Keine fairen Bedingungen
Wegen Nebel und Schnee: Abfahrt in Saalbach abgebrochen

Weil der starke Schneefall und der immer dichter werdende Nebel keinen fairen Wettkampf mehr zulässt, muss die erste Ersatz-Abfahrt in Saalbach abgebrochen werden.

Gabriel Vilares
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Beat Feuz kämpft bei der Abfahrt in Saalbach mit Nebel und Schnee. Wegen schlechten Bedingungen wird das Rennen später abgebrochen.

Beat Feuz kämpft bei der Abfahrt in Saalbach mit Nebel und Schnee. Wegen schlechten Bedingungen wird das Rennen später abgebrochen.

Keystone

Der österreichische Skiort Saalbach springt für die abgesagten Rennen in Wengen und Kvitfjel ein. Die erste von zwei Abfahrten an diesem Wochenende muss wegen Nebel im obersten Streckenteil jedoch vom Reservestart aus in Angriff genommen werden.

Beat Feuz, der Führende in dieser Disziplin, geht am Freitag mit der Startnummer 7 ins Rennen. Nach der Zieleinfahrt und einem Rückstand von 1.03 Sekunden schüttelt der Emmentaler den Kopf. Im oberen Streckenteil ist Feuz noch schnell unterwegs, verliert danach aber bis ins Ziel kontinuierlich Zeit, ohne einen gröberen Fehler zu begehen. Zu erklären ist der Zeitrückstand mit immer dichter werdendem Nebel und stärkerem Schneefall. Zu diesem Zeitpunkt kann die Piste wohl nicht schneller befahren werden.

Nach dem Franzosen Johan Clarey, der als Neunter startet, muss das Rennen unterbrochen werden. Die Wetterbedingungen lassen keinen fairen Wettkampf zu. Nach dem Unter- folgt um 13 Uhr der Abbruch. Um ein Abfahrts-Rennen im Weltcup zu werten, müssen 30 Fahrer ins Rennen steigen. Weil dies nicht der Fall ist, wird die Abfahrt nicht gewertet. Besonders nerven wird das den Italiener Dominik Paris. Der 31-jährige Tiroler konnte mit der Startnummer 3 die schnellste Fahrt in den Schnee zaubern.

Kampf um die kleine Kristallkugel

Besser ist die Entscheidung für Beat Feuz. Der Österreicher Matthias Mayer, sein ärgster Konkurrent in der Disziplinenwertung, wäre nämlich mit Rang drei eine Position besser klassiert gewesen als der Schweizer. Damit wäre der Vorsprung des Emmentalers auf 18 Punkte zusammengeschrumpft.

Gegenüber SRF kommentiert Feuz seine Fahrt wie folgt: «Es waren sehr schwierige und unterschiedliche Verhältnisse. Die Fahrt war nicht perfekt, aber ich ging Risiken ein. Ich hatte das Gefühl, dass ich viel Zug mitnehmen konnte. Diejenigen nach mir haben aber noch viel mehr Zeit verloren.»

Die nächste Abfahrt in Saalbach wird bereits am Samstag um 11 Uhr steigen. Die Wetterprognosen stimmen die Organisatoren zuversichtlich. Ob das Rennen vom Freitag beispielsweise am Montag nachgeholt werden wird, entscheiden die Rennleiter am Freitagabend. Am Sonntag steht noch ein Super-G auf dem Programm.