermal einnetzten. Für die serbischen Tore zeichneten sich Dusan Tadic (8./50.), Dusan Vlahovic (51.), Filip Djuricic (87.) und Luka Jovic (90.) verantwortlich. (dur)

Belgien kassiert Pleite bei WM-Hauptprobe

Belgien ist die WM-Generalprobe gehörig misslungen. Das Team von Nationaltrainer Roberto Martínez verlor sein letztes Vorbereitungsspiel gegen Ägypten am Freitag mit 1:2. Mostafa Mohammed (33.) und Trezeguet (46.) brachten die Nordafrikaner mit zwei Toren in Führung, Loïs Openda (76.) konnte nur mehr verkürzen. Belgien, das in Gruppe F auf Kanada, Marokko und Kroatien trifft, wird gemeinhin als Teil des erweiterten Favoritenkreises auf den WM-Titel eingeschätzt. (dur)

Polizei beschlagnahmt Tonnen gefälschter Fussballtrikots

Die Polizei in England hat kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft in Katar tonnenweise gefälschte Fussballtrikots beschlagnahmt. Wie die britische Nachrichtenagentur PA am Freitag meldete, wurden bei Razzien in Leeds, Sheffield, Bristol und Northampton vier Tonnen gefälschter Trikots sichergestellt. Insgesamt soll sich der Wert der Ware auf 500 000 Pfund belaufen. Zudem wurden 12 000 Pfund an Bargeld beschlagnahmt. Sechs Personen wurden vorübergehend festgenommen. (dpa)

Nati-Cracks versuchen sich nach Kamel-Spaziergang beim Bogenschiessen

Einen Tag nach dem missglückten WM-Test gegen Ghana (0:2) stand für die Schweizer Nati Teambuilding auf dem Programm. Die Mannschaft von Trainer Murat Yakin unternahm zuerst einen Strandspaziergang mit Kamelen, später folgte Spiel und Spass beim Bogenschiessen. (swe)

Choupo-Moting trifft auch bei Kamerun-Test

Kameruns Stürmer Eric Maxim Choupo-Moting von Bayern München hat seinen Lauf fortgesetzt und beim letzten Testspiel vor Beginn der WM in Katar auch für die Nationalmannschaft getroffen. Beim 1:1 gegen Panama in Abu Dhabi erzielte der 33-Jährige die Führung für Kamerun. Choupo-Moting war erst zur Pause eingewechselt worden und war wenige Minuten später gleich erfolgreich (48.). Den Ausgleich für das nicht für die WM qualifizierte Panama erzielte Michael Murillo (55.). Die beiden YB-Spieler Jean-Pierre Nsame und Nicolas Moumi Ngamaleu kamen nicht zum Einsatz. Kamerun wird am 24. November der erste Gegner der Schweizer Nati sein. (sid/swe)

Kein Verkauf von Bier rund um WM-Stadien?

Kurz vor Beginn der WM in Katar will der Gastgeber einem Medienbericht zufolge ein komplettes Alkohol-Verbot rund um die Stadien durchsetzen. Die Strategie zum Ausschank von Alkohol soll erneut geändert werden, wie die britische Zeitung «The Times» berichtet. Die Entscheidung soll demnach am Freitag rund 48 Stunden vor dem WM-Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Katar und Ecuador offiziell gemacht werden. Bislang war vorgesehen, dass Fans während der WM-Partien innerhalb der Stadionbereiche in bestimmten Zonen alkoholhaltiges Bier kaufen dürfen – jedoch nicht direkt in den Arenen sowie nur vor und nach den Spielen. In den Stadien wird alkoholfreies Bier ausgeschenkt. Am Abend ist der Ausschank zudem auf dem offiziellen Fanfest zentral in der Hauptstadt Doha gestattet.

