Super League
Spektakuläres Remis im Derby: Grasshoppers und FCZ teilen die Punkte

In der 10. Runde der Super League begeistern die Zürcher Fussballer. In einem hochklassigen Derby spielen GC und der FC Zürich 3:3-Unentschieden.

Simon Wespi
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Beide Teams schenkten sich nichts: Georg Margreitter im Kopfball-Duell mit Zürichs Nikola Boranijasevic.

Beide Teams schenkten sich nichts: Georg Margreitter im Kopfball-Duell mit Zürichs Nikola Boranijasevic.

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Auf die Plätze, fertig, los. Das Startsignal beim Leichtathletik Meeting Weltklasse Zürich nahmen sich am Samstagabend auch die Fussballer zu Herzen. Denn im 276. Zürcher Derby legten beide Teams los wie die Feuerwehr.

Bereits nach drei Minuten lag der FC Zürich in Front. Rodrigo Pollero wird angespielt, der Uruguayer dreht sich gekonnt Richtung Tor und netzt sogleich ein. Es folgte die 10. Minute, die zweite FCZ-Chance und das zweite Tor. Blerim Dzemaili, der einen Doppelpass mit dem Oberkörper von GC's Noah Loosli spielte, traf zum 2:0. Der 35-jährige Ur-Zürcher feierte sein erstes Tor nach seiner Rückkehr zum FCZ.

Grosse Aufregung in der 16. Spielminute: Die Grasshoppers bekamen einen Elfmeter zugesprochen. Was war passiert? Nach Konsultation der Videobilder zeigte Schiedsrichter Adrian Jaccottet auf den Punkt. Petar Pusic wurde gefoult. Léo Bonatini trat den Strafstoss und verwandelte souverän. Was für eine Startphase im Letzigrund. GC ist zurück in der Partie.

Goalie Brecher wird übertölpelt

Kampf, Leidenschaft, Spielwitz - alles war mit von der Partie. Und Tore? Auch diese sollten nicht zu kurz kommen. Nach 27 Minuten war der Ausgleich bereits Tatsache. Nach einem Eckball trifft Georg Margreitter sehenswert zum 2:2. Und die Grasshoppers marschierten weiter, der FCZ wirkte geschockt. Es folgte die GC-Führung. Christian Herc bezwang Yanick Brecher im FCZ-Tor. Der 28-Jährige Goalie sah dabei nicht gut aus. Brecher kassierte den Ball durch die Beine.

Fünf Tore vor der Pause, dazu vier gelbe Karten und jede Menge Emotionen, die knapp 16.000 Zuschauer im Zürcher Rund bekamen regelrechte Unterhaltung geboten.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war das Spiel von vielen Fouls auf beiden Seiten geprägt. Wenig Spielfluss kam auf. Es dauerte bis Minute 66, als es das nächste Mal klingelte. Dem FCZ gelang der Ausgleich. Nach einer Flanke kommt Pollero per Kopf an den Ball, dieser lässt André Moreira im GC-Kasten keine Chance - 3:3. Die Kadenz liess nach, die Emotionen blieben. Die zahlreichen Auswechslungen liessen in der Folge kein gepflegtes Spiel mehr zu. Der umtriebige Pollero hatte in der Nachspielzeit den Siegtreffer auf dem Fuss. Doch es blieb beim 3:3. Beide Teams teilen sich die Punkte im Derby.

Contini: «Die Mentalität war heute sehr gut»

Damit nicht zufrieden zeigte sich der Zürcher Schlussmann unmittelbar nach Spielende: «Die Enttäuschung ist gross, nachdem man 2:0 vorne liegt und dies aus der Hand gibt», so Brecher gegenüber SRF. Etwas besser damit Leben kann GC-Trainer Giorgio Contini. «Wir haben eine Reaktion gezeigt. In der zweiten Halbzeit kann es auf beide Seiten kippen. Insofern nehmen wir diesen Punkte. Die Mentalität war heute sehr gut.»

Für den FCZ geht es am Dienstag nach Yverdon zum Cup-Achtelfinal, die Grasshoppers reisen am Sonntag ins Wallis zum Meisterschaftsspiel gegen den FC Sion.

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