Transporttechnologie
Zukunft auf der Spur: EPFL-Studierende bauen eigene Hyperloop-Teststrecke

Auf dem Campus der EPFL in Ecublens ist ein experimenteller Hyperloop entstanden. Die kreisförmige Testanlage könnte helfen, die Langstreckenmobilität zu revolutionieren.

André Bissegger
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In Ecublens haben Studierende der EPFL ein Hyperloop-System gebaut.

In Ecublens haben Studierende der EPFL ein Hyperloop-System gebaut.

EPFL

Das Hyperloop-System hat grosses Potenzial und könnte dereinst die Langstreckenmobilität revolutionieren. Deshalb entstehen derzeit auf der ganzen Welt Projekte, um Menschen oder Güter in einer weitgehend luftleeren Röhre auf Luftkissen nahezu mit Schallgeschwindigkeit fortzubewegen.

Da wollen auch die Wissenschaftler der EPFL nicht ins Hintertreffen geraten, wie die École Polytechnique Fédérale de Lausanne am Freitag mitteilte. Die Hochschule hat deshalb zusammen mit ihrem Start-up Swisspod einen experimentellen Hyperloop gebaut, um die ultraschnelle Vakuumtransporttechnologie zu testen. Mit dieser Anlage könne vor allem der Linearmotor erprobt werden.

Die kreisförmige Testanlage hat einen Durchmesser von 40 Metern und eine Länge von 120 Metern und macht damit die Simulation einer unendlichen Hyperloop-Strecke möglich. Gemäss EPFL ist es die erste Anlage, die in Europa betriebsbereit ist. Dank dem Projekt könnten Hypothesen validiert werden, die notwendig sind, um ein ultraschnelles Vakuumtransportsystem zu realisieren. Konkret geht es um die Infrastruktur oder Transportkapseln. So wird im Vakuum die Leistung der Antriebs-, Schwebe- und Kinematiksysteme im Massstab 1/6 getestet.

15 Studierende beteiligt

«Die kleine Hyperloop-Teststrecke der EPFL ermöglicht die Untersuchung grundlegender Aspekte des elektromagnetischen Antriebs und des Kapselschwebens mit dem Ziel, deren Design und den Betrieb der Hyperloop-Infrastruktur zu optimieren», wird Mario Paolone vom EPFL in der Mitteilung zitiert.

Am Projekt arbeitet gut ein Dutzend Studierende aus verschiedenen Fakultäten im Rahmen von Semester- oder Masterarbeiten mit. Dabei geht es laut EPFL nicht mehr um neue Geschwindigkeitsrekorde. Sondern darum, neue Parameter zu definieren und zu verfeinern, damit man eines Tages zum Massstab 1:1 übergehen kann.

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