Super League
«Öffentliche Aussagen sind ein Treuebruch» – der FC Luzern entlässt Trainer Fabio Celestini

Der FC Luzern hat sich per sofort von seinem Chef-Trainer Fabio Celestini getrennt. Der bisherige FCL-U21-Trainer Sandro Chieffo übernimmt interimistisch bis zur Winterpause.

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Fabio Celestini ist nicht mehr Trainer des FC Luzern.

Fabio Celestini ist nicht mehr Trainer des FC Luzern.

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Der FC Luzern hat auf die anhaltende sportliche Misere reagiert und Chef-Trainer Fabio Celestini per sofort vom Dienst entbunden. Dies teilte der amtierende Cupsieger am Montag mit. Zudem werden auch Assistenztrainer Lorenzo Guerrero sowie Konditionstrainer Gabriele Bagattini bis auf Weiteres freigestellt. Die Zentralschweizer waren nach der 1:3-Niederlage beim FC Lugano auf den letzten Tabellenplatz in der Super League abgerutscht.

Diskutieren Sie jetzt via Kommentar über die Entlassung von Fabio Celestini und mögliche Nachfolger des Cupsieger-Trainers.

Die Gründe für die Entlassung gemäss Mitteilung:

«Eine unbefriedigende Punkteausbeute mit nur zehn Punkten aus vierzehn Spielen und ein unwiederbringlich verlorenes Vertrauensverhältnis aufgrund von öffentlichen Äusserungen des bisherigen Cheftrainers.»

Der Waadtländer hatte die Geschicke des FCL im Sommer 2020 übernommen und den Club nach 29-jähriger Durststrecke wieder zu einem Cup-Triumph geführt.

Das waren die letzten FCL-Trainer:

Die laufende Saison mit Celestini ist allerdings von fortwährendem Misserfolg geprägt, in 14 Ligaspielen gelang den Luzernern erst ein Sieg. Zudem hatte Celestini mit seinen öffentlichen Auftritten Irritationen ausgelöst, träumte er doch offen davon, in einer «Top-Fünf-Liga» zu arbeiten – während er mit Luzern im Morast der Erfolglosigkeit versank.

Bis zur Winterpause übernimmt FCL-U21-Trainer Sandro Chieffo die 1. Mannschaft interimistisch.

Das sagt FCL-Präsident Wolf

Präsident Stefan Wolf wird in der FCL-Mitteilung wie folgt zitiert:

«Die in den letzten Tagen getätigten Äusserungen von Fabio Celestini zeigten, dass er sich nicht mehr mit dem Klub und seinen Mitarbeitenden identifizieren kann. Die Entscheidungsgremien des Klubs – Aktionäre, Verwaltungsrat und sportliche Leitung – missbilligen diese nicht loyalen, öffentlichen Äusserungen des bisherigen Cheftrainers und lesen sie als Treuebruch. Auch unser Vertrauen ist deshalb nicht mehr vorhanden, dass wir mit Fabio Celestini das Ruder herumreissen würden. Deshalb haben wir diesen Schritt jetzt vollzogen. Dennoch möchten wir festhalten, dass Fabio Celestini während seiner Zeit beim FC Luzern viel geleistet hat – und den Klub mit dem Cupsieg 2021 prägte. Wir bedanken uns daher bei Fabio ganz herzlich für seine Arbeit und wünschen ihm für seine berufliche, aber auch private Zukunft alles Gute.»

Das sagt Sportchef Meyer

«Wir haben uns für diese Saison einiges vorgenommen und sehen diese Ziele aufgrund der bisherigen Leistungen in höchster Gefahr», sagt FCL-Sportchef Remo Meyer zur sofortigen Trennung von Fabio Celestini. «Wir haben uns entschlossen, die Zusammenarbeit jetzt zu beenden, um der Mannschaft einen neuen Impuls geben zu können.» (jwe/dur)

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"Der Fisch beginnt am Kopf stinken" ist ein bekanntes Sprichwort. Der Kopf der Mannschaft ist der Spotchef. Wann wird endlich mal dessen Leistungsausweis analisiert und seine Position in Frage gestellt?

Bruno Achermann

Aus meiner Sicht sind die Äusserungen von Celestini kein Treuebruch. Sie wurden von Zeitung und Vorstand einfach zuungunsten von ihm ausgelegt. Remo Meyer hat ihm ja auch nicht gerade den Rücken gestärkt. 

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