Vendée Globe
Nach 80 Tagen: Charlie Dalin als Erster im Zielhafen – Der Gewinner heisst aber Bestaven

Charlie Dalin trifft als Erster am Zielhafen Les Sables-d'Olonne ein. Er hat die Weltumsegelung Vendée Globe hinter sich. Trotzdem kann er sich nicht als Sieger feiern lassen.

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Charlie Dalin trifft als Erster nach 80 Tagen, 6:15 Stunden und 47 Sekunden am Zielhafen Les Sables-d'Olonne ein

Charlie Dalin trifft als Erster nach 80 Tagen, 6:15 Stunden und 47 Sekunden am Zielhafen Les Sables-d'Olonne ein

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(gav) Es sind emotionale Augenblicke, als Charlie Dalin am Mittwochabend mit seinem Einrumpfboot nach 80 Tagen, 6:15 Stunden und 47 Sekunden den Zielhafen im französischen Les Sables-d'Olonne erreicht und seine Angehörigen wieder in die Arme schliessen kann. Er hat soeben die härteste Solo-Regatta des Segelsports geschafft. Die Weltumsegelung Vendée Globe. Seit dem 8. November 2020 war der 36-jährige Franzose alleine mit seinem Segelboot unterwegs.

Trotzdem kann er sich nicht als Sieger feiern lassen, denn: Boris Herrmann (39) und Yannick Bestaven (48) haben aufgrund ihrer Beteiligung an der Rettungsmission für den schiffbrüchigen Konkurrenten Kevin Escoffier (40) Zeitgutschriften erhalten. Hermann 6 Stunden und Bestaven 10:15 Stunden. Yannick Bestaven fährt als Dritter etwa sieben Stunden später als sein Landsmann Dalin ins Ziel ein. Dank der Bonifikation reicht es dem 48-Jährigen zum Triumph. Die neue Siegerzeit beträgt 80 Tage, 3 Stunden, 44 Minuten und 46 Sekunden.

Yannick Bestaven fährt als Dritter im Zielhafen ein, darf sich dank einer Zeitgutschrift aber als Sieger feiern lassen.

Yannick Bestaven fährt als Dritter im Zielhafen ein, darf sich dank einer Zeitgutschrift aber als Sieger feiern lassen.

Keystone

Es war ein dramatisches Finale. Auch der Deutsche Hermann konnte noch mit dem Gewinn liebäugeln. Etwa 157 Kilometer vor dem Ziel kollidiert er mit einem Fischerboot. Hermann bleibt unverletzt, musste aber seine Träume auf einen Podestplatz begraben. Er konnte im Anschluss nur noch mit halber Geschwindigkeit weiterfahren.

Der Genfer Alan Roura (27) befindet sich zur Zeit auf der Höhe des Äquators und liegt auf dem 16. Zwischenrang. Roura dürfte erst im Februar im Zielhafen eintreffen.