Super League
Sion wird nach Ceesay-Viererpack in Einzelteile zerlegt – Walker muss um Job bangen

Am Samstag fallen im Letzigrund sieben Tore. Einen Tag später kann der FCZ mit dem 6:2-Sieg gegen den FC Sion nachlegen. Für Sion-Trainer Marco Walker wird es nun höchst ungemütlich.

Gabriel Vilares
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Assan Ceesay kommt am Sonntagnachmittag gar nicht mehr aus dem jubeln raus. Der FCZ-Stürmer netzt gleich viermal ein.

Assan Ceesay kommt am Sonntagnachmittag gar nicht mehr aus dem jubeln raus. Der FCZ-Stürmer netzt gleich viermal ein.

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Angetrieben von den Festlichkeiten rund um das 125-jährige Vereinsjubiläum, legen die Zürcher im Letzigrund wie die Feuerwehr los. Bledian Krasniqi spielt im Strafraum den Ball mit einer flachen Hereingabe zu Assan Ceesay, der sich am Fünfmeterraum durchsetzt und in der 3. Minute zur Führung einschiebt. Die Sittener zeigen sich keineswegs geschockt, tauchen immer wieder gefährlich vor dem Tor von Yanick Brecher auf. Der Ausgleich durch Filip Stojilkovic (33.) ist folgerichtig, der FC Sion inzwischen das bessere Team.

Nach Wiederanpfiff erwischt der FCZ wiederum einen Blitzstart. Neuerlich ist es der Gambier Ceesay, der nach drei gespielten Minuten im zweiten Umgang trifft. Anders als in der ersten Hälfte bleibt man nun aber aktiv und sucht die Entscheidung. Beinahe aus dem Nichts fällt der Ausgleich. FCZ-Verteidiger und Geburtstagskind Fidan Aliti lenkt einen Schuss von Sion-Captain Geoffroy Serey Dié unglücklich ins eigene Tor ab. Doch die Zürcher bleiben dran und einer hat noch nicht genug. Ceesay (72.) schnürt den Hattrick. Als wäre dies nicht schon genug, wird es drei Minuten nach dem 3:2 durch Antonio Marchesano kitschig. Der 30-jährige Tessiner erzielt den 1000. Super-League-Treffer des FCZ. Es wäre der perfekte Schlusspunkt gewesen, der Stadtklub will die Party aber weiter vorantreiben. Der eingewechselte Akaki Gogia (87.) und Ceesay (90.) zum Vierten sorgen für das Schlussresultat von 6:2.

Ganz anders sieht die Gemütslage beim FC Sion aus. Einige Spieler verlassen den Platz unter Tränen. Wettbewerbsübergreifend zum fünften Mal (inkl. Ausscheiden im Cup) können die Sittener nicht gewinnen. Ob Marco Walker nach der Nati-Pause auch noch an der Seitenlinie agieren wird, ist höchst fraglich. «Die erste Hälfte war um einiges besser. Die letzten 20 Minuten der zweiten Halbzeit waren eine Katastrophe. Nun werden wir zurück ins Wallis fahren uns sehen, was kommt. Stand jetzt gehe ich davon aus, dass ich gegen den FC Basel auch noch coachen werde. Den Rest werden wir sehen. Es wird so kommen, wie es muss», so die Worte des 51-jährigen Trainers gegenüber «blue».

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