National Hockey League
2:1-Erfolg gegen die ZSC Lions: Ambri gewinnt trotz Powerplay-Wucher

Ambri-Piotta spielte sich gegen die ZSC Lions unzählige Chancen heraus, musste aber lange um den Sieg zittern. Zur entscheidenden Figur wurde Ambris Captain Michael Fora.

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(frh) Dass die auf Rang vier klassierten ZSC Lions gegen den Drittletzten Ambri-Piotta den Ton angeben würden, war anzunehmen. Erst recht nach dem furiosen 8:1-Sieg der Zürcher zuletzt gegen die Rapperswil-Jona-Lakers. Währenddessen verpatzte Ambri sein letztes Spiel: Bei Schlusslicht Bern setzte es eine 1:3-Niederlage.

Doch siehe da: In der Valascia waren es die Leventiner, die hier anfänglich Takt und Tempo bestimmten und besonders gegen Schluss des ersten Drittels zu gefährlichen Aktionen kamen. ZSC-Goalie Flüeler konnte den Gegentreffer oft nur mit höchster Not verhindern.

Blöd nur für Ambri, dass es zu diesem Zeitpunkt schon 0:1 stand. ZSC-Stürmer Dominik Diem hatte den Puck nach fünf Minuten aus extrem spitzem Winkel in die obere Ecke geschweisst. Ambri-Goalie Östlund duckte sich früh und sah unglücklich aus.

Die Lions kassierten gleich zwölf Strafminuten

Es wollte und wollte nicht für die Tessiner vor dem Tor, auch im zweiten Drittel nicht. Die Spielanteile waren mittlerweile klar auf Ambri-Seite, der ZSC brachte sich das ein ums andere Mal mit Strafen selber in Bedrängnis. Zwölf Strafminuten akkumulierte der Gast in den ersten beiden Dritteln. Weiterhin blieb es beim einen Treffer Rückstand für Ambri. Auch die Zürcher kamen zu ihren Chancen.

Im finalen Drittel begannen auch die Tessiner mit dem, was sie in den Spielen zuvor schon so häufig getan hatten: Strafen einfangen. Doch die ZSC Lions wussten daraus kein Kapital zu schlagen. Neun Minuten vor dem Ende war es dann so weit: Hollenstein behinderte den frei aufs Tor zusteuernden Fora - Penalty. Diesen verwandelte Nättinen souverän durch die Beine von Flüeler zum 1:1. Weitere Treffer fielen nicht mehr bis zum Ende der regulären Spielzeit. So musste die Verlängerung für die Entscheidung herhalten.

In der Overtime wurde Ambris Captain, der eben noch den Penalty herausgeholt hatte, zur entscheidenden Figur. Erst holte er sich seine vierte persönliche Strafe in diesem Spiel ab, dann setzte er nach der Rückkehr aufs Eis zum Sololauf an - und traf. Es war der Treffer zum 2:1 und der Sieg für Ambri, die im dritten Spiel in diesem Jahr zum zweiten Mal gewinnen.

Servette Genf - HC Lugano: 7:3

Ein Torfestival gab es in Genf zu bestaunen. Servette setzte sich mit 7:3 gegen den HC Lugano durch. Im ersten Drittel lagen noch die Tessiner mit 2:1 in Front, doch dann warfen die Hausherren die Tormaschinerie an. Gleich vier Treffer erzielte Servette im zweiten Drittel, am Schluss wurden es insgesamt derer Sieben, während bei den Luganesi offensiv nicht mehr viel herausschaute.

SC Bern - HC Davos: abgesagt

Die Partie des SC Bern gegen den HC Davos konnte wegen einer Quarantäne-Anordnung gegen die Berner nicht stattfinden.