Langlauf
Norweger Krüger und Weng triumphieren im Engadin – Dario Cologna und Nadine Fähndrich laufen in die Top 10

Norwegen ist Trumpf im Engadin. Simen Hegstad Krüger und Heidi Weng gewinnen das Verfolgungsrennen. Die Lokalmatadoren Dario Cologna und Nadine Fähndrich realisieren ein Top-10-Ergebnis.

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(swe) Es war windig, es war hart, es war ein Kampf - das Verfolgungsrennen der Frauen über 30 Kilometer. Nicht wie üblich im Massenstart, sondern mit dem Rückstand vom gestrigen Rennen, nahmen die Langläuferinnen die Strecke von St. Moritz nach S-Chanf in Angriff.

Bereits früh schloss sich eine Vierer-Gruppe zusammen. Gemeinsam bewältigten sie die 30 Kilometer. Zwei Kilometer vor dem Ziel in S-Chanf fasste sich Heidi Weng ans Herz und liess im letzten Anstieg ihre Konkurrentinnen stehen. Diesen Vorsprung brachte die Norwegerin ins Ziel. Mit knapp fünf Sekunden Rückstand wurde Eva Andersson Zweite. Die Siegerin vom Samstag, Yulia Stupak wurde Dritte. Die US-Amerikanerin Jessie Diggins hatte als Vierte das Nachsehen. Das Rennen dauerte, aufgrund der windigen Bedingungen, rund 20 Minuten länger als geplant.

Nadine Fähndrich konnte sich in der zweiten Gruppe behaupten, welche etwas über eine Minute Rückstand aufwies. Am Ende reichte es der Luzernerin zu Schlussrang zehn. Damit darf sich Fähndrich mehr als happy zeigen.

Russen führen – Norweger gewinnen

Im Rennen der Männer nahm Alexander Bolschunow die Engadiner Loipen als Erster unter die Skier. Dario Cologna folgte als 14. mit 43 Sekunden Rückstand. Der Russe begann das Rennen alleine in Angriff zu nehmen. Doch nach wenigen Minuten sah er sich gezwungen, sich dem Feld anzuschliessen. Zu garstig waren die Bedingungen, um im Maloja-Wind die 50 Kilometer alleine zu laufen.

Der Norweger Simen Hegstad Krueger gewinnt den Sprint.

Der Norweger Simen Hegstad Krueger gewinnt den Sprint.

Keystone

Auch Dario Cologna und etliche Schweizer – neuen waren am Start – hielten sich im grossen Feld auf. Nach 30 Kilometer folgte der erste Angriff. Der Russe Alexey Chervotkin setzte sich in Samedan rund 20 Sekunden vom Rest ab. Diesen Vorsprung verteidigte der Russe bis 5 km vor dem Ziel. Dann war der Ausflug beendet. Das Ziel in S-Chanf rückte näher. In der Spitzengruppe reihte sich auch Dario Cologna ein.

Doch in den Schlussspurt konnte sich der Bündner nicht mehr einreihen. Dario Cologna beendete den 50er mit 24 Sekunden Rückstand auf Platz neun. Den Sieg ersprintete sich der Norweger Simen Krüger vor Landsmann Hans Christer Holund. Der Schwede Jens Burmann wurde Dritter. Alexander Bolschunow musste mit Rang sechs vorlieb nehmen.