Billie Jean King Cup
Golubic und Bencic führen die Schweiz zum Auftakterfolg in Prag

Die Schweiz setzt sich zum Start glatt mit 3:0 gegen Deutschland durch. Vor allem Belinda Bencic trumpft nach einmonatiger Pause gross auf.

Dan Urner
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Belinda Bencic kehrte nach ihrer Verletzungspause erfolgreich zurück und bezwang Angelique Kerber in drei Sätzen.

Belinda Bencic kehrte nach ihrer Verletzungspause erfolgreich zurück und bezwang Angelique Kerber in drei Sätzen.

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Auftakt geglückt: Die Schweiz hat das erste Duell beim Finalturnier des Billie Jean King Cup, vormals als Fed Cup bekannt, klar für sich entschieden. Belinda Bencic (WTA 17) und Viktorija Golubic (WTA 45) setzten sich gegen Andrea Petkovic (WTA 76) respektive Angelique Kerber (WTA 9) aus Deutschland durch. Anschliessend machte das Doppel, bestehend aus Golubic und Jil Teichmann (WTA 39), machte mit einem souveränen Zwei-Satz-Sieg (6:1, 6:2) gegen Anna-Lena Friedsam (WTA 137) und Natasja Schunk (WTA 297) das 3:0 aus Schweizer Sicht perfekt. Am Donnerstag spielen die Schweizerinnen gegen Tschechien um den Einzug in den Halbfinal.

Im Auftaktmatch siegte Viktorija Golubic gegen Andrea Petkovic mit 6:4, 7:5. Die Zürcherin erwischte gegen eine merklich nervöse Gegnerin einen formidablen Auftakt, startete mit acht Punkten hintereinander und ging mit Doppelbreak in Führung. Im Anschluss fand Petkovic besser in das Match, antwortete gegen eine nun fehleranfälligere Schweizerin selbst mit einem Break. Der Satz war zwar nicht mehr zu gewinnen. Doch im zweiten Abschnitt verlangte die Deutsche Golubic alles ab. Und musste sich doch erneut geschlagen geben – drei Satzbällen bei eigener 5:4-Führung zum Trotz.

Viktorija Golubic war für den Auftaktsieg der Schweiz verantwortlich

Viktorija Golubic war für den Auftaktsieg der Schweiz verantwortlich

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Bencic dreht im zweiten Satz auf

«Den ersten Punkt für die Schweiz zu holen, ist das beste Gefühl überhaupt», sagte die Olympia-Silbergewinnerin im Anschluss an ihr Match – und durfte danach ein hochklassiges Kräftemessen zwischen Belinda Bencic, die nach rund einem Monat Verletzungspause ihr Comeback gab, und Angelique Kerber beobachten. Beide Spielerinnen gewährten ihrer Gegnerin zunächst keine Breakchance und brachten ihr Aufschlagsspiel souverän ins Ziel. Bencic vergab beim Stand von 5:5 die allerersten drei Breakbälle der Partie – und fand im anschliessenden Game bei eigenem Service nicht mehr recht in die Spur und musste den Startsatz abgeben.

Doch besser hätte Bencic den zweiten Satz nicht beginnen können: Die Ostschweizerin schlug entschlossen zurück und verschaffte sich mit einem Break sogleich einen entscheidenden Vorteil. Fortan hatte die Schweizer Olympiasiegerin das Geschehen im Griff: Mit einem Ass stellte sie auf 3:1, dann gelang ihr, auch dank dreier Doppelfehler der dreifachen Grand-Slam-Siegerin, ein abermaliges Break. Und auch im dritten Satz trumpfte Bencic gross auf, nahm Kerber erneut den Aufschlag ab.

Doch Kerber, die zeitweilig ratlos und überfordert schien, betätigte mit einem unverhofften Re-Break zum 2:2 den Reset-Knopf. Es folgte das längste Game des Abends – und auch das entscheidende. Bencic bewies Ausdauer und stellte ihren alten Vorteil wieder her. Die offenbar angeschlagene Kerber kam von einer anschliessenden Medical Timeout zwar zurück, die Rückkehr in den Match gelang der 33-Jährigen allerdings nicht mehr. Mit zwei Assen machte Bencic den Sieg perfekt.

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