Rund um den Alkohol-Ausschank hatte es schon zuletzt Diskussionen gegeben. Anfang der Woche wurden laut Medienberichten bereits errichtete Verkaufsstände rund um die Stadien wieder abgebaut. Demnach drängten die Gastgeber auf ein Verbot von Alkohol, während die Fifa und ihr Bier-Sponsor sich dem widersetzt hätten. Alkohol ist in Katar nicht gänzlich verboten, wird aber nur sehr eingeschränkt in Bars oder Restaurants bestimmter Hotels ausgeschenkt. (sid/swe)

Prognose: Argentinien und Brasilien Favoriten auf WM-Titel, Schweiz erreicht Achtelfinale

Brasilien und Argentinien haben bei der am Sonntag beginnenden Fussball-WM in Katar die besten Chancen auf den Titel. Das geht aus Berechnungen der Statistiker von Gracenote hervor. Demnach darf Rekordchampion Brasilien zu 20 Prozent im Finale von Doha jubeln, den Argentiniern wird eine 16-prozentige Chance auf den Triumph eingeräumt. Bei den europäischen Teams besitzen Spanien und die Niederlande mit einer recht geringen Wahrscheinlichkeit von sieben Prozent die besten Werte. Weltmeister Frankreich kann laut der Nielsen-Prognose nur mit einer fünfprozentigen Chance auf den WM-Titel hoffen. Die Schweiz folgt mit einer Titel-Chance von lediglich drei Prozent. Die Prognose basiert auf einem eigens entwickelten Ranking-System, das den Ausgang jedes möglichen WM-Spiels durch umfangreiche Simulationen errechnet und die Chancen eines Vorrückens über den gesamten Turnierverlauf hinweg bewertet. (sid/swe)

Spanien und Portugal siegen souverän

Spanien und Portugal haben ihre WM-Hauptprobe jeweils souverän bestanden. «La Roja», die in Katar in Gruppe E gegen Costa Rica, Deutschland und Japan antritt, bezwang Jordanien dank Treffer der Youngster Ansu Fati (13.), Gavi (56.) und Nico Williams (84.) mit 3:1. Portugal setzte sich derweil auch ohne Cristiano Ronaldo glatt mit 4:0 gegen Nigeria durch, für die Tore sorgten Bruno Fernandes (9./35., Elfmeter) sowie Gonçalo Ramos (82.) und João Mario (84.). (dur)

WM-Aus von Senegals Mané definitiv

Alle verzweifelten Hoffnungen des Senegal, Sadio Mané könnte für Einsätze an der WM in Katar noch infrage kommen, haben sich endgültig zerschlagen. Der an einer Wadenverletzung laborierende Angreifer von Bayern München fällt definitiv aus. Die Situation sei nicht so, «wie wir es uns vorgestellt haben», liess sich der senegalesische Team-Arzt Manuel Afonso am Donnerstag in einer Mitteilung zitieren. Stattdessen dürfte eine Operation vonnöten sein, wie zuvor ein MRT ergeben hatte. (dur)

Kanada bezwingt Japan bei WM-Generalprobe

Durch ein Tor in der Nachspielzeit hat Kanada die WM-Generalprobe gegen Japan gfür sich entschieden. Die Nordamerikaner, die in Gruppe H auf Belgien, Kroatien und Marokko treffen, setzten sich am Donnerstag mit 2:1 durch. Lucas Cavallini verwandelte einen späten Foulelfmeter zum Sieg. Yuki Soma hatte den vierfachen Asienmeister nach knapp neun Minuten in Front gebracht, ehe Steven Vitoria (21.) egalisierte. Japan bekommt es in Gruppe E mit Deutschland, Costa Rica und Spanien zu tun. (dur)

Kein Gegenkandidat: Infantino vor Wiederwahl

Dass Fifa-Präsident Gianni Infantino beim Kongress 2023 für eine dritte Amtszeit gewählt wird, ist nur mehr Formsache. Der höchst umstrittene Walliser erhält bei der Abstimmung keinen Gegenkandidaten, wie der Fussball-Weltverband am Donnerstag bekanntgab. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am Mittwoch sei keine weitere Kandidatur eingegangen. Obwohl der 52-Jährige in zahllose Skandale und Ungereimtheiten an der Spitze des Verbandes verwickelt ist, dürfte ihm die Wiederwahl nicht mehr zu nehmen sein: Mit Südamerika (Conmebol), Asien (AFC), Afrika (CAF) sowie Ozeanien (OFC) haben ihm bereits vier Kontinentalverbände ihre Unterstützung zugesichert. (dur)

Argentinien schiesst sich warm

Argentinien fährt einen deutlichen Testspiel-Sieg ein. Die «Albiceleste» siegte gegen die Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) 5:0. Für Argentinien skorte Angel Di Maria doppelt, weiter trafen Julian Alvarez, Lionel Messi und Joaquin Correa. Damit ist Argentinien nunmehr seit 36 Spielen ungeschlagen. Einen Sieg konnte auch Deutschland einfahren. Das Team von Hansi Flick müht sich gegen Oman zu einem 1:0-Sieg. Das Tor erzielte der eingewechselte Niclas Füllkrug in der 80. Minute. (swe)

