WM-Qualifikation
Italien gibt sich gegen Nordirland keine Blösse – Spanier nur mit Unentschieden gegen Griechen – Deutschland setzt Zeichen für Menschenrechte

In der Schweizer Gruppe für die WM-Qualifikation gibt sich Italien gegen Nordirland keine Blösse. Überraschend hingegen das Remis zwischen Spanien und Griechenland. Eine Zusammenfassung der spannendsten Spiele des Donnerstags.

Gabriel Vilares
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Italien - Nordirland 2:0 (2:0)

Domenico Berardi erzielt das erste Tor der Partie. Der italienische Stürmer findet trotz spitzem Winkel eine Lücke.

Domenico Berardi erzielt das erste Tor der Partie. Der italienische Stürmer findet trotz spitzem Winkel eine Lücke.

Keystone

Nach getaner und souveräner Arbeit schauen sich die Schweizer an, wie ihre Gruppengegner ihr erstes Spiel bestreiten. Seit September 2018 sind die Italiener ungeschlagen. Auch im 23. Spiel in Serie bleibt das so. Die Nordiren starten mit Biss und einer gehörigen Portion Aggressivität in die Zweikämpfe, doch es dauert nicht lange, bis das Heimteam in Parma das Skore eröffnet. Alessandro Florenzi schickt mit einem Pass Domenico Berardi auf die Reise. Weil Nordirland-Verteidiger Stuart Dalls im Schilf steht, kann Berardi auf der rechten Seite ungestört durchlaufen. Aus spitzem Winkel und kurzer Entfernung schiesst er den Ball unter die Latte und markiert den Führungstreffer. Das Tor bringt der Squadra Azzurra Ruhe und Sicherheit. In der 39. Minute werden die Gäste nach einem missratenen Angriff ausgekontert. Lorenzo Insigne bedient Ciro Immobile. Dieser sprintet bis in den Strafraum und erwischt den nordirischen Schlussmann in der Torwartecke – Bailey Peacock-Farrell hinterlässt dabei keinen glücklichen Eindruck. In der zweiten Halbzeit starten die Nordiren wie schon in der ersten Minuten der Partie aufsässig. Nun können die Gäste dieses Spiel aber länger betreiben. Man schnuppert gar am Anschlusstor, ist im Abschluss aber zu fahrlässig. Dass die Italiener im zweiten Durchgang einen Gang rausnehmen, wird nicht bestraft.

Deutschland - Island 3:0 (2:0)

«HUMAN RIGHTS»: Die deutsche Fussball-Nati setzt ein eindeutiges Zeichen für Menschenrechte.

«HUMAN RIGHTS»: Die deutsche Fussball-Nati setzt ein eindeutiges Zeichen für Menschenrechte.

Keystone

Am Mittwoch sendete die norwegische Nationalmannschaft eine ähnliche Botschaft wie diejenige der DFB-Elf, welche ihnen am Donnerstagabend folgt. Bei der Nationalhymne tragen die Spieler ein schwarzes T-Shirt mit weissen Buchstaben. Die Botschaft lautet: «HUMAN RIGHTS». Der WM-Austragungsort Katar steht seit Jahren wegen der Ausbeutung von Gastarbeitern in der Kritik. Danach setzt Deutschland auch auf dem Feld ein klares Zeichen. Nach sieben Minuten und den Toren von Leon Goretzka und Kai Havertz steht es bereits 2:0 in Duisburg für das Heimteam. In der zweiten Halbzeit gelingt Ilkay Gündogan noch der dritte Treffer des Abends.

Spanien - Griechenland 1:1 (1:0)

Anastasios Bakasetas verwandelt den Elfmeter und sichert den Griechen einen Punkt.

Anastasios Bakasetas verwandelt den Elfmeter und sichert den Griechen einen Punkt.

Keystone

Überraschung in Granada. Während den ersten Minuten des Spiels wird bereits klar, mit welchem Game-Plan die Griechen nach Spanien gereist sind. Die Gäste mischen kräftig Beton an und stellen sich hinten rein. In der 33. Minute platzt der Knoten und Álvaro Morata bringt das Heimteam in Führung. Die Griechen ändern in der Folge nicht viel an ihrem Konzept. In der 55. Minute grätscht Spanien-Verteidiger Iñigo Martínez im Strafraum den Ball weg, erwischt danach aber noch Anastasios Bakasetas. Den Elfmeter verwandelt der Gefoulte gleich selber. Im Anschluss rennt die Furia Roja erfolglos an. Griechenland entführt einen Punkt aus Spanien. Der Penalty bleibt übrigens der einzige Schuss der Griechen an diesem Abend.

Schweden - Georgien 1:0 (1:0)

Alle Augen sind an diesem Abend auf Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic gerichtet.

Alle Augen sind an diesem Abend auf Schwedens Superstar Zlatan Ibrahimovic gerichtet.

Keystone

Fast fünf Jahre nach seinem bis dato letzten Einsatz für das schwedische Nationalteam bestreitet der 39-jährige Stürmer sein Comeback. Beim einzigen Tor des Abend stellt «Ibra» seine Klasse unter Beweis. Er bringt in der 35. Minute den Ball mit der Brust unter Kontrolle und bedient danach Viktor Claesson, der zum 1:0 einschieben kann.