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20'000 Fans erwartet: YB voller Vorfreude vor dem Rückspiel gegen Slovan

Die Berner Young Boys wollen durch einen Heimsieg gegen den slowakischen Meister in die dritte Runde der Qualifikation zur Champions League einziehen. Und haben allen Grund zur Zuversicht.

Dan Urner
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YB-Übungsleiter David Wagner gibt sich vor dem Rückspiel gegen Slovan Bratislava verhalten optimistisch.

YB-Übungsleiter David Wagner gibt sich vor dem Rückspiel gegen Slovan Bratislava verhalten optimistisch.

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David Wagner erwartet ein «schwieriges Spiel» und eine «hohe Intensität». Aber er sei guter Dinge, «dass wir das abrufen werden, was uns befähigt, in die nächste Runde zu kommen». Der neue YB-Trainer kleidet die Ambitionen seiner Mannschaft vor dem Champions-League-Qualifikationsrückspiel zwar in branchenüblich bescheidene Worte, am Anspruch des Schweizer Serienmeisters ändert das aber nichts: Ein Heimsieg gegen Slovan Bratislava ist Pflicht. Und damit gleichbedeutend der Einzug in die dritte Runde der Qualifikation zur Champions League.

Dem Match gegen den slowakischen Meister wohnt eine immense Bedeutung inne. Erreicht YB die dritte Runde, ist ihnen mindestens die Teilnahme an der neu geschaffenen Conference League nicht mehr zu nehmen. Bei Erreichen der Playoffs – also wenn die Berner auch die dritte Runde überstehen – wartet ein Millionenbetrag. Dann stünde YB zudem kurz vor seiner zweiten Teilnahme an der Champions League – und die ist bekanntlich sportlich wie finanziell das höchste der Gefühle.

Um gegen Slovan zu bestehen, bedarf es allerdings einer fussballerischen Steigerung im Vergleich zum Hinspiel. Die Partie in Bratislava gestalteten die Berner zwar weitgehend überlegen, spielerisch liessen sie gegen äusserst biedere Slowaken aber noch zu wünschen übrig. Der 4:3-Erfolg beim FC Luzern zum Start der Super-League kam ungleich fulminanter daher, offenbarte zudem Comeback-Qualitäten – und gibt in der Bundesstadt Anlass zu Optimismus. «Ich habe eine Mannschaft gesehen, die gefestigt ist», lässt sich Sportchef Christoph Spycher auf der Vereinswebsite zitieren. Auch David Wagner spricht von einem «durchweg positiven» Eindruck.

Rückkehr der Fans

Doch nicht allein der gelungene Auftakt in der Meisterschaft stimmt YB selbstsicher. Auch der Umstand, dass erstmals seit Oktober vergangenen Jahres Fans einem Ernstkampf der Berner im heimischen Wankdorfstadion beiwohnen, nährt die Zuversicht. Die Young Boys rechnen mit rund 20'000 Zuschauern. Kommunikationschef Albert Staudenmann verspürt «eine riesengrosse Vorfreude auf diesen grossen Tag».

Überdies existiert die für Heimteams gefährliche Auswärtstorregel seit dieser Saison nicht mehr. Die Uefa hat die seit jeher umstrittene Regelung abgeschafft. Bei einem Gleichstand geht es folglich zwangsläufig in die Verlängerung – selbst wenn Slovan dabei mindestens einen Treffer erzielt hat.

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