Die weiteren Testspiel-Resultate:

  • Mexiko - Schweden 1:2
  • Polen – Chile 1:0
  • Saudi-Arabien – Kroatien 0:1
  • Iran – Tunesien 0:2

Ronaldo fehlt bei Portugals WM-Generalprobe

Superstar Cristiano Ronaldo fällt für die WM-Generalprobe der portugiesischen Nationalmannschaft am Donnerstag (19.45 Uhr) gegen Nigeria wegen einer Magenverstimmung aus. Das teilte Trainer Fernando Santos am Mittwoch mit. Zuvor war bekannt geworden, dass der 37-Jährige am Abend nicht am Training des Europameisters von 2016 in Katar teilnehmen kann. Portugal startet am 24. November gegen Ghana in die WM. In der Gruppe H werden Ronaldo und Co. zudem von Südkorea und Uruguay gefordert. (sid)

Maradonas «Hand-Gottes»-Ball für zwei Millionen Franken versteigert

Stolzer Preis für den Fussball, mit dem Diego Armando Maradona bei der WM 1986 in Mexiko das legendäre «Hand-Gottes»-Tor erzielte. Bei einer Auktion in London wurde die Kunststoffkugel der adidas-Marke «Azteca» für zwei Millionen Pfund (2,2 Millionen Franken) versteigert. Maradona hatte im Viertelfinale gegen England irregulär zum 1:0 getroffen (51.) und hinterher behauptet: «Es war die Hand Gottes!» Das Londoner Auktionshaus Graham Budd Auctions hatte den Ball - im Besitz des damaligen Schiedsrichters Ali Bin Nasser (Tunesien) - versteigert. «Dieser Ball ist Teil der Fussballgeschichte. Es fühlt sich an, als wäre es an der Zeit, das mit der Welt zu teilen», wurde der Nordafrikaner vor der Auktion zitiert. (sid)

Das legendäre «Hand-Gottes-Tor» von Maradona 1986 in Mexiko.

Das legendäre «Hand-Gottes-Tor» von Maradona 1986 in Mexiko.

Keystone

Bellingham als wertvollster Spieler

Der Engländer Jude Bellingham ist der wertvollste aller 831 Spieler, die an der WM teilnehmen. Das ergeben Schätzungen des Internationalen Zentrums für Sportstudies CIES. Demnach wird der Transferwert des 19-jährigen BVB-Mittelfeldspielers auf 202 Millionen Euro geschätzt. Bei den Schweizern wird Gregor Kobel mit dem höchsten Messwert aufgeführt. Der 24-jährige BVB-Keeper würde gemäss Berechnungen bei einem Transfer 51 Millionen Euro in die Kasse spülen. Die Engländer haben mit rund 1,5 Milliarden Euro den wertvollsten Kader. (gav)

Verzichtet Frankreich-Captain auf Regenbogenbinde?

Die Aussagen von Frankreich-Captain Hugo Lloris an der Pressekonferenz des französischen Fussballverbands lassen aufhorchen: «So wie wir oft wollen, dass sich Fremde an unsere Regeln halten und unsere Kultur respektieren, werde ich dasselbe machen, wenn ich nach Katar gehe. Ziemlich einfach.» Damit deutet der 35-jährige Tottenham-Keeper an, dass er auf die «One-Love»-Regenbogenbinde verzichten könnte. Neben Frankreich wollen weitere Nationen, unter anderem auch die Schweiz, dieses Armband tragen. Damit will man sich gegen Diskriminierung jeglicher Art einsetzen. (gav)

Weiterer Ausfall für Frankreich

Die Franzosen müssen einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Neben Paul Pogba, N'Golo Kanté und Presnel Kimpembe muss Trainer Didier Deschamps einen weiteren Ausfall verkraften. Für Christopher Nkunku ist der WM-Traum geplatzt. Der 25-jährige Stürmer vom Bundesligist RB Leipzig hat sich eine Verstauchung im linken Knie zugezogen. Das bestätigt die Equipe Tricolore in einer Mitteilung. Nkunku hatte im Training am Dienstag einen Schlag erhalten und dieses im Anschluss abgebrochen. Frankfurt-Stürmer Randal Kolo Muani wird nun nachnominiert. (gav)

