Abfahrt in Saalbach
Feuz rast aufs Podest und baut Vorsprung für die kleine Kristallkugel aus

Beat Feuz fährt in der Abfahrt von Saalbach auf den 2. Rang und kann seinen Vorsprung im Kampf um die kleine Kristallkugel vergrössern. Abfahrts-Weltmeister Vincent Kriechmayr holt sich den Sieg.

Gabriel Vilares
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Beat Feuz fährt in der Abfahrt von Saalbach auf dem 2. Platz und baut den Vorsprung auf die kleine Kristallkugel aus.

Beat Feuz fährt in der Abfahrt von Saalbach auf dem 2. Platz und baut den Vorsprung auf die kleine Kristallkugel aus.

Keystone

Nachdem am Freitag die Abfahrt wegen schlechten Witterungsbedingungen nach neun Fahrern abgebrochen werden musste, finden die Athleten am Samstagvormittag perfekte Bedingungen im österreichischen Saalbach vor.

Beat Feuz, der Führende in der Disziplinenwertung, hatte vor dem Rennen vor allem eine Absicht: vor seinem ärgsten Konkurrenten, dem Österreicher Matthias Mayer, liegen. Und das gelingt dem Emmentaler! Der flache Start liegt dem 34-jährigen nicht. Dementsprechend viel Zeit geht im ersten Abschnitt verloren. Danach dreht Feuz so richtig auf und verpasst den Sieg nur um 17 Hundertstel – Rang 2.

Im Zielgelände wartet Feuz auf die Fahrt von Matthias Mayer und sieht wie der Österreicher 10 Hundertstel auf ihn verliert. Es ist der 3. Platz für Mayer. Damit kann Feuz weitere 20 Punkte auf den Österreicher im Kampf um die kleine Kristallkugel gutmachen. Weil das Abfahrtsrennen vom Freitag nicht nachgeholt wird, reist der Abfahrtsweltmeister von 2017 mit einem Vorsprung von 68 Punkten zum Weltcup-Finale nach Lenzerheide. Der vierte Gewinn in dieser Disziplin liegt für Feuz zum Greifen nah.

«Nach diesem Beginn war ich skeptisch»

Den Zeitverlust im oberen Streckenteil kann Beat Feuz gegenüber SRF erklären: «Beim Start ist mir ein kleines Missgeschick unterlaufen. Nach dem ersten Stockschub habe ich den Stock verloren und der kleine Finger ist mir sogar aus dem Handschuh gerutscht. Ich weiss, dass ich nicht der beste Starter bin. Nach diesem Beginn war ich skeptisch. Zum Glück ist es mir unten richtig gut aufgegangen.»

Wie an der Weltmeisterschaft in Cortina ist auch der Österreicher Vincent Kriechmayr in Saalbach der Schnellste. Es ist der neunte Weltcup-Sieg für den 29-jährigen Speed-Spezialisten.

Zweitbester Schweizer ist Marco Odermatt. Nach zwei Zwischenzeiten leuchtet gar die grüne Farbe beim 23-Jährigen auf. Ganz unten vermag der Nidwaldner nicht mehr mit den Schnellsten mitzuhalten, erzielt aber mit dem 5. Rang ein tolles Ergebnis. Die weiteren Schweizer in den Punkten: Stefan Rogentin (13.), Niels Hintermann (15.), Nils Mani (19.), Ralph Weber (20.) und Carlo Janka (24.). Am Sonntag folgt um 10.30 Uhr ein Super-G.