Ligue 1
Reaktion auf Misere: Vladimir Petkovic in Bordeaux entlassen

Der ehemalige Coach der Schweizer Nati muss seinen Trainerposten bei Girondins Bordeaux räumen. Dies berichten mehrere französische Medien übereinstimmend.

Dan Urner
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Vladimir Petkovic muss in Bordeaux vorzeitig den Hut nehmen.

Vladimir Petkovic muss in Bordeaux vorzeitig den Hut nehmen.

Keystone

Das Abenteuer Ligue 1 ist für Vladimir Petkovic offenbar früher beendet als erhofft. Girondins Bordeaux hat den ehemaligen Chefcoach der Schweizer Nati per sofort seines Traineramtes enthoben. Dies vermelden mehrere französische Medien am Montag übereinstimmend. Eine offizielle Bestätigung vonseiten des Vereins steht bis anhin aus, auch über eine Nachfolgelösung ist bislang nichts bekannt.

Der 58-Jährige hatte Girondins im Sommer nach seinem Abschied von der Schweizer Nationalmannschaft übernommen. Sein Vertrag ist noch bis Juni 2024 gültig.

Der südwestfranzösische Traditionsclub reagiert mit dem weitreichenden Entscheid auf die seit seinem Dienstantritt zu Saisonbeginn anhaltende sportliche Malaise, die am Sonntag in einer derben 0:5-Niederlage bei Stade Reims gipfelte. Petkovic feierte lediglich fünf Siege in 25 Partien. Bordeaux, sechsmaliger französischer Meister, befindet sich in der Ligue 1 gegenwärtig auf dem vorletzten Platz – und folglich in akuter Abstiegsgefahr.

Nach der Winterpause besonders unter Druck

Wie die Zeitung «Sud Ouest» am Montag berichtet, soll Petkovic nach der Winterpause in besonderem Masse unter Erfolgsdruck geraten sein, weil sich der strauchelnde Club zum Jahreswechsel mit zahlreichen versierten Spielern verstärkt hatte. So hatte sich etwa der aus der Bundesliga bekannte Mittelfeldspieler Josuha Guilavogui dem Team angeschlossen. Eine Trendumkehr stellte sich freilich nicht ein. Schon vor drei Wochen war über die Demission Petkovics spekuliert worden, als seine Equipe eine 0:6-Abreibung gegen Stade Rennes kassierte.