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Slalom in Levi: Vlhová gewinnt vor Shiffrin, Holdener mit starkem Comeback

Wendy Holdener und Michelle Gisin überzeugen beim Slalom in Levi und fahren auf die Plätze sieben und acht. Petra Vlhová und Mikaela Shiffrin belegen die Spitzenränge, Katharina Liensberger bleibt indes blass.

Dan Urner
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Wendy Holdener überzeugte bei ihrem Comeback, sie fuhr in Levi auf den siebten Schlussrang.

Wendy Holdener überzeugte bei ihrem Comeback, sie fuhr in Levi auf den siebten Schlussrang.

Keystone

Petra Vlhová ist im finnischen Levi ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Die slowakische Skifahrerin gewann den ersten Slalom der Saison mit 31 Hundertstelsekunden Vorsprung vor der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin. Für Vlhová war es der gesamthaft vierte Sieg beim traditionsreichen Rennen in Lappland, die 26-Jährige hatte auch im Vorjahr in Levi triumphiert. Die Vorjahres-Dritte Katharina Liensberger, die sich ebenfalls Chancen auf eine Top-Klassierung ausgerechnet hatte, blieb mit ihrem sechsten Platz hinter den hohen Erwartungen zurück (+ 1.28). Die ersten Drei komplettierte stattdessen die Deutsche Lena Dürr (+ 0.84), die es erstmals in ihrer Karriere auf ein Slalom-Podest schaffte.

Auf das Podium hatte indes auch die Schweizerin Wendy Holdener geschielt, die sich nach dem ersten Lauf auf Position acht und damit in Lauerstellung befunden hatte. Sie wartete im zweiten Durchgang mit einer riskanten und offensiven Fahrweise auf – und belohnte sich mit einem guten siebten Schlussrang (+ 1.5). Michelle Gisin, die im Sommer von einem Pfeifferschen Drüsenfieber zurückgeworfen worden war, fiel nach einem eher verhaltenen zweiten Lauf vom fünften auf den achten Platz zurück (+ 1.63). Die restlichen Schweizerinnen vermochten nicht zu überzeugen: Camille Rast (37.), Mélanie Meillard (44.), Elena Stoffel (48.) und Nicole Good (52.) schafften es allesamt nicht in den zweiten Durchgang. Carole Bissig verpasste ein Tor und schied aus.

Die nach ihrem doppelten Handgelenkbruch rekonvaleszente Holdener zeigte sich am SRF-Mikrofon zufrieden mit ihrer Leistung – im Wissen, dass es ihr erstes Rennen seit Ausbruch der Verletzung gewesen war. Man müsse es realistisch anschauen, so die 28-jährige Schwyzerin: «Dass ich hier bin und mitfahre, ist ein kleines Wunder.» Beim zweiten Rennen am Sonntag wolle sie «eine frechere Linie und konsequenter fahren».

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