National League
Ambri-Piotta leistet Aufbauhilfe: Schlusslicht Bern gewinnt mal wieder

Ambri-Piotta kann den gelungenen Start ins Jahr gegen den SC Bern nicht vergolden. In der Postfinance-Arena verlieren die Leventiner mit 1:3.

Frederic Härri
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Chancen hatten sie reichlich, die Tessiner, nur der Puck landete lediglich einmal im Tor der Berner.

Chancen hatten sie reichlich, die Tessiner, nur der Puck landete lediglich einmal im Tor der Berner.

Keystone

Nein, es waren wahrlich nicht die beiden formstärksten Teams, die sich am Dienstagabend auf dem Eis in der Postfinance-Arena zu Bern gegenüberstanden. Natürlich ist das euphemistisch ausgedrückt, wenn das Tabellenschlusslicht den Drittletzten empfängt. Der SC Bern steckt gerade in einem historischen Tief, man erhoffte sich Besserung aufs neue Jahr, nur um dann gegen Lausanne 1:7 zu verlieren. Auch der Gast aus Ambri wurde im letzten Monat nicht mit vielen Siegen beschenkt. Doch immerhin darf man sich aufs Kurzzeitgedächtnis berufen. Nur wenige Tage ist es her, als die Leventiner Fribourg-Gottéron zum Jahresauftakt mit 5:0 abfertigten. Viele Tore, Shutout, dem Ambri-Piotta-Fan wurde es wohl ums Herz.

Wenn es so etwas wie eine breite Brust geben sollte, dann ging Ambri mit ebendieser ins Spiel gegen Bern. Der Start aber missglückte. Nach acht Minuten leistete sich Mazzonlini einen Stockschlag. Zwei Minuten auf die Strafbank, Unterzahl. Das folgende Bully wusste der SC Bern für sich zu nutzen, plötzlich stand Moser frei und platzierte den Puck an Ambri-Goalie Ciaccio vorbei ins Tor. 0:1.

Nur wenig später sollte sich der Rückstand verdoppeln. Tommaso Goi wusste sich nur mit einem Check gegen den Kopf seines Gegners zu helfen. Die nächste Unterzahl, gleich danach traf mit Jeffrey der nächste Berner. Ambri bestrafte sich selbst. Ligaweit haben die Tessiner bislang die meisten Strafminuten akkumuliert.

Die Freude über den Anschluss währte nur kurz

Es dauerte, bis Ambri so richtig in diese Partie fand. Die Schüsse wurden häufiger, die Chancen besser. In der 32. Minute belohnten sich die Gäste schliesslich, als Müller Berns Goalie Wüthrich in der nahen Ecke erwischte. Lange freuen aber durfte sich Ambri nicht: Nur vier Minuten später stellte Jeffrey mit seinem zweiten persönlichen Treffer auf 3:1 für den SC Bern. Dabei blieb es bis zum Ende des zweiten Drittels.

In den finalen 20 Minuten suchte Ambri weiter die Lücke, die Berner luden mit Strafen zum Toreschiessen ein. Letztlich aber waren es die Hauptstädter, die siegreich blieben. Es fiel kein Treffer mehr, 1:3 das Skore zum Schluss aus Ambri-Optik.

Der HC Ambri-Piotta leistet einem angeschlagenen Gegner also Aufbauhilfe, während er selbst weiter tief in der Playout-Zone verharrt.

Die restlichen Resultate der Runde:

  • ZSC Lions - Rapperswil-Jona Lakers 8:1
  • EV Zug - HC Davos 3:4 n.P.
  • HC Lugano - SCL Tigers 5:1
  • Fribourg-Gottéron - EHC Biel 4:1