Basketball
Klay Thompson und das Ende der Leidenszeit

Nach einer schier unendlichen Verletzungspause feiert der Distanzwurfspezialist in der NBA sein emotionales Comeback – und trumpft gleich gross auf.

Dan Urner
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Er kann wieder lachen: Klay Thompson ist nach 941 Tagen zurück auf dem NBA-Parkett.

Er kann wieder lachen: Klay Thompson ist nach 941 Tagen zurück auf dem NBA-Parkett.

Keystone

Die NBA-Saison verläuft ganz nach dem Gusto der Golden State Warriors. Die Franchise aus San Francisco stellt gemeinsam mit den Phoenix Suns die erfolgreichste Mannschaft der gesamten Liga, 30 Siegen stehen bisher bloss neun Niederlagen gegenüber. Der rumdum überzeugende Saisonverlauf schürt fast zwangsläufig Hoffnungen auf den ganz grossen Wurf, den siebten Meistertitel der Teamhistorie.

Die Ambitionen der Kalifornier erhalten heuer zusätzliche Nahrung. Ein Umstand, der fest mit dem Namen Klay Thompson zusammenhängt. Der Shooting Guard feierte beim 96:82-Heimsieg über die Cleveland Cavaliers sein emotionales Comeback nach schier unendlich langer Verletzungspause – ganze 941 Tage nach seinem letzten Auftritt in der NBA. Eine halbe Ewigkeit.

Der Distanzwurfspezialist spielte gleich so unbekümmert auf, als wäre er nie weg gewesen. Er erzielte 17 Punkte, auf mehr Zähler (28) kam bloss sein Teamkollege Stephen Curry, mit dem er lange Zeit ein kongeniales Duo im Backcourt gebildet und die Warriors zu drei Meistertiteln zwischen 2015 und 2018 geführt hatte. Thompson führte sich ferner gleich mit einem krachenden Dunk ein, der die Halle endgültig in Ekstase versetzte.

«Das war ein Abend, den ich nie vergessen werde», sagte der Rückkehrer im Anschluss an das Spiel, wohl zuvorderst auf die emotionale Begrüssung durch das Publikum anspielend. Schon vor der Partie war der Aufbauspieler, der nebenbei die 12'000-Punkte-Schallmauer in der NBA durchbrach, frenetisch gefeiert worden.

Leidenszeit begann im Sommer 2019

Die wohl schwierigste Zeit seiner Basketball-Laufbahn hatte in den NBA Finals im Juni 2019 begonnen. Der heute 31-Jährige zog sich gegen die Toronto Raptors, dem späteren Champion, einen Kreuzbandriss zu und verpasste die gesamte Saison 2019/20. Als Thompson im November 2020 endlich für seine Rückkehr auf das Parkett bereitstand, bremste ihn ein Achillessehnenriss aus – eine nicht minder schmerzhafte und langwierige Verletzung.

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