Champions League
Manchester City und Liverpool nach Unentschieden weiter

Atlético wacht gegen Manchester City zu spät auf und scheidet nach einem torlosen Remis im Viertelfinal aus. Derweil zeigt Benfica in Anfield eine ansprechende Leistung, muss infolge der Hinspielpleite aber die Segel streichen.

Dan Urner
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Manchester City sicherte sich durch ein torloses Remis in Madrid das Weiterkommen.

Manchester City sicherte sich durch ein torloses Remis in Madrid das Weiterkommen.

Keystone

Eine enge Kiste hatte sich zwischen Atlético Madrid und Manchester City angebahnt. Die Spannung war jedoch der einzige Mehrwert, den das ansonsten meist fade Viertelfinal-Rückspiel bot. Die «Citizens» hielten in Madrid ein 0:0 – und zogen durch den 1:0-Erfolg im Hinspiel in den Halbfinal ein. Erst in der Schlussphase brandete Dramatik auf.

Und das Weiterkommen der Engländer war insgesamt auch folgerichtig, stellten in einem defensivbetonten Aufeinandertreffen doch das aktivere und mutigere Kollektiv, zumindest in den ersten 45 Minuten. Ilkay Gündogan vergab bei einem Pfostenschuss die beste City-Chance in der ersten Halbzeit, in der von den eigentlich unter Zugzwang stehenden Madrilenen offensiv wenig zu sehen war.

Erst in der zweiten Hälfte liess sich Atlético vermehrt aus der Reserve locken und nahm sich zuweilen auch der Spielgestaltung an. Wohlweislich: Immerhin waren die Hausherren dringend auf einen Treffer angewiesen. City ging mit seinem zunehmenden Fokus auf das Verwalten des Resultats ein Risiko ein – das sich kurz vor Schluss beinahe gerächt hätte: Erst vergab Matheus Cunha (86.) die beste Gelegenheit der Partie – sein Abschlussversuch wurde geblockt –, dann brachte Gäste-Goalie Ederson (87.) den Spielstand mit einem Patzer selbst in Gefahr. Doch es blieb zu konstatieren: Alle Versuche kamen zu spät. Zu allem Überfluss sah Felipe nach einem Frustfoul in der Nachspielzeit die rote Karte.

Benfica zeigt engagierte Leistung

Liverpool genügte gegen Benfica ein 3:3-Unentschieden.

Liverpool genügte gegen Benfica ein 3:3-Unentschieden.

Keystone

Im Parellelspiel machte der FC Liverpool den Halbfinal-Einzug perfekt. Den Engländern reichte nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel ein 3:3 im Heimspiel gegen Benfica Lissabon.

«Wenn sie ein Tor schiessen, ändert sich das Spiel», mit diesen Worten hatte Liverpool-Coach Jürgen Klopp vor einer allzu lockeren Herangehensweise an das Rückspiel gegen Benfica Lissabon gewarnt. Der Startformation der «Reds» war diese bekundete Ernsthaftigkeit freilich kaum anzumerken – zahlreiche Leistungsträger blieben aussen vor. So nahmen etwa Virgil van Dijk, Trent Alexander-Arnold, Sadio Mané sowie Mohamed Salah zunächst auf der Ersatzbank Platz.

Wiewohl der Zwei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel zu keinem Zeitpunkt in Gefahr geriet: Der portugiesische Rekordmeister wirkte munter am Spielgeschehen mit. Nach dem Führungstreffer des Favoriten durch Ibrahima Konaté (21.) fand Benfica denn auch eine zeitnahe Antwort; Conçalo Ramos (32.) traf zum verdienten Ausgleich der Gäste, denen kurz zuvor ein Tor aufgrund einer Abseitsstellung verwehrt worden war.

Nach dem Seitenwechsel beseitigte Roberto Firmino (55.) sämtliche Restzweifel am Weiterkommen. Der Brasilianer brauchte infolge einer fatalen Fehlerkette in der Benfica-Hintermannschaft nur einzuschieben. Firmino (65.) legte wenig später noch einen zweiten Treffer nach.

Entgegen aller Erwartungen trieben die engagierten und höchst effizienten Portugiesen Liverpool aber tatsächlich nochmal ein paar Schweissperlen ins Gesicht: Roman Jaremtschuk (73.) sorgte für das Anschluss-, Darwin Núñez (83.) gar rund zehn Minuten später für das Ausgleichstor. Mehr brachte die Schlussoffensive allerdings nicht ein.