Super League
Klares Stossen – aber kein Penalty

Dass Sandro Schärer dem FC St. Gallen im Heimspiel gegen den FC Basel einen fälligen Strafstoss verwehrt und auch der VAR nicht eingreift, ruft bei vielen Fans Unverständnis hervor.

Dan Urner
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Alessio Besio (links) zieht an Raoul Petretta vorbei. Der Basler kann sich nur noch mit einem Foul behelfen. Ein Penalty-Pfiff bleibt aber aus.

Alessio Besio (links) zieht an Raoul Petretta vorbei. Der Basler kann sich nur noch mit einem Foul behelfen. Ein Penalty-Pfiff bleibt aber aus.

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Es läuft die 54. Minute im St. Galler Kybunpark: Stürmer Alessio Besio läuft allein in Richtung Basler Tor, dringt in den Strafraum ein, wird im letzten Augenblick aber vom heraneilenden Verteidiger Raoul Petretta an einem sauberen Abschluss gehindert. Spätestens auf den zweiten Blick wird augenfällig: Petretta hat das erst 17-jährige Offensivtalent der Ostschweizer regelwidrig gestossen. Der Spieler reklamiert nicht, doch der Aufruhr im Stadion ist gross. Der Penalty-Pfiff von Schiedsrichter Sandro Schärer bleibt allerdings aus, auch der VAR interveniert nicht. Der FCB gewinnt schliesslich mit 2:0.

Doch nicht nur auf und neben dem Rasen dominiert das Unverständnis über den Tatsachenentscheid. Auch im Internet sparen Fans nicht mit Kritik. Klarer könne ein Elfer fast nicht sein, echauffiert sich bei Watson etwa ein User, dem für seinen Kommentar reger Zuspruch zuteilwird. «Besio konnte zielen und könnte Vollspann abziehen, dann kommt der Stoss in den Rücken. In fast jedem Spiel trotz VAR krasse Fehlentscheide, so kann Fussballschauen keinen Spass machen...» Eine – gleichwohl nicht repräsentative – Umfrage des News-Portals zeigt ein deutliches Bild: Für 86 Prozent wäre ein Elfmeter zwingend gewesen.

Schon einmal fiel Schärer mit einer strittigen Entscheidung pro Basel auf: Im Duell mit YB verwies er den Berner Quentin Maceiras vom Platz.

Schon einmal fiel Schärer mit einer strittigen Entscheidung pro Basel auf: Im Duell mit YB verwies er den Berner Quentin Maceiras vom Platz.

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Pikant in dieser Angelegenheit: Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison fällt Schärer eine höchst diskutable Entscheidung zugunsten des FC Basel. Im Duell mit Meister YB hatte er dem Berner Quentin Maceiras eine zweifelhafte gelb-rote Karte gezeigt.

Szene wird am Freitag aufgearbeitet

Kommentieren will der SFV die strittige Szene am Tag danach nicht. Der Spieltag werde am Freitagnachmittag aufgearbeitet, erst im Anschluss könne man Fragen dazu beantworten, heisst es seitens Stefan Baumgartner, Medienverantwortlicher der Schiedsrichter-Abteilung.

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