Erstes Training für die Nati

Die Schweizer Nationalmannschaft hat in Doha das erste Training absolviert. Alle 26 Spieler standen Trainer Murat Yakin zur Verfügung. Die Trainingseinheit wurde wegen den hohen Temperaturen auf 16 Uhr Ortszeit (14 Uhr CH-Time) angelegt. Die Nati bereitet sich auf das Testspiel gegen Ghana vor. Dieses steigt am Donnerstag in Abu Dhabi. (swe)

Spaniens Trainer wird zum Streamer

Der Trainer der spanischen Nationalmannschaft, Luis Enrique, wird Streamer. Das gibt der 52-jährige Ex-Profi in einem Video auf Twitter bekannt. «Es ist eine verrückte Idee, aber es könnte interessant werden. Ich möchte damit direkt mit euch in Kontakt treten», so Enrique. Er werde wohl schon kurz nach der Ankunft am 18. November mit einem Live-Stream beginnen. Der Spanier hat auf der Streamingplattform «Twitch» dafür einen eigenen Kanal eröffnet. (gav)

Okafor und Köhn heiss begehrt

Nati-Stürmer Noah Okafor hat auf der Champions-League-Bühne so richtig auf sich aufmerksam gemacht. Der 22-jährige Salzburg-Stürmer verbuchte in den ersten drei Gruppenspielen der Königsklasse jeweils einen Treffer. Gemäss Informationen von «Sky» sollen unter anderem Manchester City, Manchester United, der FC Liverpool und der AC Mailand ihre Fühler nach ihm ausgestreckt haben.

Mit Philipp Köhn steht ein weiterer Salzburger im Fokus. Der 24-jährige Goalie soll bei Bundesligist Bayer Leverkusen im Gespräch sein. (gav)

Neymar sorgt für Ärger

Der brasilianische Superstar Neymar hat bei der «Seleção» bereits für Wirbel gesorgt. Wie die «Sport Bild» berichtet, soll der 30-Jährige das erste Training der Mannschaft verpasst haben. Neymar soll zusammen mit PSG-Teamkollege Marquinhos mit einer dreistündigen Verspätung auf dem Juve-Trainingsgelände in Continassa eingetroffen sein. Die Brasilianer bereiten sich dort vom 14. bis zum 19. November auf das Turnier vor. Nicht bekannt ist, ob die Verspätung für die beiden Akteure Konsequenzen hat. (gav)

Nati in Doha gelandet

Um 22.51 Uhr (Ortszeit) landet die Nati mit der Swiss-Maschine LX 8842 in der katarischen Hauptstadt Doha. Der knapp sechsstündige Flug verläuft ruhig. Anders sieht es dann aus, als die Equipe von Murat Yakin in ihrem Quartier im Hotel Meridien empfangen wird. Mit Musik und viel Applaus wird das Team in Empfang genommen. (gav)

St. Galler Zigi fährt mit Ghana zur WM

Lawrence Ati Zigi fährt zur WM nach Katar. Der Torhüter des FC St. Gallen figuriert im 26-köpfigen Aufgebot Ghanas. Lange war spekuliert worden, dass der 25-Jährige den Sprung in das Kader seines Heimatlandes verpassen würde. Doch nach zuletzt überzeugenden Auftritten in der Super League kam Nationaltrainer Otto Addo nicht um den Schlussmann der Ostschweizer herum. Möglicherweise kommt Zigi im Testspiel am Donnerstag gegen die Schweiz und in den WM-Gruppenpartien gar zum Einsatz. Ghana trifft in der Vorrunde auf Portugal, Südkorea und Uruguay. (dur)

Titelverteidiger Frankreich in Katar ohne Kimpembe

Weil er sich «nicht genügend erholt» fühlt, wie der französische Verband am Montag verlauten liess, fällt Presnel Kimpembe für die anstehende WM in Katar aus. Der Innenverteidiger von Paris Saint-Germain hatte in der laufenden Saison immer wieder mit Verletzungen zu tun gehabt. Statt Kimpembe tritt Axel Disasi (AS Monaco) die Reise in das Emirat an. Ferner nominierte Nationaltrainer Didier Deschamps am Montag noch Gladbach-Stürmer Marcus Thuram, nachdem er zuvor einen Kaderplatz offen gelassen hatte. (dur)

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