Tour de France
Starker Matej Mohoric gewinnt 19. Etappe solo in Libourne

Der Slowene siegt als Ausreisser vor dem Franzosen Christophe Laporte und dem Dänen Casper Pedersen. Sein Landsmann Tadej Pogacar fährt eine unauffällige Etappe im Hauptfeld, hält sich aber unbeschadet an der Spitze im Gesamtklassement.

Dan Urner
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Matej Mohoric fuhr seinen zweiten Tour-Etappensieg in diesem Jahr ein.

Matej Mohoric fuhr seinen zweiten Tour-Etappensieg in diesem Jahr ein.

Keystone

Matej Mohoric hat die 19. und drittletzte Etappe der Tour de France für sich entschieden. Der 26-Jährige fuhr ein überlegenes Rennen und überquerte als Ausreisser mit 58 Sekunden Vorsprung die Ziellinie – und das, nachdem er und sein Team Bahrain Victorious am Mittwoch bei einer Razzia durchsucht worden waren. Daran habe er noch viel gedacht, sagte der Etappensieger im Interview nach dem Rennen. «Es ist keine schöne Sache, wenn die Polizei deinen Raum und all deine privaten Dinge durchsucht.»

Rund 23 Kilometer vor dem Ziel hatte er sich entscheidend von der Spitzengruppe abgesetzt und seinen Vorsprung fortan konstant gehalten. Für den Slowenen war es der zweite Etappensieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Auf den zweiten Platz schaffte es Christophe Laporte aus Frankreich, Dritter wurde der Däne Casper Pedersen.

Der Name von Mohorics Landsmann, Tadej Pogacar, figurierte auf der Ergebnisliste diesmal nicht unter den vorderen Plätzen. Der souveräne Träger des gelben Trikots blieb unauffällig, beendete die 207 Kilometer lange Flachetappe von Mourenx nach Libourne mit einem stattlichen 20:50-Minuten-Rückstand auf Rang 26. Auch seine Verfolger im Gesamtklassement, Jonas Vingegaard (46.) und Richard Carapaz (51.), blieben im Hauptfeld. Ähnliches gilt für Mark Cavendish, der mit einem Erfolg zum Etappen-Rekordsieger der Tour hätte aufsteigen können. Er musste aber mit Platz 111 vorliebnehmen.

Dillier verpasst die Top Ten knapp

Silvan Dillier hatte lange Zeit auch zur Spitzengruppe gehört, rund 30 Kilometer vor dem Ziel aber etwas Federn lassen müssen. Am Ende stand aber ein guter 14. Platz für den Aargauer zu Buche. Marc Hirschi wurde 21., Michael Schär schaffte es auf Position 55.

Vor der Schlussetappe mit der berühmten Zieleinfahrt auf den Champs-Élysées steht am Samstag noch ein Zeitfahren an. Dort dürften die Thurgauer Stefan Küng und Stefan Bissegger zu den Mitfavoriten gehören.