Super G Val di Fassa
Lara Gut-Behrami gewinnt die kleine Kristall-Kugel im Super-G: «Ich freue mich sehr!»

Nach ihrem Doppelsieg in den Abfahrten von Val di Fassa (Ita) fuhr Lara Gut-Behrami im Super-G auf sicher und doch unglaublich schnell. Mit dem zweiten Rang sichert sie sich die kleine Kristallkugel im Super-G! Das Rennen wurde von zwei schweren Stürzen überschattet.

Gina Kern
Drucken
Teilen

Die Fahrerinnen schienen etwas ausgelaugt nach der intensiven WM in Cortina d' Ampezzo und einer langen Saison. Lara Gut-Behrami zauberte dennoch wieder eine tolle Fahrt in den Schnee, wurde Zweite, und holte erneut die kleine Kristall-Kugel im Super-G nach 2014 und 2016. Nach der Fahrt sagte sie im Fernsehinterview bei SRF:

«Ich bin leider nicht so gut in Fahrt gekommen. Aber ich freue mich sehr über die Super-G-Kugel. Meine letzte Kugel ist schon ein paar Jahre alt. Sie bedeutet mir viel. »

Die Abfahrtsweltmeisterin Corinne Suter fährt auf den dritten Podestplatz. Gewonnen wird das Rennen von der Italienerin Federica Brignone. Hinter den zwei Schweizerinnen folgt eine regelrechte Aufreihung der Italienerinnen: Elena Curtoni (4.), Francesca Marsaglia (5.) und Marta Bassino (6.).

Das Podest des Super-G's

  1. Federica Brignone 1:14.61
  2. Lara Gut-Behrami +0.59
  3. Corinne Suter +0.72

Der schnell gesteckte Super-G-Kurs kam der Abfahrtsweltmeisterin Corinne Suter eigentlich entgegen. Dennoch verlor sie im oberen Streckenabschnitt fast eine Sekunde auf die Führende und kann im unteren Teil, der weniger Kurven hat, aber noch einmal zulegen. Suter landet auf Rang drei und zeigte sich nach dem Rennen im Interview mit dem Schweizer Fernsehen sichtlich glücklich:

«Es waren drei intensive Tage. Dreimal auf dem Podest – ich bin sehr zufrieden. »

Überschattet wurde dieser Super-G von zwei schweren Stürzen. Die Norwegerin Kajsa Lie verletzte sich schwer, musste aus dem Netz befreit und mit dem Helikopter per Seilwinde abtransportiert werden. Nach 30 Minuten Unterbruch wurde das Rennen wieder aufgenommen. Nur ein paar Athletinnen später, stürzte auch die Österreicherin Rosina Schneeberger – auch sie musste schwer verletzt mit dem Heli abtransportiert werden. Das Rennen wurde wieder unterbrochen.

Kajsa Lie und Rosina Schneeberger mussten mit dem Heli ins Spital.

Kajsa Lie und Rosina Schneeberger mussten mit dem Heli ins Spital.

AP

Spannend wurde es dann rein rechnerisch mit dem Lauf der Slowakin Petra Vlhova. Mit einem groben Fehler im Flachstück verlor sie aber Zeit und auch wertvolle Punkte für den Gesamtweltcup. Sie verlor fast drei Sekunden, was Lara Gut-Behrami im Kampf um die grosse Kristallkugel in die Hand spielte. Nun kann die Rechnerei um den Gesamtweltcup also weitergehen.

So war nach den langen Unterbrüchen die Luft aus diesem Rennen draussen. Keine der weiteren Schweizerinnen konnten noch in die Top 10 fahren. Michelle Gisin (12.), Wendy Holdener (13). Priska Nufer und Joana Hählen verloren beide über zwei Sekunden auf die Siegerin.

Aktuelle Nachrichten