Slalom in Adelboden
Österreichischer Zweifachsieg am Chuenisbärgli – Schweizer knapp am Podest vorbei

Österreich feiert beim Slalom in Adelboden einen Doppelsieg. Johannes Strolz gewinnt sensationell. Die Schweizer verpassen das Podest nur knapp. Gleich 4 klassieren sich in den Top 10.

Gabriel Vilares
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Ramon Zenhäusern verpasst als Vierter nur knapp das Podest. Am Ende fehlen 19 Hundertstel.

Ramon Zenhäusern verpasst als Vierter nur knapp das Podest. Am Ende fehlen 19 Hundertstel.

Jean-Christophe Bott / EPA

«Die Hundertstel sind heute sehr teuer», sagte Daniel Yule und brachte es so auf den Punkt. Gleich 24 Fahrer haben sich nach dem 1. Lauf am Chuenisbärgli innerhalb von 98 Hundertstel klassiert. Die Entscheidung versprach Spannung und hielt eine Sensation bereit. Nur leider keine mit Schweizer Beteiligung.

Klar, dass die Schweizer Slalom-Cracks nach dem Triumph am Samstag beim Riesenslalom vor heimischen Publikum nachdoppeln wollten. Nach dem 1. Lauf am Chuenisbärgli waren die Chancen intakt, um die Schweizer Festspiele fortzuführen. Luca Aerni war bei Halbzeit als bester Schweizer auf dem 3. Zwischenrang klassiert. Der 28-jährige Berner verlor auf die österreichische Doppelführung mit Manuel Feller und Fabio Gstrein mickrige fünf Hundertstel. Am Ende war es der fünfte Platz mit einem Rückstand von 0.58 Sekunden auf die Bestzeit.

«War ein wenig verkrampft»

«Ich war ein wenig verkrampft nach diesem guten Zwischenplatz. Nach dem 1. Lauf musste ich mich ein wenig bremsen, da habe ich beinahe schon zu viele Emotionen rausgelassen, liess mich vom Publikum mitreissen. Am Ende ist es eine gute Leistung. Ich bin auf dem richtigen Weg», so das Fazit von Aerni.

Noch einen Platz vor Aerni klassierte sich Ramon Zenhäusern. Für den 29-jährigen Walliser ist es das beste Saisonergebnis. «Auf das Treppchen fehlten lediglich 19 Hundertstel: Irgendwann würde ich dann schon noch gerne auf dem Podest in Adelboden stehen. Ich werde langsam älter. Nach einem Fehler habe ich zu wenig Geschwindigkeit in die flache Passage mitgenommen.»

Tolles Schweizer Teamergebnis

Nichtsdestotrotz überwog bei Zenhäusern die Freude: «Ich bin wieder zurück. Die mentale Blockade ist weg.» Neben Aerni und Zenhäusern waren noch zwei weitere Swiss-Ski-Athleten mit Loïc Meillard (6.) und Daniel Yule (8.) unter den besten acht Fahrern. Tanguy Nef (13.) und March Rochat (18.) komplettierten ein tolles Teamergebnis.

Johannes Strolz sicherte sich sensationell den Slalom-Sieg am Chuenisbärgli. Eine Premiere für den 29-jährigen Österreicher.

Johannes Strolz sicherte sich sensationell den Slalom-Sieg am Chuenisbärgli. Eine Premiere für den 29-jährigen Österreicher.

Jean-Christophe Bott / KEYSTONE

Über einen Doppelsieg freuen durften sich die Österreicher. Johannes Strolz sorgte für die Sensation des Tages. Mit der Startnummer 38 fuhr er nach dem 1. Lauf auf den 7. Rang und stand am Ende zuoberst auf dem Podest. Das beste Ergebnis des 29-jährigen Vorarlbergers war zuvor ein 10. Platz auf dem Jahre 2020 beim Slalom von Madonna di Campiglio. Strolz siegte 17 Hundertstel vor Landsmann Manuel Feller und 0.29 Sekunden vor dem Deutschen Linus Strasser.

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