WM-Qualifikation
Yakin vor Nordirland-Spiel: «Werden einen komplett anderen Auftritt hinlegen müssen»

Um den Punktgewinn gegen Italien zu vergolden, benötigt die Nati gegen Nordirland einen Sieg. Murat Yakin verrät, was er erwartet und Manuel Akanji spricht über das Lob von Giorgio Chiellini.

Gabriel Vilares
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Murat Yakin gibt am Dienstagnachmittag vor dem Spiel an der Pressekonferenz Auskunft.

Murat Yakin gibt am Dienstagnachmittag vor dem Spiel an der Pressekonferenz Auskunft.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Die Nati bestreitet am Mittwochabend im Windsor Park in Belfast die vierte Partie im Rahmen der WM-Qualifikation. Nordirland konnte sich in ihren drei bisherigen Spielen vier Punkte gutschreiben lassen. Trotz Auswärtsauftritt sind die Rollen gegen den 51. der FIFA-Weltrangliste klar verteilt. Das sieht auch Nati-Coach Murat Yakin so:

«Wir sind sicher der Favorit. Die Erwartungen sind gross.»

Das Duell gegen den Europameister am Sonntag sei sehr kräfteraubend gewesen. Deswegen sei die Erholung bis zum Mittwochabend entscheidend, betont Yakin an der Medienkonferenz am Dienstagnachmittag vor dem Spiel. «Wir werden einen komplett anderen Auftritt hinlegen müssen, wollen sicher offensiver agieren. Wir wollen die Nordiren nicht ins Spiel kommen lassen, früh attackieren und am Spielaufbau hindern.»

Im Spielsystem soll es im Vergleich zum Italien-Match keine grösseren Anpassungen geben. Der 46-jährige Nati-Coach verrät bereits einen Namen, mit dem er in der Offensive plant: «Wenn sich Haris Seferovic gut erholt hat, wird er von Beginn weg spielen.» Er alleine wird in der Offensive jedoch nicht reichen, in einem Spiel, welches die Schweizer diktieren müssen.

Absenzen in der Offensive

Die Absenzen mit Breel Embolo und Xherdan Shaqiri im Angriff wiegen schwer. «Natürlich fehlen uns die beiden, doch ich vertraue diesen Spielern, die wir dabei haben.» Um für die nötige Durchschlagskraft zu sorgen, wird Yakin auf Remo Freuler im Mittelfeld zählen können, der gegen Italien noch wegen einer Sperre fehlte.

Yakin konnte in seiner Aktivzeit mit der Nati gegen den nächsten Kontrahenten selber Erfahrungen sammeln. An die 0:1-Testspielniederlage 1998 mag sich der Basler jedoch nicht erinnern. «Vielleicht ist es auch besser so», sagt er schmunzelnd.

Akanji über die Begegnung mit Chiellini

Manuel Akanji hingegen kann sich an sein letztes Duell gegen die Nordiren noch gut erinnern: «Es war ein sehr kampfbetontes Spiel. Auf alle Fälle keine einfache Angelegenheit. Es gab Momente, in denen wir leiden mussten. Wir müssen wieder bereit sein, um den Kampf anzunehmen.» In der WM-Barrage 2017 setzte man sich äusserst knapp mit einem Gesamtskore von 1:0 gegen die Nordiren durch und sicherte sich das Ticket für die Weltmeisterschaft in Russland.

Manuel Akanji hat sich über das Kompliment von Italien-Captain Giorgio Chiellini gefreut.

Manuel Akanji hat sich über das Kompliment von Italien-Captain Giorgio Chiellini gefreut.

Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Der Innenverteidiger, der beim BVB unter Vertrag steht, heimste nach dem Spiel gegen den Europameister ein dickes Kompliment von Giorgio Chiellini ein. «Ich war schon immer von Akanji fasziniert», so der Italien- und Juve-Captain. «Das hat mich natürlich sehr gefreut und ist eine Genugtuung. Es hält mich aber nicht davon ab, mich weiterhin verbessern zu wollen.» Ganz so oft wie gegen Italien werden Akanji, Sommer und Co. gegen die Nordiren nicht gefordert werden. Es bedarf dennoch höchste Konzentration in der Defensive, vor allem aber Kreativität in der Offensive, um die nordirische Verteidigung zu überwinden.

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